EVOLUTION® + RADIAMIX®

140 g/l Clethodim (14,7% w/w) ,
70 g/l Quizalofop-P-ethyl (7,4% w/w)

EVOLUTION®

Zulassungsnr.: 008660-00

Formulierung:

Emulsionskonzentrat (EC)

Wirkstoff:

140 g/l Clethodim (14,7% w/w) ,
70 g/l Quizalofop-P-ethyl (7,4% w/w)

Piktogramm:

GHS07 , GHS08 , GHS09

Signalwort:

Gefahr

UFI-Code:

T2JX-KN8P-NH2V-MNAE

RADIAMIX®

Zusatzstoff Nr.: 00A791-00

Formulierung:

Emulsionskonzentrat (EC)

Wirkstoff:

842 g/l verestertes Rapsoel

Piktogramm:

entfällt

Signalwort:

entfällt

UFI-Code:

- - -

Bienen:

nicht bienengefährlich (B4)
ArtikelnummerPackungsgrößen
62016552 x 5 + 2 x 5 l Umkarton (Nur im Kombi-Pack erhältlich)

Systemisches, selektives Herbizid zur Behandlung von Winterraps und Zuckerrüben gegen ein- und mehrjährige einkeimblättrige Unkräuter

Nur für den beruflichen Anwender.
Zur Vermeidung von Nachteilen ist die genaue Beachtung der Gebrauchsanleitung wichtig.

UFI CODE:

T2JX-KN8P-NH2V-MNAE

Wirkungsweise

EVOLUTION® enthält die Wirkstoffe Clethodim (Wirkungsgruppe: HARC 1) welcher zu der Untergruppe der Cyclohexadione gehört, sowie den Wirkstoff Quizalofop-ethyl (Wirkungsgruppe: HARC 1), welcher zu der Gruppe der Aryloxphenoxypropionate gehört. Clethodim wird von Ungräsern über die Blätter aufgenommen und verursacht in dem Zielorganismen eine Wuchsdeprisionen und Gelbverfärbung. Über die Blätter wird der Wirkstoff in die Wurzel verlagert, so dass, eine nachhaltige Queckenbekämpfung möglich ist. Quizalofop-ethyl wird ebenfalls über die Blätter aufgenommen und über den Spross in die restliche Pflanze verteilt. In mehrjährigen Unkräutern wird der Wirkstoff in die Wurzel verlagert, wodurch ein Wiederaustrieb beschränkt wird.


Wirkungsmechanismus-Gruppe (HRAC/WSSA-Kode) Clethodim: 1 , Quizalofop-P-ethyl: 1

Wirkungsspektrum

VON DER ZULASSUNGSBEHÖRDE FESTGESETZTE ANWENDUNGSGEBIETE UND ANWENDUNGSBESTIMMUNGEN

Pflanzen/ObjekteSchadorganismen/Zweckbestimmung
Winterraps (BRSNW)Ausfallgetreide (NNNGA), Einjährige einkeimblättrige Unkräuter (3ANMNT), Einjährige einkeimblättrige Unkräuter (3ANMNT) schwer bekämpfbare Unkräuter, Gemeine Quecke (AGRRE)
Zuckerrübe (BEAVA)Ausfallgetreide (NNNGA), Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Acker-Fuchsschwanz (ALOMY), Gemeine Quecke (AGRRE)

Wirkungsspektrum
sehr gut bis gut bekämpfbar

Ackerfuchsschwanz, Flughafer, Hirsen, Windhalm, Ausfallgetreide, italienisches Raygras und Trespe, Quecke, Weidelgräser, Jährige Rispe

Anwendung

Hinweise zur sachgerechten Anwendung

Wartezeit (F) *: Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z. B. Ernte) verbleibt bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich. Dieser Hinweis gilt nur für die Indikationen, die mit "Wartezeit (F)*: siehe Hinweise" gekennzeichnet sind.

Optimaler Anwendungszeitpunkt: Zur Behandlung von einjährigen Unkräutern ist der optimale Anwendungszeitpunkt im 3 Blattstadium. Bei der Quecke ist der optimale Behandlungszeitpunkt bei einer Wuchshöhe von 15-25 cm.

