POINTER® Plus

Herbizid

Zulassung
007737-00

Wirkstoff:

83 g/kg Tribenuron Methyl (8,3 Gew.-%) ,
83 g/kg Metsulfuron Methyl (8,3 Gew.-%) ,
105 g/kg Florasulam (10,5 Gew.-%)

Formulierung:

Wasserdispergierbares Granulat (WG)

Bienen:

nicht bienengefährlich (B4)
ArtikelnummerPackungsgrößen
D1515810510 x 250 g Umkarton
D1533519810 x 1 kg Umkarton

Piktogramm:

GHS07 , GHS09

Signalwort:

Achtung

Pointer® Plus ist ein wasserdispergierbares Granulat zur Bekämpfung von einjährigen zweikeimblättrigen Unkräutern und der Acker-Kratzdistel in Winterweichweizen, Winterroggen, Wintertriticale, Wintergerste, Sommerweichweizen, Sommergerste und Sommerhafer.


Zur Vermeidung von Nachteilen ist die genaue Beachtung der Gebrauchsanleitung wichtig.
Sicherheitsdatenblatt

Wirkungsweise

DuPontTM Pointer® Plus ist ein Herbizid mit den Wirkstoffen Florasulam aus der Wirkstoffgruppe der Triazolopyrimidine, Metsulfuron Methyl und Tribenuron Methyl aus der Wirkstoffgruppe der Sulfonylharnstoffe. DuPontTM Pointer® Plus ist ein systemisches Herbizid. Die Wirkstoffe werden hauptsächlich über die Blätter aufgenommen und schnell in der Pflanze verteilt. In empfindlichen Pflanzen hemmt DuPontTM Pointer® Plus das Enzym Acetolactat-Synthase (ALS), das für die Bildung wichtiger Aminosäuren notwendig ist. In weniger als 6 Stunden nach der Behandlung mit DuPontTM Pointer® Plus tritt ein Wachstumsstillstand in den Vegetationspunkten an Wurzeln sowie Sproß ein. Es beginnt ein Absterbeprozeß, der sich über mehrere Wochen erstrecken kann. Die Nährstoff- und Wasserkonkurrenz der empfindlichen Unkräuter zur Kulturpflanze endet ab dem Zeitpunkt der Behandlung. Die beste und schnellste Wirkung erzielt DuPontTM Pointer® Plus gegen kleine, intensiv wachsende Unkräuter. In der Getreidepflanze werden die Wirkstoffe schnell abgebaut.


Wirkungsmechanismus (HRAC-Gruppe) Tribenuron Methyl: B , Metsulfuron Methyl: B , Florasulam: B

Wirkungsspektrum

VON DER ZULASSUNGSBEHÖRDE FESTGESETZTE ANWENDUNGSGEBIETE UND ANWENDUNGSBESTIMMUNGEN

Pflanzen/ObjekteSchadorganismen/Zweckbestimmung
Sommerweichweizen, Sommergerste, SommerhaferEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Acker-Kratzdistel
Winterweichweizen, Winterroggen, Wintertriticale, WintergersteEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Acker-Kratzdistel

