FLORAMITE® 240 SC

240 g/l Bifenazate (22,64 Gew.-%))

Wirkstoff:

240 g/l Bifenazate (22,64 Gew.-%))

Formulierung:

Suspensionskonzentrat (SC)

Bienen:

nicht bienengefährlich (B4)
ArtikelnummerPackungsgrößen
615012912 x 1 l Umkarton

Piktogramm:

GHS08 , GHS09 , GHS07

Signalwort:

Gefahr

Spritzmittel zur Bekämpfung von Spinnmilben an Erdbeeren und Gemüse (Freiland und Gewächshaus) sowie Spinnmilben und Weichhautmilben an Zierpflanzen (Gewächshaus).

Nur für den beruflichen Anwender.
Zur Vermeidung von Nachteilen ist die genaue Beachtung der Gebrauchsanleitung wichtig.

Wirkungsweise

Floramite 240 SC ist ein selektiv wirkendes Akarizid mit dem Wirkstoff Bifenazate für die Gewächshausund Freilandanwendung. Bifenazate gehört zur Gruppe der Carbazate und wirkt durch direkten Kontakt auf die Spinnmilben. Eine Wirkung durch systemische Verlagerung oder translaminare Aufnahme liegt nicht vor. Floramite 240 SC hat auf alle Stadien der Spinnmilben eine schnelle Anfangs- und eine gute Dauerwirkung, wobei die beste Wirkung gegen Larven und Nymphen erzielt wird. Nach der Behandlung mit Floramite 240 SC stellen die Spinnmilben innerhalb von 3 Stunden ihre Saugtätigkeit ein und sterben in den folgenden 3 - 4 Tagen ab. Die Wirkung beruht auf einer Störung der Reizleitung von den Nerven zu den Muskeln, was zu einer Überaktivierung der Muskeln der Spinnmilbe und zu deren Absterben führt.


Wirkungsmechanismus (IRAC-Gruppe) Bifenazate (22,64 Gew.-%)): 20D

Wirkungsspektrum

VON DER ZULASSUNGSBEHÖRDE FESTGESETZTE ANWENDUNGSGEBIETE UND ANWENDUNGSBESTIMMUNGEN

Pflanzen/ObjekteSchadorganismen/Zweckbestimmung
ErdbeereSpinnmilben
Gemüsepaprika, Tomate, Gurke, AubergineSpinnmilben
Tomate, GemüsepaprikaSpinnmilben
Zierpflanzen, ausgenommen: ZierkoniferenSpinnmilben
ZucchiniSpinnmilben
Zucchini, Aubergine, GurkeSpinnmilben

GENEHMIGUNGEN NACH § 18 A PFLSCHG(1998) BZW. ERWEITERTE ZULASSUNGEN GEM.ART.51 DER VERORDNUNG (EG) NR. 1107/2009:

Pflanzen/ObjekteSchadorganismen/Zweckbestimmung
Brombeere, HimbeereSpinnmilben, Gallmilben
Schwarze Johannisbeere, Rote Johannisbeere, Weiße JohannisbeereSpinnmilben
Stachelbeere, HeidelbeereSpinnmilben
ZierpflanzenWeichhautmilben (Tarsonemidae)

Anwendung

Hinweise zur Sachgerechten Anwendung

Einsatz auf Flächen, die für die Allgemeinheit bestimmt sind nach § 17 PflschG

Technik
Die benötigte Wasseraufwandmenge zur Anwendung von Floramite 240 SC ist abhängig von der Pflanzenart sowie dem Wachstumszustand. Die Pflanzen werden bis kurz vor dem Abtropfen gleichmäßig im Spritzverfahren benetzt. Grundsätzlich ist auf eine vollständige Benetzung der Pflanzen (Blattober- und -unterseiten) zu achten. Eine Anwendungskonzentration der Spritzbrühe von 0,04 % darf nicht überschritten werden.


