POLDER® BASIC

Keimhemmungsmittel

Zulassung
006913-00
Sicherheitsdatenblatt

Wirkstoff:

300 g/l Chlorpropham

Formulierung:

Emulsionskonzentrat (EC)

Bienen:

nicht gefährdet (B3)
ArtikelnummerPackungsgrößen
62603734 x 5 l Umkarton

Piktogramm:

GHS08

Signalwort:

Achtung

Polder BASIC ist eine flüssige Spezialformulierung (EC) mit 300 g/ l Chlorpropham und dient zur Keimhemmung von Kartoffeln zu Beginn der Einlagerung im Lager (ausgenommen Pflanzkartoffeln). Der Wirkstoff Chlorpropham hat eine reine Kontaktwirkung und wirkt durch die Unterbindung der Zellteilung der Keime. Polder BASIC wird durch Sprühen oder Zerstäuben aufgetragen.


Zur Vermeidung von Nachteilen ist die genaue Beachtung der Gebrauchsanleitung wichtig.

Wirkungsweise

Polder BASIC ist eine flüssige Spezialformulierung (EC) zur Keimhemmung von Kartoffeln zu Beginn der Einlagerung. Der Wirkstoff Chlorpropham hat eine reine Kontaktwirkung und wirkt durch die Unterbindung der Zellteilung der Keime.


Wirkungsspektrum

VON DER ZULASSUNGSBEHÖRDE FESTGESETZTE ANWENDUNGSGEBIETE UND ANWENDUNGSBESTIMMUNGEN

Pflanzen/ObjekteSchadorganismen/Zweckbestimmung
Kartoffel (Ausgenommen Pflanzgut)Keimhemmung

Anwendung

Hinweise zur Sachgerechten Anwendung

Folgende Faktoren sollten grundsätzlich bei der Anwendung von Chlorpropham beachtet werden: Zu behandelnde Kartoffeln müssen bei der Anwendung trocken und frei von anhaftender Erde sein. Es ist sicherzustellen, dass die Schalenfestigkeit gegeben ist und kranke und beschädigte Knollen aussortiert wurden. Das Resultat der Keimhemmung mit POLDER BASIC ist grundsätzlich abhängig von Sorte, Erntequalität (Verletzungen, Fallhöhen etc.), Lagerraum, Lagertemperatur, der Anwesenheit von aus dem Feld eingeschleppten Krankheitserregern (Bakterien, Pilze) auf der Knolle und anderen Faktoren. Achtung: Das Produkt darf nicht mit Heißnebelgeräten appliziert werden!
Nach Anbruch Packung wieder gut verschließen. Kartoffelpflanzgut und Saatgut aller Art darf nicht dem Nebel oder der Ventilationsluft ausgesetzt werden. Den vernebelten Raum nicht zur Lagerung von Pflanzkartoffeln oder Saatgut benutzen. Lebens- und Futtermittel aller Art dürfen nicht an den Lagerplätzen gelagert werden, die zuvor mit POLDER BASIC behandelten Kartoffeln in Berührung gekommen sind. Heissvernebelung nur mit technisch einwandfreien Applikationsgeräten unter Aufsicht und gemäß Gebrauchsanleitung des Geräteherstellers vornehmen.