Wirkungsspektrum

gut bekämpfbar
Besenrauke (Descurainia sophia), Bingelkraut* (Mercurialis annua), Brennessel, Kleine (Urtica urens), Ehrenpreis, Persischer* (Veronica persica), Frauenmantel, Acker- (Aphanes arvensis), Gänsedistel, Acker-* (Sonchus arvensis), Gänsedistel, Raue (Sonchus asper), Gänsefuß, Weißer* (Chenopodium album), Hederich (Raphanus raphanistrum), Hellerkraut, Acker- (Thlaspi arvense), Hirtentäschel (Capsella bursa-pastoris), Hohlzahn-Arten (Galeopsis tetrahit), Hundspetersilie (Aethusa cynapium), Hundskamille, Acker- (Anthemis arvensis), Hunds-Kerbel (Anthriscus caucalis), Kamille-Arten (Matricaria), Klatschmohn (Papaver rhoeas), Klettenkerbel, Acker- (Torilis arvensis), Klettenlabkraut (Galium aparine), Knöterich, Floh- (Polygonum persicaria), Knöterich, Vogel-* (Polygonum aviculare), Knöterich, Winden- (Polygonum convolvulus), Kornblume* (Centaurea cyanus), Kratzdistel, Acker-* (Cirsium arvense), Kreuzkraut,, Gemeines (Senecio vulgaris), Möhre, Wilde (Daucus carota), Nachtschatten, Schwarzer (Solanum nigrum), Raps, Ausfall- (1) (Brassica napus), Schierling, Gefleckter (Conium maculatum), Senf, Acker- (Sinapis arvensis), Stiefmütterchen, Acker-* (Viola arvensis), Storchschnabel-Arten* (Geranium purpureum Geranium dissectum), Taubnessel-Arten (Lamium amplexicaule Lamium purpureum), Vergißmeinnicht,, Acker- (Myosotis arvensis), Vogelmiere (Stellaria media), Wendich (Calepina irregularis) * Gute Wirkung bei kleinen Unkräutern (bis 5 cm). (1) Keine ausreichende Wirkung auf Clearfield®4-Sorten
weniger gut bekämpfbar
Germeiner Erdrauch (Fumaria officinalis)
nicht ausreichend bekämpfbar
Efeublättriger Ehrenpreis (Veronica hederefolia), Melde-Arten (Atriplex patula) Das Mittel besitzt keine nachhaltige Wirkung gegen ausdauernde Unkräuter.

Anwendung

Hinweise zur Sachgerechten Anwendung

• Die beste und schnellste Wirkung wird gegen kleine, intensiv wachsende Unkräuter erzielt. Die Unkräuter sollten sich zum Zeitpunkt der Behandlung im 2-6-Blattstadium befinden.
• DuPontTM Pointer® Plus ist in allen Winterweichweizen-, Winterroggen-, Wintertriticale-, Wintergerste-, Sommerweichweizen-, Sommergerste- und Sommerhafersorten verträglich.
• Die Wirkung von DuPontTM Pointer® Plus ist von der Witterung weitgehend unabhängig; die Anwendung ist auch bei kühlen Temperaturen möglich.
• Nicht auf regen- oder taunasse Pflanzen spritzen.
• Zur Ausnutzung der vollen Blattaktivität sollte 2 Stunden nach der Behandlung kein Niederschlag fallen.
• Schäden an nachgebauten zweikeimblättrigen Zwischenfrüchten und Winterraps möglich.
• Vorsicht bei benachbart wachsenden Kulturpflanzen, da Schäden möglich.

Die Anwendung wird nicht empfohlen, wenn
• der Bestand durch Frost, Staunässe, Trockenheit, Nährstoffmangel, oder andere Umstände geschwächt ist,
• Frost- oder Nachtfrostgefahr besteht,
• Zur Zeit der Behandlung extreme Temperaturschwankungen (mehr als 15 °C) zwischen Tag und Nacht bestehen,
• der Einsatz auf extrem leichten Sandboden erfolgen soll.
Bei Nichtbeachtung dieser Vorsichtsmaßnahmen können Schäden am Getreide auftreten.

Untersaaten
Getreidebestände mit Untersaaten (Leguminosen oder Gräser) dürfen nicht mit DuPontTM Pointer® Plus behandelt werden.

Wirkung auf breitblättrige Kulturpflanzen
Breitblättrige Kulturpflanzen (z. B. Rüben, Raps, Leguminosen, Gemüse, Zierpflanzen, Gehölze) sind gegenüber DuPontTM Pointer® Plus sehr empfindlich. Vermeiden Sie unbedingt Abdrift oder Verwehen der Spritzbrühe auf diese Kulturen oder auf Flächen, die für den Anbau solcher Kulturen vorgesehen sind.
Vor dem nachfolgenden Einsatz des Spritzgerätes in anderen Kulturen als Getreide müssen Sie das Gerät sorgfältig reinigen. Beachten Sie hierzu bitte unsere Angaben zur Spritzenreinigung.