Floramite 240 SC ist als nicht schädigend für viele Nützlingsarten eingestuft und lässt sich daher gut mit den
im integrierten Pflanzenschutz einsetzbaren Nützlingen kombinieren.
Übersicht zur integrierten Anwendung von Floramite 240 SC in Kombination mit Nützlingen:
Zoologischer Name Deutscher Name Entwicklungsstadium Toxizitätseinstufung
Amblyseius californicus Raubmilbe Adult 1
Amblyseius californicus Raubmilbe Ei 1
Amblyseius californicus Raubmilbe Nymphe 1
Amblyseius cucumeris Raubmilbe Adult 1
Amblyseius swirskii Raubmilbe Adult 1
Amblyseius swirskii Raubmilbe Ei 1
Aphidoletes aphidimyza Gallmücke Larve 1
Feltiella acarisuga Gallmücke Larve 1
Chrysoperla carnea Florfliege Larve 1
Encarsia formosa Schlupfwespe Adult 1
Eretmocerus eremicus Schlupfwespe Adult 1
Orius laevigatus Raubwanze Adult 1
Steinernema feltiae Nematode Larve 1

* Toxizitätseinstufung:
Klasse 1- Nicht schädigend: Reduzierung der Population < 25 %
Klasse 2 - Gering schädigend: Reduzierung der Population 25-50 %
Klasse 3 - Mäßig schädigend: Reduzierung der Population 50-75 %
Klasse 4 - Schädigend: Reduzierung der Population > 75 %

Verträglichkeit

Verträglichkeit
Floramite 240 SC hat sich nach eigenen Erfahrungen an folgenden Zierpflanzen (Gattungen) unter Einhaltung der zugelassenen Aufwandmengen als verträglich erwiesen:
Begonia Hibiscus
Chrysanthemum Impatiens
Cymbidium Lantana
Dianthus Pelargonium
Dieffenbachia Petunia
Epipremnum Rosa
Ficus Salvia
Fuchsia Schefflera
Gardenia Tagetes
Gerbera Verbena
Hedera Viola

Aufgrund der Vielzahl von Arten und Sorten empfehlen wir dennoch grundsätzlich Vorversuche mit den im Betrieb angebauten Kulturen unter den spezifischen Kulturbedingungen, um die Pflanzenverträglichkeit zu prüfen.

Anwendung

GEMÜSEBAU

Pflanzenerzeugnisse:Zucchini, Aubergine, Gurke
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Spinnmilben
Anwendungsbereich: Freiland
Anwendungszeitpunkt: bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome/Schadorganismen
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 2
In der Kultur bzw. je Jahr: 2
Abstand: 7 Tage
Anwendungstechnik: spritzen
Aufwandmenge: 0,4 l/ha
Wasseraufwandmenge: max 1.000 l/ha
Wartezeit: 1 Tag
(NW642) Die Anwendung des Mittels in oder unmittelbar an oberirdischen Gewässern oder Küstengewässern ist nicht zulässig (§ 6 Absatz 2 PflSchG). Unabhängig davon ist der gemäß Länderrecht verbindlich vorgegebene Mindestabstand zu Oberflächengewässern einzuhalten. Zuwiderhandlungen können mit einem Bußgeld bis zu einer Höhe von 50.000 Euro geahndet werden.
Pflanzenerzeugnisse:Tomate, Gemüsepaprika
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Spinnmilben
Anwendungsbereich: Freiland
Anwendungszeitpunkt: bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome/Schadorganismen
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 2
In der Kultur bzw. je Jahr: 2
Abstand: 7 Tage
Anwendungstechnik: spritzen
Aufwandmenge: Pflanzengröße bis 50 cm: 0,24 l/ha
Pflanzengröße 50 bis 125 cm: 0,36 l/ha
Pflanzengröße über 125cm: 0,48 l/ha
Wasseraufwandmenge: Pflanzengröße bis 50 cm: max. 600 l/ha
Pflanzengröße 50 bis 125 cm: max 900 l/ha
Pflanzengröße über 125cm: max. 1.200 l/ha
Wartezeit: 1 Tag
(NW609) Die Anwendung des Mittels auf Flächen in Nachbarschaft von Oberflächengewässern - ausgenommen nur gelegentlich wasserführende, aber einschließlich periodisch wasserführender Oberflächengewässer - muss mindestens mit unten genanntem Abstand erfolgen. Dieser Abstand muss nicht eingehalten werden, wenn die Anwendung mit einem Gerät erfolgt, das in das Verzeichnis "Verlustmindernde Geräte" vom 14. Oktober 1993 (Bundesanzeiger Nr. 205, S. 9780) in der jeweils geltenden Fassung eingetragen ist. Unabhängig davon ist, neben dem gemäß Länderrecht verbindlich vorgegebenen Mindestabstand zu Oberflächengewässern, § 6 Absatz 2 Satz 2 PflSchG zu beachten. Zuwiderhandlungen können mit einem Bußgeld bis zu 50.000 Euro geahndet werden.
5 m
Pflanzenerzeugnisse:Zucchini
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Spinnmilben
Anwendungsbereich: Gewächshaus
Anwendungszeitpunkt: bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome/Schadorganismen
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 2
In der Kultur bzw. je Jahr: 2
Abstand: 7 Tage
Anwendungstechnik: spritzen
Aufwandmenge: 0,4 l/ha
Wasseraufwandmenge: max. 1.000 l/ha
Wartezeit: 1 Tag