Hinweis: In vereinzelten Fällen kann es in Problemgebieten bei Ackerfuchsschwanz (Alopecurus myosuroides) aufgrund eines schlagspezifischen Vorkommens von schwer bekämpfbaren (resistenten) Biotypen zu einer Wirkungsminderung kommen. Um eine weitere Ausbreitung dieser Biotypen zu vermeiden, wird empfohlen, auf Herbizide mit anderen Wirkstoffgruppen und Wirkmechanismen auszuweichen.

Verträglichkeit

EVOLUTION® hat sich in allen Sorten der empfohlenen Kulturen als gut verträglich erwiesen. Es gilt allerdings zu beachten das in Abhängigkeit von Anbauverfahren und den spezifischen Umweltbedingungen während und nach der Applikation Schäden an den Kulturpflanzen nicht ausgeschlossen werden können. Die Pflanzenverträglichkeit sollte also unter den jeweiligen betrieblichen Gegebenheiten geprüft werden. Wir raten von der Behandlung kurz vor dem Vegetationsende und kurz vor dem Vegetationsbeginn ab da diese zu Schäden an der Kulturpflanze führen kann.

Anwendung

ACKERBAU

Anwendungsnummer: 008660-00/00-001
Pflanzenerzeugnisse:Zuckerrübe (BEAVA)
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Ausfallgetreide (NNNGA)
Anwendungsbereich: Freiland
Stadium der Kultur: BBCH 10 bis 39
von Keimblattstadium: Keimblätter waagerecht entfaltet bis Bestandesschluss: über 90 % der Pflanzen benachbarter Reihen berühren sich
Anwendungszeitpunkt: Frühjahr, nach dem Auflaufen
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 1
Anwendungstechnik: spritzen
Aufwandmenge: 0,5 l/ha
Wasseraufwandmenge: in 200 - 400 l/ha
Hinweis: vorgeschriebene Mischung mit RADIAMIX (00A791- 00, Genehmigungs-/Zulassungsende: 15. Oktober 2031, Aufwand: 1 l/ha)
Wartezeit: 120 Tage

Anwendungsnummer: 008660-00/00-002
Pflanzenerzeugnisse:Zuckerrübe (BEAVA)
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Einjährige einkeimblättrige Unkräuter
Anwendungsbereich: Freiland
Stadium der Kultur: BBCH 10 bis 39
von Keimblattstadium: Keimblätter waagerecht entfaltet bis Bestandesschluss: über 90 % der Pflanzen benachbarter Reihen berühren sich
Anwendungszeitpunkt: Frühjahr, nach dem Auflaufen
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 1
Anwendungstechnik: spritzen
Aufwandmenge: 0,5 l/ha
Wasseraufwandmenge: in 200 - 400 l/ha
Hinweis: vorgeschriebene Mischung mit RADIAMIX (00A791- 00, Genehmigungs-/Zulassungsende: 15. Oktober 2031, Aufwand: 1 l/ha)
Wartezeit: 120 Tage

Anwendungsnummer: 008660-00/00-003
Pflanzenerzeugnisse:Zuckerrübe (BEAVA)
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Acker-Fuchsschwanz (ALOMY)
Anwendungsbereich: Freiland
Stadium der Kultur: BBCH 10 bis 39
von Keimblattstadium: Keimblätter waagerecht entfaltet bis Bestandesschluss: über 90 % der Pflanzen benachbarter Reihen berühren sich
Anwendungszeitpunkt: Frühjahr, nach dem Auflaufen
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 1
Anwendungstechnik: spritzen
Aufwandmenge: 1 l/ha
Wasseraufwandmenge: in 200 - 400 l/ha
Hinweis: vorgeschriebene Mischung mit RADIAMIX (00A791- 00, Genehmigungs-/Zulassungsende: 15. Oktober 2031, Aufwand: 1 l/ha)
Wartezeit: 120 Tage

Anwendungsnummer: 008660-00/00-004
Pflanzenerzeugnisse:Zuckerrübe (BEAVA)
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Gemeine Quecke (AGRRE)
Anwendungsbereich: Freiland
Stadium der Kultur: BBCH 10 bis 39
von Keimblattstadium: Keimblätter waagerecht entfaltet bis Bestandesschluss: über 90 % der Pflanzen benachbarter Reihen berühren sich
Anwendungszeitpunkt: Frühjahr, nach dem Auflaufen
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 1
Anwendungstechnik: spritzen
Aufwandmenge: 1 l/ha
Wasseraufwandmenge: in 200 - 400 l/ha
Hinweis: vorgeschriebene Mischung mit RADIAMIX (00A791- 00, Genehmigungs-/Zulassungsende: 15. Oktober 2031, Aufwand: 1 l/ha)
Wartezeit: 120 Tage