Anwendung

ACKERBAU

Pflanzenerzeugnisse:Winterweichweizen, Winterroggen, Wintertriticale, Wintergerste
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Acker-Kratzdistel
Anwendungsbereich: Freiland
Stadium Schadorganismus: Von 2-Blatt-Stadium: 2. Laubblatt entfaltet bis Ligula (Blatthäutchen)-Stadium
Anwendungszeitpunkt: nach dem Auflaufen, Frühjahr
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 1
Anwendungstechnik: spritzen
Aufwandmenge: 50 g/ha
Wasseraufwandmenge: 200 bis 400 l/ha Wasser
Wartezeit: Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (Z.B. Ernte) verbleibt bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich.
WP710 Schäden an nachgebauten zweikeimblättrigen Zwischenfrüchten und Winterraps möglich.
WP740 Vorsicht bei benachbart wachsenden Kulturpflanzen, da Schäden möglich.
WW742 Das Mittel besitzt keine nachhaltige Wirkung gegen ausdauernde Unkräuter.
Pflanzenerzeugnisse:Sommerweichweizen, Sommergerste, Sommerhafer
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Acker-Kratzdistel
Anwendungsbereich: Freiland
Stadium der Kultur: Von 2-Blatt-Stadium: 2. Laubblatt entfaltet bis Ligula (Blatthäutchen)-Stadium
Anwendungszeitpunkt: nach dem Auflaufen, Frühjahr
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 1
Anwendungstechnik: spritzen
Aufwandmenge: 50 g/ha
Wasseraufwandmenge: 200 bis 400 l/ha Wasser
Wartezeit: Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (Z.B. Ernte) verbleibt bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich.
WP710 Schäden an nachgebauten zweikeimblättrigen Zwischenfrüchten und Winterraps möglich.
WP740 Vorsicht bei benachbart wachsenden Kulturpflanzen, da Schäden möglich.
WW742 Das Mittel besitzt keine nachhaltige Wirkung gegen ausdauernde Unkräuter.

Mischbarkeit/Technik

Mischbarkeit

Pointer® Plus ist mit vielen im Getreide verwendeten Insektiziden, Fungiziden und Herbiziden mischbar.
Geeignete Mischpartner sind:
Herbizide z. B. Atlantis®2 WG, Ariane*1 C, Duplosan®9 KV, Tomigan®13 200, Traxos®5, U46®9 M
Fungizide z. B. Acanto®, Credo®, Matador®
Wachstumsregler z. B. CCC
Flüssigdünger Blattdünger, Harnstoff und Ammonnitrat-Harnstoff-Lösung (AHL).

Bei einer Tankmischung mit AHL (pur) wird DuPontTM Pointer® Plus in einer geringen Menge Wasser vorgelöst und erst dann der AHL beigegeben.

Nicht mischen mit
Wachstumsregler: Nicht mit ethephonhaltigen Wachstumsreglern mischen.
Dreiermischungen, bestehend aus Pointer® Plus, CCC und Fungiziden zur Bekämpfung von Blattkrankheiten sollten nicht zur Anwendung kommen.
Bei Verwendung mehrerer Produkte in einer Tankmischung können unvorhergesehene Wechselwirkungen auftreten. Generell sind die Gebrauchsanleitungen der Mischpartner zu beachten sowie die Grundsätze der Guten Landwirtschaftlichen Praxis. Für eventuell negative Auswirkungen von durch uns nicht empfohlene Tankmischungen haften wir nicht, da nicht alle in Betracht kommenden Mischungen geprüft werden können.

Ansetzen der Spritzbrühe

Die verwendeten Spritzgeräte müssen frei von Resten anderer Mittel sein. Wir empfehlen dringend, die Spritze entsprechend den Gebrauchsanleitungen vorher verwendeter Präparate zu reinigen.
• Lassen Sie Ihre Spritzgeräte regelmäßig auf einem Prüfstand kontrollieren und einstellen.
• Geben Sie die benötigte Menge Pointer® Plus in den zu 1/4 bis 1/2 gefüllten Spritztank.
• Beim Abmessen des Produktes nur den der Packung beiliegenden, produktspezifischen Messbecher verwenden.
• Pointer® Plus vollständig auflösen lassen. Dies geschieht innerhalb von wenigen Minuten.
• Falls Sie Pointer® Plus in Tankmischung einsetzen, den Tankmischpartner erst nach dem vollständigen Auflösen von Pointer® Plus zugeben.
• Die restliche Wassermenge bei laufendem Rührwerk auffüllen.
• Während des Spritzens Rührwerk laufen lassen. Wird Pointer® Plus in Mischung mit AHL eingesetzt, ist das Granulat vor dem Einfüllen in die Spritze in Wasser anzuteigen.