Pflanzenerzeugnisse:Gemüsepaprika, Tomate, Gurke, Aubergine
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Spinnmilben
Anwendungsbereich: Gewächshaus
Anwendungszeitpunkt: bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome/Schadorganismen
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 2
In der Kultur bzw. je Jahr: 2
Abstand; 7 Tage
Anwendungstechnik: spritzen
Aufwandmenge: Pflanzengröße bis 50 cm: 0,24 l/ha
Pflanzengröße 50 bis 125 cm: 0,36 l/ha
Pflanzengröße über 125cm: 0,48 l/ha
Wasseraufwandmenge: Pflanzengröße bis 50 cm: max. 600 l/ha
Pflanzengröße 50 bis 125 cm: max. 900 l/ha
Pflanzengröße über 125cm: max. 1.200 /ha
Wartezeit: 1 Tag

OBSTBAU

Pflanzenerzeugnisse:Erdbeere
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Spinnmilben
Anwendungsbereich: Freiland
Anwendungszeitpunkt: bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome/Schadorganismen, April bis September
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 2
In der Kultur bzw. je Jahr: 2
Abstand: 7 Tage
Anwendungstechnik: spritzen, als Reihenbehandlung, mit Dreidüsengabel
Aufwandmenge: 0,4 l/ha
Wasseraufwandmenge: 1.000 bis 2.000 l/ha
Wartezeit: 1 Tag

Pflanzenerzeugnisse:Erdbeere
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Spinnmilben
Anwendungsbereich: Gewächshaus
Anwendungszeitpunkt: bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome/Schadorganismen
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 2
In der Kultur bzw. je Jahr: 2
Abstand: 7 Tage
Anwendungstechnik: spritzen, als Reihenbehandlung
Aufwandmenge: 0,4 l/ha
Wasseraufwandmenge: 1.000 bis 2.000 l/ha
Wartezeit: 1 Tag

ZIERPFLANZENBAU

Pflanzenerzeugnisse:Zierpflanzen, ausgenommen: Zierkoniferen
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Spinnmilben
Anwendungsbereich: Gewächshaus
Anwendungszeitpunkt: bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome/Schadorganismen
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 4
In der Kultur bzw. je Jahr: 4
Abstand: 7 Tage
Anwendungstechnik: spritzen
Aufwandmenge: Pflanzengröße bis 50 cm: 0,4 l/ha
Pflanzengröße 50 bis 125 cm: 0,6 l/ha
Wartezeit: Die Festsetzung einer Wartezeit ist ohne Bedeutung.
(WH915) In die Gebrauchsanleitung ist eine Arten- und/oder Sortenliste der Kulturpflanzen aufzunehmen, für die der vorgesehene Mittelaufwand verträglich ist (Positivliste).
(WW7091) Bei wiederholten Anwendungen des Mittels oder von Mitteln derselben Wirkstoffgruppe oder solcher mit Kreuzresistenz können Wirkungsminderungen eintreten oder eingetreten sein. Um Resistenzbildungen vorzubeugen, das Mittel möglichst im Wechsel mit Mitteln anderer Wirkstoffgruppen ohne Kreuzresistenz verwenden. Im Zweifel einen Beratungsdienst hinzuziehen.