Anwendungsnummer: 008660-00/00-005
Pflanzenerzeugnisse:Winterraps (BRSNW)
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Ausfallgetreide (NNNGA)
Anwendungsbereich: Freiland
Stadium der Kultur: BBCH 12 bis 32
von 2. Laubblatt entfaltet bis 2. sichtbar gestrecktes Internodium
Anwendungszeitpunkt: Herbst oder Frühjahr, nach dem Auflaufen
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 1
Anwendungstechnik: spritzen
Aufwandmenge: 0,5 l/ha
Wasseraufwandmenge: in 200 - 400 l/ha
Hinweis: vorgeschriebene Mischung mit RADIAMIX (00A791- 00, Genehmigungs-/Zulassungsende: 15. Oktober 2031, Aufwand: 1 l/ha)
Wartezeit: Wartezeit (F) *: siehe Hinweise

Anwendungsnummer: 008660-00/00-006
Pflanzenerzeugnisse:Winterraps (BRSNW)
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Einjährige einkeimblättrige Unkräuter (3ANMNT)
Anwendungsbereich: Freiland
Stadium der Kultur: BBCH 12 bis 32
von 2. Laubblatt entfaltet bis 2. sichtbar gestrecktes Internodium
Anwendungszeitpunkt: Herbst oder Frühjahr, nach dem Auflaufen
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 1
Anwendungstechnik: spritzen
Aufwandmenge: 0,5 l/ha
Wasseraufwandmenge: in 200 - 400 l/ha
Hinweis: vorgeschriebene Mischung mit RADIAMIX (00A791- 00, Genehmigungs-/Zulassungsende: 15. Oktober 2031, Aufwand: 1 l/ha)
Wartezeit: Wartezeit (F) *: siehe Hinweise

Anwendungsnummer: 008660-00/00-007
Pflanzenerzeugnisse:Winterraps (BRSNW)
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Einjährige einkeimblättrige Unkräuter (3ANMNT) schwer bekämpfbare Unkräuter
Anwendungsbereich: Freiland
Stadium der Kultur: BBCH 12 bis 32
von 2. Laubblatt entfaltet bis 2. sichtbar gestrecktes Internodium
Anwendungszeitpunkt: Herbst oder Frühjahr, nach dem Auflaufen
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 1
Anwendungstechnik: spritzen
Aufwandmenge: 1 l/ha
Wasseraufwandmenge: in 200 - 400 l/ha
Hinweis: vorgeschriebene Mischung mit RADIAMIX (00A791- 00, Genehmigungs-/Zulassungsende: 15. Oktober 2031, Aufwand: 1 l/ha)
Wartezeit: Wartezeit (F) *: siehe Hinweise

Anwendungsnummer: 008660-00/00-008
Pflanzenerzeugnisse:Winterraps (BRSNW)
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Gemeine Quecke (AGRRE)
Anwendungsbereich: Freiland
Stadium der Kultur: BBCH 20 bis 32
von keine Seitensprosse bis 2. sichtbar gestrecktes Internodium
Anwendungszeitpunkt: Frühjahr, nach dem Auflaufen
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 1
Anwendungstechnik: spritzen
Aufwandmenge: 1 l/ha
Wasseraufwandmenge: in 200 - 400 l/ha
Hinweis: vorgeschriebene Mischung mit RADIAMIX (00A791- 00, Genehmigungs-/Zulassungsende: 15. Oktober 2031, Aufwand: 1 l/ha)
Wartezeit: Wartezeit (F) *: siehe Hinweise

Mischbarkeit/Technik

Mischbarkeit

Eine Haftung für Tankmischungen insbesondere auch Mehrfachmischungen kann nicht übernommen werden. Die Gebrauchsanleitung des Mischpartners ist genau zu beachten.