Reinigung

Vor nachfolgendem Einsatz des Spritzgerätes in anderen Kulturen als Getreide muss das gesamte Spritzgerät einschließlich der Spritzleitungen sorgfältig gereinigt werden:
• Spritze vollständig auf dem Feld leerspritzen.
• Technisch unvermeidbare Restmenge im Verhältnis 1:10 mit Wasser verdünnen und bei laufendem Rührwerk auf behandelter Fläche verspritzen.
• Spritze zweimal hintereinander spülen. Dabei jeweils mindestens 20 % des Tankvolumens
• Im ersten Reinigungsdurchgang eines der nachfolgend aufgeführten Reinigungsmittel zugeben. Die Innenflächen des Tanks mit Wasserstrahl bzw. Reinigungsdüsen abspritzen. Rührwerk für 15 Minuten einschalten.
• Nach jedem Spülvorgang die Reinigungsflüssigkeit bei laufendem Rührwerk durch die Düsen auf der behandelten Fläche verspritzen.
• Reinigen Sie Filter, Düsen und Spritzgestänge separat.

Nachbau

Auf Flächen mit einem pH-Wert = 7
Im Rahmen eines normalen Fruchtwechsels können nach der Ernte des mit Pointer® Plus behandelten Getreides ohne Einschränkung Winterraps, Wintergetreide, Gräser, Ackerbohnen, Ackerwicken und Wintererbsen angebaut werden.

Auf Flächen mit einem pH-Wert = 7 und/oder bei sehr trockener Witterung und/ oder bei Ausbringung von mehr als 4 g/ha Metsulfuron Methyl:
Im Rahmen eines normalen Fruchtwechsels können nach der Ernte des mit Pointer® Plus behandelten Getreides Winterraps, Wintergetreide, Gräser, Ackerbohnen, Ackerwicken und Wintererbsen angebaut werden, sofern 4 Monate zwischen der Applikation von Pointer® Plus und der Aussaat der Folgekulturen liegen.
Im folgenden Frühjahr können alle Sommergetreidearten, Rüben, Kartoffeln, Mais, Sommerraps, Sonnenblumen, Ackerbohnen, Erbsen, Lein, Luzerne,Zwiebeln,Kopfsalat und Blumenkohl nachgebaut werden.
Alle anderen Gemüsearten, Zierpflanzen, Ziersträuchern und -gehölzen empfehlen wir nicht bzw. frühestens 16 Monate nach der Anwendung von Pointer® Plus.
Sollte ein vorzeitiger Umbruch erforderlich werden, kann innerhalb von 3 Monaten nach der Anwendung von Pointer® Plus nur Sommergetreide nachgebaut werden.

Resistenzmanagement

DuPontTM Pointer® Plus enthält die Wirkstoffe Florasulam, Metsulfuron Methyl und Tribenuron Methyl.
Florasulam gehört zur Wirkstoffgruppe der Triazolopyrimidine, deren Wirkungsmechnismus in die Gruppe B der HRAC-Klassifizierung eingestuft ist; Metsulfuron Methyl und Tribenuron Methyl gehören zur Wirkstoffgruppe der Sulfonylharnstoffe, deren Wirkungsmechnismus in die Gruppe B der HRAC-Klassifizierung eingestuft ist;
weitere Informationen siehe Internet http://www.plantprotection.org.
Wenn diese Herbizide über mehrere Jahre auf demselben Feld eingesetzt werden, ist regional eine Selektion von resistenten Biotypen potentiell möglich.
Geeignete Resistenzvermeidungsstrategien sind zu berücksichtigen, wie z. B.:
• Wechsel von Herbiziden bzw. Spritzfolgen / Tankmischungen mit Herbiziden, die einen unterschiedlichen Wirkungsmechanismus besitzen
• Fruchtfolgegestaltung
• Bodenbearbeitung
• Saattermin
siehe auch Wirkmechanismus

Umweltverhalten

Nutzorganismen

NB6641 Das Mittel wird bis zu der höchsten durch die Zulassung festgelegten Aufwandmenge oder Anwendungskonzentration, falls eine Aufwandmenge nicht vorgesehen ist, als nicht bienengefährlich eingestuft (B4). NN1001 Das Mittel wird als nicht schädigend für Populationen relevanter Nutzinsekten eingestuft.
NN3002 Das Mittel wird als schädigend für Populationen relevanter Raubmilben und Spinnen eingestuft.