Nach Artikel 51 Abs. 1 der Verordnung (EG) Nr. 1107/2009 (alt: §18a PflSchG) genehmigte Anwendungen



ZIERPFLANZENBAU

Pflanzenerzeugnisse:Zierpflanzen
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Weichhautmilben (Tarsonemidae)
Anwendungsbereich: Gewächshaus
Anwendungszeitpunkt: bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 4
In der Kultur bzw. je Jahr: 4
Abstand: mindestens 7 Tag(e)
Anwendungstechnik: spritzen
Aufwandmenge: Pflanzengröße bis 50 cm: 0,4 l/ha
Wasseraufwandmenge: 1.000 l/ha
Wartezeit: Die Festsetzung einer Wartezeit ist ohne Bedeutung.

OBSTBAU

Pflanzenerzeugnisse:Brombeere, Himbeere
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Spinnmilben, Gallmilben
Anwendungsbereich: Gewächshaus
Stadium der Kultur: Von Erste Laubblätter sind entfaltet, weitere Laubblätter entrollen sich bis Ende des Laublattfalls
Anwendungszeitpunkt: bei Befallsbeginn, bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome/ Schadorganismen
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 2
In der Kultur bzw. je Jahr: 2
Abstand: 7 bis 10 Tage
Anwendungstechnik: spritzen
Aufwandmenge: 0,48 l/ha
Wasseraufwandmenge: maximal 1.000 l/ha Wasser
Wartezeit: 14 Tage
(SF276-EEOS) Es ist sicherzustellen, dass bei Nachfolgearbeiten/Inspektionen mit direktem Kontakt zu den behandelten Pflanzen/Flächen nach der Anwendung in Obstbaumkulturen und in Strauchbeerenobst bis einschließlich Ernte lange Arbeitskleidung und festes Schuhwerk sowie Schutzhandschuhe getragen werden.
SF278-14OS
(Leer)
Es ist sicherzustellen, dass die Arbeitszeit in den behandelten Kulturen innerhalb von 14 Tagen nach der Anwendung in Obstbaumkulturen und in Strauchbeerenobst auf maximal 2 Stunden täglich begrenzt ist. Dabei sind lange Arbeitskleidung und festes Schuhwerk sowie Schutzhandschuhe zu tragen.
Pflanzenerzeugnisse:Schwarze Johannisbeere, Rote Johannisbeere, Weiße Johannisbeere
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Spinnmilben
Anwendungsbereich: Gewächshaus
Stadium der Kultur: Von Erste Laubblätter sind entfaltet, weitere Laubblätter entrollen sich bis Ende des Laubblattfalls
Anwendungszeitpunkt: bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome/Schadorganismen
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 2
In der Kultur bzw. je Jahr: 2
Abstand: 10 7 bis 10 Tage
Anwendungstechnik: spritzen
Aufwandmenge: 0,48 l/ha
Wasseraufwandmenge: in maximal 1.000 l/ha Wasser
Wartezeit: 14 Tage
(SF276-EEOS) Es ist sicherzustellen, dass bei Nachfolgearbeiten/Inspektionen mit direktem Kontakt zu den behandelten Pflanzen/Flächen nach der Anwendung in Obstbaumkulturen und in Strauchbeerenobst bis einschließlich Ernte lange Arbeitskleidung und festes Schuhwerk sowie Schutzhandschuhe getragen werden.
SF278-14OS
(Leer)
Es ist sicherzustellen, dass die Arbeitszeit in den behandelten Kulturen innerhalb von 14 Tagen nach der Anwendung in Obstbaumkulturen und in Strauchbeerenobst auf maximal 2 Stunden täglich begrenzt ist. Dabei sind lange Arbeitskleidung und festes Schuhwerk sowie Schutzhandschuhe zu tragen.
Pflanzenerzeugnisse:Stachelbeere, Heidelbeere
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Spinnmilben
Anwendungsbereich: Gewächshaus
Stadium der Kultur: Von Erste Laubblätter sind entfaltet, weitere Laubblätter entrollen sich bis Ende des Laubblattfalls
Anwendungszeitpunkt: bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome/Schadorganismen
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 2
In der Kultur bzw. je Jahr: 2
Abstand: mindestens 7 Tage
Anwendungstechnik: spritzen oder sprühen
Aufwandmenge: 0,48 l/ha
Wasseraufwandmenge: maximal 1.000 l/ha Wasser
Wartezeit: 14 Tage
(SF276-EEOS) Es ist sicherzustellen, dass bei Nachfolgearbeiten/Inspektionen mit direktem Kontakt zu den behandelten Pflanzen/Flächen nach der Anwendung in Obstbaumkulturen und in Strauchbeerenobst bis einschließlich Ernte lange Arbeitskleidung und festes Schuhwerk sowie Schutzhandschuhe getragen werden.
SF278-14OS
(Leer)
Es ist sicherzustellen, dass die Arbeitszeit in den behandelten Kulturen innerhalb von 14 Tagen nach der Anwendung in Obstbaumkulturen und in Strauchbeerenobst auf maximal 2 Stunden täglich begrenzt ist. Dabei sind lange Arbeitskleidung und festes Schuhwerk sowie Schutzhandschuhe zu tragen.