Ansetzen der Spritzbrühe

Um eine exakte und sichere Applikation zu gewährleisen sollten das Spritzgerät regelmäßig gewartet und entsprechend den gesetzlich festgelegten Zeitraum bei einer amtlichen oder amtlich anerkannten Kontrollstelle geprüft werden. Des Weiteren müssen bei der Applikation nur vom Hersteller empfohlene Düsen verwendet werden und die im JKI-Verzeichnis aufgeführten Vorgaben zu Verlustmindernden Geräten beachtet werden. Wir raten dazu ihre Spritze regelmäßig auszulitern, um zu kontrollieren, so dass der gewünschte Düsenausstoß gewährleistet ist. Berechnen Sie genau die benötigte Menge Spritzbrühe, so dass kein Überschuss entsteht. Insbesondere bei größeren Spritzbehältern bietet sich die Verwendung eines Durchflussmengenmessgerätes bei der Tankbefüllung an. Beim Ansetzen der Spritzbrühe muss geeignete Schutzausrüstung getragen werden, um die Sicherheit des Anwenders zu wahren.
Beim Ansetzen der Spritzbrühe sollte mit einer Wasseraufwandmenge von 200-400 l/ha gerechnet werden.
EVOLUTION® löst sich innerhalb weniger Minuten in Wasser auf. Die benötigte Produktmenge bei laufendem Rührwerk langsam in den ¼ bis ½ gefüllten Spritzentank geben. Nach Auffüllen der restlichen Wassermenge das Additiv RADIAMIX® hinzugeben. Während des ansetzen der Spritzbrühe sollte Schaumbildung z.B. durch das Ansaugen von Luft durch die Injektor schleuse vermeiden werden, da dies eine Gefahr für den Anwender darstellt. Während des Spritzens und auf dem Weg zu der Applikationsfläche sollte das Rührwerk laufen, um eine gute Durchmischung der Spritzbrühe zu gewährleisten. Wenn nach der geplanten Applikation Spritzbrühe übrigbleibt, sollte diese im Verhältnis 1:10 mit Wasser verdünnt werden und dann auf der behandelten Fläche ausgebracht werden.

EVOLUTION® sollte idealerweise bei einer Luftfeuchtigkeit größer als 65% und in einem Temperaturbereich von 15° C bis 25° C angewandt werden, um eine optimale Wirksamkeit zu erzielen. Nur trockene Bestände behandeln, um ein Abfließen der Spritzbrühe zu vermeiden. Nach der Anwendung sollte mindestens 1 Stunde kein Regen fallen, damit der Spritzbelag antrocknen und der Wirkstoff aufgenommen werden kann. Keine Behandlungen bei zu niedrigen Temperaturen oder Wasserstress (Trockenheit oder Staunässe) durchführen. Der ideale Anwendungstermin ist dann erreicht, wenn hinreichend viel Blattfläche durch die Behandlung zu erreichen ist und sich die Unkräuter in einer Phase starken Wachstums befinden. Bei mehrjährigen Ungräsern ist dieser Zeitpunkt bei einer Höhe von 15-20 cm des Ungrases erreicht.

Reinigung

Vor dem Anrühren der Spritzbrühe muss das Spritzgeräte frei von Resten von vorher verwendeten Produkten sein und entsprechend der Gebrauchsanleitung der Verwendeten Pflanzenschutzmitteln fachgerecht gereinigt werden. Für die Mischung sollte die Feldspritze vollständig entleert sein. Vor der nächsten Pflanzenschutzmaßnahem sollte der Tank mit 10% des Gesamtvolumens mit Wasser gefüllt werden. Daraufhin sollte ein geeignetes Reinigungsmittel beigemischt werden und das Rührwerk 10 min laufen. Es sollte darauf geachtet werden, dass das Gestänge und die Schläuche der Spritze ordentlich gespült werden. Nach dem Durchspülen kann die Flüssigkeit auf der zuvor behandelten Fläche ausgebracht werden. Die Düsen und Filter der Feldspritze sollten ausgebaut und gereinigt werden. Am Ende sollte das Gerät wieder vollkommen zusammengebaut werden und nochmal mit 10% des Gesamtvolumens mit Wasser befüllt werden für eine Nachspülung.

Nachbau

Im Ramen der normalen Fruchtfolge kann jede Kultur nachgebaut werden. Wird vorzeitig umgebrochen, können zweikeimblättrige Kulturen nachgebaut werden. Getreide und Mais können 4 Wochen nach der Anwendung nach vorheriger Bodenbearbeitung gesät werden.