Wasserorganismen

NW262 Das Mittel ist giftig für Algen. NW265 Das Mittel ist giftig für höhere Wasserpflanzen.

Gewässerschutz

Beachten Sie bitte die Anwendungsbestimmungen zum Gewässerschutz (siehe gesonderten Abschnitt "Von der Zulassungsbehörde festgesetzte Anwendungsbestimmungen")

Anwenderschutz


Hinweise für den sicheren Umgang

SB001 Jeden unnötigen Kontakt mit dem Mittel vermeiden. Missbrauch kann zu Gesundheitsschäden führen.
SB110 Die Richtlinie für die Anforderungen an die persönliche Schutzausrüstung im Pflanzenschutz "Persönliche Schutzausrüstung beim Umgang mit Pflanzenschutzmitteln" des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit ist zu beachten.
SF245-01 Behandelte Flächen/Kulturen erst nach dem Abtrocknen des Spritzbelages wieder betreten.
SS110 Universal-Schutzhandschuhe (Pflanzenschutz) tragen beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel.
SS2101 Schutzanzug gegen Pflanzenschutzmittel und festes Schuhwerk (z.B. Gummistiefel) tragen beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel.

Anwendungsbestimmung

Von der Zulassungsbehörde festgesetzte Anwendungsbestimmungen

(NW468) Anwendungsflüssigkeiten und deren Reste, Mittel und dessen Reste, entleerte Behältnisse oder Packungen sowie Reinigungs- und Spülflüssigkeiten nicht in Gewässer gelangen lassen. Dies gilt auch für indirekte Einträge über die Kanalisation, Hof- und Straßenabläufe sowie Regen- und Abwasserkanäle.


(NT108) Bei der Anwendung des Mittels muss ein Abstand von mindestens 5 m zu angrenzenden Flächen (ausgenommen landwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzte Flächen, Straßen, Wege und Plätze) eingehalten werden. Zusätzlich muss die Anwendung in einer darauf folgenden Breite von mindestens 20 m mit einem verlustmindernden Gerät erfolgen, das in das Verzeichnis "Verlustmindernde Geräte" vom 14. Oktober 1993 (Bundesanzeiger Nr. 205, S. 9780) in der jeweils geltenden Fassung, mindestens in die Abdriftminderungsklasse 75 % eingetragen ist. Bei der Anwendung des Mittels ist weder der Einsatz verlustmindernder Technik noch die Einhaltung eines Abstandes von mindestens 5 m erforderlich, wenn die Anwendung mit tragbaren Pflanzenschutzgeräten erfolgt oder angrenzende Flächen (z. B. Feldraine, Hecken, Gehölzinseln) weniger als 3 m breit sind. Bei der Anwendung des Mittels ist ferner die Einhaltung eines Abstandes von mindestens 5 m nicht erforderlich, wenn die Anwendung des Mittels in einem Gebiet erfolgt, das von der Biologischen Bundesanstalt im "Verzeichnis der regionalisierten Kleinstrukturanteile" vom 7. Februar 2002 (Bundesanzeiger Nr. 70a vom 13. April 2002) in der jeweils geltenden Fassung, als Agrarlandschaft mit einem ausreichenden Anteil an Kleinstrukturen ausgewiesen worden ist oder angrenzende Flächen (z. B. Feldraine, Hecken, Gehölzinseln) nachweislich auf landwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzten Flächen angelegt worden sind.


(NW605-1) Die Anwendung des Mittels auf Flächen in Nachbarschaft von Oberflächengewässern - ausgenommen nur gelegentlich wasserführende, aber einschließlich periodisch wasserführender Oberflächengewässer - muss mit einem Gerät erfolgen, das in das Verzeichnis "Verlustmindernde Geräte" vom 14. Oktober 1993 (Bundesanzeiger Nr. 205, S. 9780) in der jeweils geltenden Fassung eingetragen ist. Dabei sind, in Abhängigkeit von den unten aufgeführten Abdriftminderungsklassen der verwendeten Geräte, die im Folgenden genannten Abstände zu Oberflächengewässern einzuhalten. Für die mit "*" gekennzeichneten Abdriftminderungsklassen ist, neben dem gemäß Länderrecht verbindlich vorgegebenen Mindestabstand zu Oberflächengewässern, das Verbot der Anwendung in oder unmittelbar an Gewässern in jedem Fall zu beachten.
reduzierte Abstände: 50 % 5,75 % *,90 % *