Mischbarkeit/Technik

Mischbarkeit

Eine Mischung von Floramite 240 SC mit Blattdüngern oder anderen Pflanzenschutzmitteln wird nicht empfohlen, da nicht alle in Betracht kommenden Kombinationen getestet werden können. Die Verwendung von Netzmitteln kann bei schlecht benetzbaren Pflanzen bzw. dichten Pflanzenbeständen sinnvoll sein. In jedem Fall sollten derartige Mischungen unter den gegebenen Bedingungen im Betrieb, zur Abklärung der Verträglichkeit, an einigen wenigen Pflanzen getestet werden, bevor größere Bestände behandelt werden.

Ansetzen der Spritzbrühe

Vor der Anwendung alle Düsen, Schläuche und Filter überprüfen und sicherstellen, dass die Spritzvorrichtung sauber und korrekt justiert ist, um eine gleichmäßige Aufbringung mit dem korrekten Volumen zu ermöglichen. Den Spritztank halb mit klarem Wasser auffüllen. Rührvorgang starten. Das Gebinde schütteln und die erforderliche Menge an Floramite® 240 SC direkt in den Tank füllen. Restwasser hinzufügen und gründlich vor und während der Behandlung mischen. Falls Tankmischungen verwendet werden, im Abschnitt Anwendungsempfehlungen kontrollieren, ob eine Reihenfolge beim Mischen einzuhalten ist. Das Gebinde mit einer integrierten Druckwaschanlage oder manuell dreifach spülen und das Waschwasser in den Spritztank füllen. Die verdünnte Spritzbrühe nicht für längere Zeiträume, wie Mittagspause oder über Nacht, im Tank stehen lassen.

Reinigung

Um Schäden an anderen Kulturen zu vermeiden, müssen die Geräte nach Gebrauch gründlich gereinigt werden. Direkt nach Gebrauch den Tank vollständig entleeren und mit klarem Wasser abspritzen. Den Tank ausspülen und die Schläuche und Spritzen durchspülen. Den Tank halb mit klarem Wasser füllen und die empfohlene Menge an Reinigungsmitteln hinzufügen. Durchrühren und die Schläuche und Spritzen mit der Reinigungsflüssigkeit spülen. Den Tank nachfüllen, bis er komplett gefüllt ist und für 15 Minuten unter Rühren stehen lassen. Die Schläuche und Spritzen nochmals spülen und komplett entleeren. Entfernen Sie Düsen und Filter und säubern Sie diese getrennt in einer Lösung aus Reinigungsflüssigkeit in 10 l Wasser. Den Tank nochmals mit klarem Wasser spülen, dabei mindestens 10 % des Tankvolumens benutzen und die Spülflüssigkeit sicher entsorgen.