Resistenzmanagement

Um der Bildung und Ausbreitung von Resistenten Unkräutern und Ungräsern entgegenzuwirken, muss bei der Anwendung von EVOLUTION® auf ein effektives Resistenzmanagement geachtet werden. Um dies zu gewährleisten, sollte EVOLUTION® nur mit den zugelassenen Aufwandmengen ausgebracht werden und nur in Kombination mit RADIAMIX®. Besonders wichtig für die Gewährleistung eines effektiven Resistenzmanagements ist der regelmäßige Wirkstoffwechsel, so dass verschiedene HARC Wirkstoffklassen in der Spritzfolge integriert werden. Für ein effektives Resistenzmanagement ist auf die Witterungsbedingungen zu achten, so dass die vorgesehene Wirkung zuverlässig eintreten kann. So sollte EVOLUTION® nur eingesetzt werden, wenn nach der Applikation kein Niederschlag zu erwarten ist, es ist jedoch darauf zu achten, dass während der Applikation genügend Luftfeuchtigkeit vorhanden ist. Darüber hinaus sollte eine Behandlung nicht bei Kälte und Wachstumsstillstand geschehen. Wenn der Bestand durch äußere Bedingungen wie eine mangelnde Düngung, Staunässe, Frost, Trockenheit geschädigt ist, sollte dieser nicht mit EVOLUTION® behandelt werden. Wenn diese Hinweise außeracht gelassen werden, kann es zu Schädigung des Bestandes und einer unzureichenden Wirkung gegen die Unkräuter und Ungräser kommen.


Umweltverhalten

Nutzorganismen

(NB6641) Das Mittel wird bis zu der höchsten durch die Zulassung festgelegten Aufwandmenge oder Anwendungskonzentration, falls eine Aufwandmenge nicht vorgesehen ist, als nicht bienengefährlich eingestuft (B4). (NN2001) Das Mittel wird als schwach schädigend für Populationen relevanter Nutzinsekten eingestuft.

Wasserorganismen

(NW262) Das Mittel ist giftig für Algen. (NW265) Das Mittel ist giftig für höhere Wasserpflanzen. (NW264) Das Mittel ist giftig für Fische und Fischnährtiere.

Gewässerschutz

SP1 - Mittel und/oder dessen Behälter nicht in Gewässer gelangen lassen. (Ausbringungsgeräte nicht in unmittelbarer Nähe von Oberflächengewässern reinigen./Indirekte Einträge über Hof- und Straßenabläufe verhindern.)

Anwenderschutz


Hinweise für den sicheren Umgang

(SB001) Jeden unnötigen Kontakt mit dem Mittel vermeiden. Missbrauch kann zu Gesundheitsschäden führen.
(SB005) Ist ärztlicher Rat erforderlich, Verpackung oder Etikett des Produktes bereithalten.
(SB010) Für Kinder unzugänglich aufbewahren.
(SB111) Für die Anforderungen an die persönliche Schutzausrüstung beim Umgang mit dem Pflanzenschutzmittel sind die Angaben im Sicherheitsdatenblatt und in der Gebrauchsanweisung des Pflanzenschutzmittels sowie die BVL-Richtlinie "Persönliche Schutzausrüstung beim Umgang mit Pflanzenschutzmitteln" des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (www.bvl.bund.de) zu beachten.
(SB121) Die in den Gebrauchsanleitungen der Mischungspartner genannten Kennzeichnungsauflagen und Anwendungsbestimmungen zum Anwenderschutz sind zu berücksichtigen.
(SB166) Beim Umgang mit dem Produkt nicht essen, trinken oder rauchen.
(SF245-02) Es ist sicherzustellen, dass behandelte Flächen/Kulturen erst nach dem Abtrocknen des Pflanzenschutzmittelbelages wieder betreten werden.
(SS206) Arbeitskleidung (wenn keine spezifische Schutzkleidung erforderlich ist) und festes Schuhwerk (z.B. Gummistiefel) tragen bei der Ausbringung/Handhabung von Pflanzenschutzmitteln.
(SF275-VEAC) Es ist sicherzustellen, dass bei Nachfolgearbeiten/Inspektionen mit direktem Kontakt zu den behandelten Pflanzen/Flächen nach der Anwendung in Ackerbaukulturen bis unmittelbar vor der Ernte lange Arbeitskleidung und festes Schuhwerk getragen werden.
(SF284) Es ist sicherzustellen, dass beim manuellen Entfernen von Schosserrüben lange Arbeitskleidung und festes Schuhwerk sowie Schutzhandschuhe getragen werden.
(SS110-1) Beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel sind Schutzhandschuhe (Pflanzenschutz) zu tragen.
(SS2101) Schutzanzug gegen Pflanzenschutzmittel und festes Schuhwerk (z.B. Gummistiefel) tragen beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel.
(SS530) Gesichtsschutz tragen beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel.
(SS610) Gummischürze tragen beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel.