(NW606) Ein Verzicht auf den Einsatz verlustmindernder Technik ist nur möglich, wenn bei der Anwendung des Mittels mindestens unten genannter Abstand zu Oberflächengewässern - ausgenommen nur gelegentlich wasserführende, aber einschließlich periodisch wasserführender Oberflächengewässer - eingehalten wird. Zuwiderhandlungen können mit einem Bußgeld bis zu einer Höhe von 50.000 Euro geahndet werden.
5 m

Erste Hilfe

Erste Hilfe Maßnahmen

Allgemeine Hinweise:
Nie einer ohnmächtigen Person etwas durch den Mund einflößen.
Einatmen:
An die frische Luft bringen. Bei Anhalten der Anzeichen/Symptome, ärztliche Betreuung hinzuziehen. Künstliche Beatmung und/oder Sauerstoff kann notwendig sein.
Hautkontakt:
Beschmutzte Kleidung und Schuhe sofort ausziehen. Sofort mit Seife und viel Wasser abwaschen. Beim Auftreten von Hautreizungen oder allergischen Reaktionen einen Arzt hinzuziehen. Beschmutzte Kleidung vor Wiedergebrauch waschen.
Augenkontakt:
Vorhandene Kontaktlinsen, wenn möglich, entfernen. Auge offen halten und langsam und behutsam während 15-20 Minuten mit Wasser ausspülen. Bei anhaltender Augenreizung einen Facharzt aufsuchen.
Verschlucken:
Arzt aufsuchen. KEIN Erbrechen herbeiführen außer auf Anweisung des Arztes oder des Behandlungszentrums für Vergiftungsfälle. Ist der Verunfallte bei Bewusstsein: Mund mit Wasser ausspülen.

Hinweise für den Arzt:

Symptomatische Behandlung.

Lagerung/Entsorgung/Hinweise

Lagerung

An einem Platz lagern, der nur berechtigten Personen zugänglich ist. Im Originalbehälter lagern. In korrekt beschrifteten Behältern aufbewahren.
Behälter dicht geschlossen an einem trockenen, kühlen und gut gelüfteten Ort aufbewahren. Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen.
Von Nahrungsmitteln, Getränken und Futtermitteln fernhalten.

Entsorgung

Leere und unbrauchbar gemachte Packungen der kommunalen Abfallbeseitigung zuführen. Produktreste nicht dem Hausmüll beigeben, sondern in Originalverpackung bei den entsorgungspflichtigen Körperschaften anliefern. Gegebenenfalls Stadt- oder Kreisverwaltung um Auskunft bitten.

Einstufung und Kennzeichnung gemäß CLP

Piktogramm:

GHS07 , GHS09

Signalwort:

Achtung

Gefahrenhinweise:

(H317) Kann allergische Hautreaktionen verursachen.
(H319) Verursacht schwere Augenreizung.
(H410) Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.

Sicherheitshinweise:

(P101) Ist ärztlicher Rat erforderlich, Verpackung oder Kennzeichnungsetikett bereithalten.
(P102) Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen.
(P261) Einatmen von Nebel/Dampf/Aerosol vermeiden.
(P280) Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen.
(P302+P352) BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT: Mit viel Wasser und Seife waschen.
(P305+P351+P338) BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen.
(P308+P313) BEI Exposition oder falls betroffen: Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.
(P362+P364) Kontaminierte Kleidung ausziehen und vor erneutem Tragen waschen.
(P391) Verschüttete Mengen aufnehmen.
(P501) Inhalt/Behälter einer ordnungsgemäßen Entsorgung zuführen.

Ergänzende Kennzeichnungselemente:

(EUH 401) Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt die Gebrauchsanleitung einhalten.

Haftung

Zulassungsinhaber: Cheminova Deutschland GmbH & Co. KG Stader Elbstraße 28D 21683 Stade
Beratungsnummer

Vertriebspartner: Cheminova Deutschland GmbH & Co. KG Stader Elbstraße 28D 21683 StadeTelefon (04141) 9204-0