Resistenzmanagement

Empfehlungen zum Resistenzmanagement
Floramite 240 SC gehört zu einer neuen Wirkstoffgruppe (Carbazate) und bildet damit einen wichtigen Baustein im Hinblick auf das Resistenzmanagement. Die Bestände müssen regelmäßig auf Befall kontrolliert werden und die Behandlung mit Floramite 240 SC sollte unmittelbar ab Befallsbeginn erfolgen.
Die in den Anwendungsempfehlungen aufgeführten Aufwandmengen sind einzuhalten. Ein regelmäßiger Wechsel der Wirkstoffgruppen sichert die langfristige Wirksamkeit des Produktes. Folgende Empfehlungen zum Wechsel der Wirkstoffgruppen können gegeben werden:
Zierpflanzen:
- Floramite 240 SC mit max. 2 Behandlungsblöcken pro Jahr anwenden.
- Wirkstoffgruppen-Wechsel nach 1 Floramite 240 SC Behandlungsblock Aubergine, Erdbeeren, Gemüsepaprika, Gurke, Tomate, Zucchini:
- Floramite 240 SC mit max. 1 Behandlungsblock pro Jahr oder pro Anbausaison anwenden.
- Wirkstoffgruppen-Wechsel nach 1 Floramite 240 SC Behandlungsblock
Hinweis: 1 Behandlungsblock besteht aus 1 Spritzung oder aus 2 Spritzungen im Abstand von 7 Tagen.

Umweltverhalten

Nutzorganismen

(NB6641) Das Mittel wird bis zu der höchsten durch die Zulassung festgelegten Aufwandmenge oder Anwendungskonzentration, falls eine Aufwandmenge nicht vorgesehen ist, als nicht bienengefährlich eingestuft (B4). (NN333) Das Mittel wird als schädigend für Populationen der Art Phytoseiulus persimilis (Raubmilbe) eingestuft.
(NN334) Das Mittel wird als schädigend für Populationen der Art Typhlodromus pyri (Raubmilbe) eingestuft.
(NN1513) Das Mittel wird als nichtschädigend für Populationen der Art Orius laevigatus (räuberische Blumenwanze) eingestuft.
(NN165) Das Mittel wird als nichtschädigend für Populationen der Art Poecilus cupreus (Laufkäfer) eingestuft.
(NN170) Das Mittel wird als nichtschädigend für Populationen der Art Chrysoperla carnea (Florfliege) eingestuft.
(NN1842) Das Mittel wird als nichtschädigend für Populationen der Art Aphidius rhopalosiphi (Brackwespe) eingestuft.

Wasserorganismen

(NW264) Das Mittel ist giftig für Fische und Fischnährtiere.