Anwendungsbestimmung

Von der Zulassungsbehörde festgesetzte Anwendungsbestimmungen

(NW470) Etwaige Anwendungsflüssigkeiten, Granulate und deren Reste sowie Reinigungs- und Spülflüssigkeiten nicht in Gewässer gelangen lassen. Dies gilt auch für indirekte Einträge über die Kanalisation, Hof- und Straßenabläufe sowie Regen- und Abwasserkanäle.


(VA277) Bei der Anwendung des Mittels muss zu angrenzenden Flächen, die von unbeteiligten Dritten genutzt werden, ein Abstand von mindestens 5 m eingehalten werden. Die Anwendung muss mit einem verlustmindernden Gerät erfolgen, das in das Verzeichnis "Verlustmindernde Geräte" vom 14. Oktober 1993 (Bundesanzeiger Nr. 205, S. 9780) in der jeweils geltenden Fassung, mindestens in die Abdriftminderungsklasse 50% eingetragen ist.


(NW642-1) Die Anwendung des Mittels in oder unmittelbar an oberirdischen Gewässern oder Küstengewässern ist nicht zulässig. Unabhängig davon ist der gemäß Länderrecht verbindlich vorgegebene Mindestabstand zu Oberflächengewässern einzuhalten. Zuwiderhandlungen können mit einem Bußgeld bis zu einer Höhe von 50.000 Euro geahndet werden.


(NT103-1) Die Anwendung des Mittels muss in einer Breite von mindestens 20 m zu angrenzenden Flächen (ausgenommen landwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzte Flächen, Straßen, Wege und Plätze) mit einem verlustmindernden Gerät erfolgen, das in das Verzeichnis "Verlustmindernde Geräte" gemäß der Bekanntmachung vom 10. September 2013 (BAnz AT 23.10.2013 B4) in der jeweils geltenden Fassung, mindestens in die Abdriftminderungsklasse 90 % eingetragen ist. Bei der Anwendung des Mittels ist der Einsatz verlustmindernder Technik nicht erforderlich, wenn die Anwendung mit tragbaren Pflanzenschutzgeräten erfolgt oder angrenzende Flächen (z. B. Feldraine, Hecken, Gehölzinseln) weniger als 3 m breit sind oder die Anwendung des Mittels in einem Gebiet erfolgt, das von der Biologischen Bundesanstalt im "Verzeichnis der regionalisierten Kleinstrukturanteile" vom 7. Februar 2002 (Bundesanzeiger Nr. 70a vom 13. April 2002) in der jeweils
geltenden Fassung, als Agrarlandschaft mit einem ausreichenden Anteil an Kleinstrukturen ausgewiesen worden ist.


Erste Hilfe

Erste-Hilfe Maßnahme


Giftnotruf Berlin, Tel.: 030 30686 700
Allgemein: Bewusstlosen Menschen niemals oral etwas zuführen. Bei Unwohlsein ärztlichen Rat einholen (wenn möglich dieses Etikett vorzeigen). Sofort einen Arzt rufen.
Nach Einatmen: Die Person an die frische Luft bringen und für ungehinderte Atmung sorgen. Die Person an die frische Luft bringen und für ungehinderte Atmung sorgen. Bei Unwohlsein GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen.
Nach Hautkontakt: Mit viel Wasser waschen. Kontaminierte Kleidung vor erneutem Tragen waschen. Bei Hautreizung: Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen. Sonderbehandlung (siehe ergänzende Erste-Hilfe-Anweisungen auf diesem Etikett). Bei Hautreizung oder -ausschlag: Wiederholter Kontakt kann zu spröder oder rissiger Haut führen. Haut mit viel Wasser abwaschen. Kontaminierte Kleidung ausziehen. Bei Hautreizung oder -ausschlag: Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.
Nach Augenkontakt: Sofort mit viel Wasser ausspülen. Bei anhaltenden Schmerzen oder Rötung, ärztliche Hilfe herbeiholen. Augen vorsorglich mit Wasser ausspülen.
Nach Verschlucken: Mund ausspülen. KEIN Erbrechen herbeiführen. Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen. Kein Erbrechen auslösen. Sofort einen Arzt rufen. Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. Vor Verwendung stets Etikett und Produktinformation lesen.