Anwenderschutz


Hinweise für den sicheren Umgang

(SB001) Jeden unnötigen Kontakt mit dem Mittel vermeiden. Missbrauch kann zu Gesundheitsschäden führen.
(SB005) Ist ärztlicher Rat erforderlich, Verpackung oder Etikett des Produktes bereithalten.
(SB010) Für Kinder unzugänglich aufbewahren.
(SB111) Für die Anforderungen an die persönliche Schutzausrüstung beim Umgang mit dem Pflanzenschutzmittel sind die Angaben im Sicherheitsdatenblatt und in der Gebrauchsanweisung des Pflanzenschutzmittels sowie die BVL-Richtlinie "Persönliche Schutzausrüstung beim Umgang mit Pflanzenschutzmitteln" des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (www.bvl.bund.de) zu beachten.
(SB166) Beim Umgang mit dem Produkt nicht essen, trinken oder rauchen.
(SB199) Wenn das Produkt mittels an den Traktor angebauten, gezogenen oder selbstfahrenden Anwendungsgeräten ausgebracht wird, dann sind nur Fahrzeuge, die mit geschlossenen Überdruckkabinen (z. B. Kabinenkategorie 3, wenn keine Atemschutzgeräte oder partikelfiltrierenden Masken benötigt werden oder Kabinenkategorie 4, wenn gasdichter Atemschutz erforderlich ist (gemäß EN 15695-1 und -2)) ausgestattet sind, geeignet, um die persönliche Schutzausrüstung bei der Ausbringung zu ersetzen. Während aller anderen Tätigkeiten außerhalb der Kabine ist die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung zu tragen. Um die Kontamination des Kabineninnenraumes zu vermeiden, ist es nicht erlaubt, die Kabine mit kontaminierter persönlicher Schutzausrüstung zu betreten (diese sollte in einer entsprechenden Vorrichtung aufbewahrt werden). Kontaminierte Handschuhe sollten vor dem Ausziehen abgewaschen werden, beziehungsweise sollten die Hände vor Wiederbetreten der Kabine mit klarem Wasser gereinigt werden.
(SF1891) Das Wiederbetreten der behandelten Flächen/Kulturen ist am Tage der Applikation nur mit der persönlichen Schutzausrüstung möglich, die für das Ausbringen des Mittels vorgegeben ist. Nachfolgearbeiten auf/in behandelten Flächen/Kulturen dürfen grundsätzlich erst 24 Stunden nach der Ausbringung des Mittels durchgeführt werden. Innerhalb 48 Stunden sind dabei der Schutzanzug gegen Pflanzenschutzmittel und Universal-Schutzhandschuhe (Pflanzenschutz) zu tragen.
(SS110-1) Beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel sind Schutzhandschuhe (Pflanzenschutz) zu tragen.
(SS206) Arbeitskleidung (wenn keine spezifische Schutzkleidung erforderlich ist) und festes Schuhwerk (z.B. Gummistiefel) tragen bei der Ausbringung/Handhabung von Pflanzenschutzmitteln.
(SS2101) Schutzanzug gegen Pflanzenschutzmittel und festes Schuhwerk (z.B. Gummistiefel) tragen beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel.
(SS2202) Schutzanzug gegen Pflanzenschutzmittel und festes Schuhwerk (z.B. Gummistiefel) tragen bei der Ausbringung/Handhabung des anwendungsfertigen Mittels.
(SS530) Gesichtsschutz tragen beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel.
(SS520) Kopfhaube mit Gesichtsschutz tragen bei der Ausbringung/Handhabung des anwendungsfertigen Mittels.
(SS610) Gummischürze tragen beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel.
(SS1201-1) Bei der Ausbringung/Handhabung des Mittels sind Schutzhandschuhe (Pflanzenschutz) zu tragen.
SP1: Mittel und/oder dessen Behälter nicht in Gewässer gelangen lassen. (Ausbringungsgeräte nicht in unmittelbarer Nähe von Oberflächengewässern reinigen / indirekte Einträge über Hof- und Straßenabläufe verhindern).
Leere Verpackungen nicht weiterverwenden.
SP 05: Vor dem Wiederbetreten ist das Gewächshaus gründlich zu lüften.

Anwendungsbestimmung

Von der Zulassungsbehörde festgesetzte Anwendungsbestimmungen

(NW468) Anwendungsflüssigkeiten und deren Reste, Mittel und dessen Reste, entleerte Behältnisse oder Packungen sowie Reinigungs- und Spülflüssigkeiten nicht in Gewässer gelangen lassen. Dies gilt auch für indirekte Einträge über die Kanalisation, Hof- und Straßenabläufe sowie Regen- und Abwasserkanäle.

Erste Hilfe

Erste-Hilfe Maßnahme

Allgemeine Empfehlung: Bei Unfall oder Unwohlsein sofort Arzt hinzuziehen (wenn möglich, dieses Etikett vorzeigen).
Nach Augenkontakt: Sofort mit viel Wasser ausspülen. Nach erstem Ausspülen, jegliche Kontaktlinsen entfernen und während mindestens 15 Minuten weiter ausspülen. Bei anhaltender Augenreizung einen Facharzt aufsuchen.
Nach Hautkontakt: Sofort mit Seife und viel Wasser abwaschen. Beschmutzte Kleidung und Schuhe ausziehen.
Nach Verschlucken: Bei Exposition oder Unwohlsein GIFTZENTRALE oder Arzt anrufen. KEIN Erbrechen herbeiführen.
Nach Einatmen: An die frische Luft bringen. Bei Unwohlsein GIFTINFORMATIONSZENTRUM oder Arzt anrufen. Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. Vor Verwendung stets Etikett und Produktinformation lesen.

Hinweise für den Arzt:

Sofortmaßnahmen: Elementarhilfe, Dekontamination, symptomatische Behandlung.

Lagerung/Entsorgung/Hinweise

Lagerung

Behälter dicht geschlossen halten und an einem kühlen, gut gelüfteten Ort aufbewahren. Nicht zusammen mit Oxidationsmitteln lagern.

Entsorgung

Leere Verpackungen nicht weiterverwenden. Leere und sorgfältig gespülte Verpackungen mit der Marke PAMIRA sind an den autorisierten Sammelstellen des Entsorgungssystems PAMIRA mit separiertem Verschluss abzugeben. Informationen zu Zeitpunkt und Ort der Sammlungen erhalten Sie von Ihrem Händler, aus der regionalen Presse oder im Internet unter www.pamira.de. Produktreste nicht in den Hausmüll geben, sondern in Originalverpackungen bei der Sondermüllentsorgung Ihres Wohnortes anliefern. Weitere Auskünfte erhalten Sie bei Ihrer Stadt- oder Kreisverwaltung.

Einstufung und Kennzeichnung gemäß CLP

Piktogramm:

GHS08 , GHS09 , GHS07

Signalwort:

Gefahr

Gefahrenhinweise:

H317 - Kann allergische Hautreaktionen verursachen.
H373 - Kann die Organe schädigen bei längerer oder wiederholter Exposition.
H411 - Giftig für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung.

Sicherheitshinweise:

P101 - Ist ärztlicher Rat erforderlich, Verpackung oder Kennzeichnungsetikett bereithalten.
P102 - Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen.
P261 - Einatmen von Staub/Rauch/Gas/Nebel/Dampf/Aerosol vermeiden.
P273 - Freisetzung in die Umwelt vermeiden.
P280 - Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen.
P333+P313 - Bei Hautreizung oder -ausschlag: Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.
P362+P364 - Kontaminierte Kleidung ausziehen und vor erneutem Tragen waschen.
P391 - Verschüttete Mengen aufnehmen.
P501 - Inhalt/Behälter einer anerkannten Abfallentsorgungsanlage zuführen.

Ergänzende Kennzeichnungselemente:

EUH 401 - Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt die Gebrauchsanleitung einhalten.
EUH 208-0098 - Enthält 1,2-Benzisothiazol-3(2H)-on. Kann allergische Reaktionen hervorrufen.
EUH 208-0136 - Enthält Bifenazate. Kann allergische Reaktionen hervorrufen.

Haftung

Haftung

Unsere Produkte werden mit äußerster Sorgfalt hergestellt und vor Verlassen des Werkes kontrolliert. Da die Anwendungsbedingungen nicht unserem Einfluss unterliegen, haften wir nur für gleich bleibende Qualität des Produktes. Das Lagerungs- und Anwendungsrisiko tragen wir nicht.

Registrierte Marke

Pamira®= eingetragene Marke des IVA Frankfurt am Main
FLORAMITE® 240 SC=reg. WZ der MacDermid Agricultural Solutions Holdings B.V.
Zulassungsinhaber: Arysta LifeScience Great Britain Ltd 3-5 Melville GB EH3 7PE EdinburghTelefon +44 (0) 1924 888151

Vertriebspartner: UPL Deutschland GmbH Kölnstr. 107-109D 50321 BrühlTelefon +49 (0) 2232 701 25 0 Telefax +49 (0) 2232 701 25 -89