Hinweise für den Arzt:

Symptomatisch behandeln.

Lagerung/Entsorgung/Hinweise

Lagerung

Nur im Originalbehälter an einem kühlen, gut gelüfteten Ort aufbewahren, entfernt von: Behälter dicht verschlossen halten. Unter Verschluss aufbewahren. An einem gut belüfteten Ort aufbewahren. Kühl halten.
Die Haltbarkeit in der intakten Originalverpackung beträgt 2 Jahre ab dem Herstellungsdatum.

Entsorgung

Leere Verpackungen nicht weiterverwenden. Leere und sorgfältig gespülte Verpackungen mit der Marke PAMIRA sind an den autorisierten Sammelstellen des Entsorgungssystems PAMIRA mit separiertem Verschluss abzugeben. Informationen zu Zeitpunkt und Ort der Sammlungen erhalten Sie von Ihrem Händler, aus der regionalen Presse oder im Internet unter www.pamira.de. Produktreste nicht in den Hausmüll geben, sondern in Originalverpackungen bei der Sondermüllentsorgung Ihres Wohnortes anliefern. Weitere Auskünfte erhalten Sie bei Ihrer Stadt- oder Kreisverwaltung.

Einstufung und Kennzeichnung gemäß CLP

EVOLUTION®:

Gefahrenhinweise:

H304 - Kann bei Verschlucken und Eindringen in die Atemwege tödlich sein.
H315 - Verursacht Hautreizungen.
H317 - Kann allergische Hautreaktionen verursachen.
H336 - Kann Schläfrigkeit und Benommenheit verursachen.
H411 - Giftig für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung.

Sicherheitshinweise:

P101 - Ist ärztlicher Rat erforderlich, Verpackung oder Kennzeichnungsetikett bereithalten.
P102 - Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen.
P261 - Einatmen von Staub/Rauch/Gas/Nebel/Dampf/Aerosol vermeiden.
P271 - Nur im Freien oder in gut belüfteten Räumen verwenden.
P280 - Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen.
P301+P331 - BEI VERSCHLUCKEN: KEIN Erbrechen herbeiführen.
P302+P352 - BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT: Mit viel Wasser und Seife waschen.
P308+P310 - BEI Exposition oder falls betroffen: Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM oder Arzt anrufen.
P362+P364 - Kontaminierte Kleidung ausziehen und vor erneutem Tragen waschen.
P391 - Verschüttete Mengen aufnehmen.
P403+P233 - An einem gut belüfteten Ort aufbewahren. Behälter dicht verschlossen halten.
P405 - Unter Verschluss aufbewahren.
P501 - Inhalt/Behälter einer Sammelstelle für gefährliche Abfälle und Sondermüll gemäß lokalen, regionalen, nationalen und/oder internationalen Vorschriften zuführen.

Ergänzende Kennzeichnungselemente:

EUH 401 - Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt die Gebrauchsanleitung einhalten.
EUH 208-0092 - Enthält Clethodim. Kann allergische Reaktionen hervorrufen.

RADIAMIX®:

Gefahrenhinweise:

entfallen

Sicherheitshinweise:

P102 - Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen.
P270 - Bei Gebrauch nicht essen, trinken oder rauchen.
P234 - Nur in Originalverpackung aufbewahren.
P501 - Inhalt/Behälter gemäß lokalen und nationalen Vorschriften der Entsorgung zuführen.

Ergänzende Kennzeichnungselemente:

EUH401 - Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt die Gebrauchsanleitung einhalten.

Haftung

Haftung

Unsere Produkte werden mit äußerster Sorgfalt hergestellt und vor Verlassen des Werkes kontrolliert. Da die Anwendungsbedingungen nicht unserem Einfluss unterliegen, haften wir nur für gleich bleibende Qualität des Produktes. Das Lagerungs- und Anwendungsrisiko tragen wir nicht.

Registrierte Marke

EVOLUTION®=reg. WZ der Arysta Lifescience SAS
RADIAMIX® =reg. WZ der Oleon
Pamira®= eingetragene Marke des IVA Frankfurt am Main
Zulassungsinhaber: Arysta Lifescience S.A.S Route d'Artix, BP 80 FR 64150 Noguères

Vertriebspartner: UPL Deutschland GmbH An der Hasenkaule 10 D 50354 Hürth Telefon +49 (0) 2233 492 18 90 Telefax Beratungsnummer +49 (0) 2233 492 18 0
Stand: 05.10.2026