Verträglichkeit

Keimhemmungsmittel auf der Basis von Chlorpropham (CIPC), die bei der Einlagerung appliziert werden, können unter ungünstigen Umständen bei einigen Kartoffelsorten Schalenbrand verursachen. Durch die verzögerte Wundheilung besteht gleichzeitig eine höhere Infektionsgefahr für Lagerkrankheiten. Unter ungünstigen Umständen kann dies zu einer Zunahme des Krankheitsbefalls während der Lagerung und damit zu Qualitätsverlusten führen. Folgende Sorten (mittelfrühe und mittelspäte bis sehr späte Reifegruppe) zeigen nach den bisher vorliegenden Erfahrungen - unter Beachtung des oben Gesagten- nach einer Behandlung mit Chlorpropham keinen Anstieg des Befalls mit Pulverschorf oder Schalenbrand auf: Adelina, Adretta, Afra, Agnes, Agria, Albatros, Alegria, Alwara, Amado, Amanda, Andante, Annalena, Antonia, Avano, Baltic Cream, Bavapom, Belmonda, Bettina, Bigrossa, Birgit, Bonanza, Burana, Calla, Caprice, Cardoso, Caruso, Cascada, Concordia, Cumbica, Damaris, Désirée, Donella, Eldena, Estrella, Eurobravo, Euroking, Eurores
a, Eurostarch, Exquisa, Festien, Figaro, Filea, Finnja, Freya, Golf, Granola, Jelly, Jumbo, Kormoran, Krone, Kuba, Lambada, Lilly, Logo, Lolita, Lyoness, Marena, Margit, Mariola, Maxi, Maxilla, Megusta, Melina, Meridian, Miss Bianka, Miss Malina, Möwe, Mungo, Omega, Opal, Ottawa, Panda, Pirol, Pomqueen, Prestige, Priamos, Puccini, Quadriga, Quarta, Rafaela, Ramses, Red Fantasy, Roberta, Romanze, Salute, Sanira, Saphia, Satina, Selma, Sibu, Sommergold, Sonate, Soraya, Stärkeprofi, Svenja, Talent, Target, Tomba, Torenia, Toscana, Transit, Troja, Turdus, Ulme, Verdi, Wendy, Elkana, Kuras, Lady Rosetta, Linda.

Gegenüber Schalenbrand empfindliche Sorten (z. B. dünnschalige Sorten, beschädigte Kartoffeln), oder Partien, die nicht genügend schalenfest, trocken oder gesund sind oder zu Lagerkrankheiten neigen, sollten nicht mit POLDER DUST oder POLDER BASIC bei der Einlagerung, sondern nach dem Abschluss einer Abhärtungs- und Wundheilungsphase mit POLDER HOT FOG im Lager behandelt werden. Bei anderen Sorten, für die noch keine praktischen Erfahrungen in der Einlagerungsbehandlung mit Chlorpropham vorliegen, sollte zunächst eine kleine Versuchsmenge getestet werden.

Anwendung

ACKERBAU

Pflanzenerzeugnisse:Kartoffel (Ausgenommen Pflanzgut)
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Keimhemmung
Anwendungsbereich: Großlager
Stadium der Kultur: Erntegut (Knollen)
Anwendungszeitpunkt: bei Einlagerung
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 1
Anwendungstechnik: spritzen oder nebeln
Aufwandmenge: 60 ml/t
Wasseraufwandmenge: 120 ml/t
Erläuterungen: Anwendungstechnik: auf dem Förderband
Behandlungszeitpunkt: Folgebehandlungen zur Verlängerung der Lagerdauer mit einem anderen chlorprophamhaltigen Mittel (z.B. Polder HOT FOG) frühestens 4 Wochen nach Einlagerung mit einem maximalen Wirkstoffaufwand von insgesamt 36 g/t Erntegut während der gesamten Lagerdauer
Wartezeit: 1 Tag

Mischbarkeit/Technik

Technik

Die Applikation erfolgt mit einem Spezialgerät (ULVGerät), dass am zweckmäßigsten am Anfang des Transportbandes montiert wird. Voraussetzung für eine gute Wirksamkeit ist eine gleichmäßige und möglichst vollständige Benetzung der Kartoffeln durch eine fachgerechte Applikation.

Umweltverhalten

Nutzorganismen

(NB663) Aufgrund der durch die Zulassung festgelegten Anwendungen des Mittels werden Bienen nicht gefährdet (B3). (NN000) Aufgrund der durch die Zulassung festgelegten Anwendungen des Mittels werden Populationen relevanter Nutzorganismen nicht gefährdet.

Wasserorganismen

(NW262) Das Mittel ist giftig für Algen. (NW264) Das Mittel ist giftig für Fische und Fischnährtiere.

Gewässerschutz

Gewässer/Grundwasser Wasserschutzgebietsauflage: keine Beachten Sie bitte die Anwendungsbestimmungen zum Gewässerschutz (siehe gesonderten Abschnitt am Anfang).

Saumstrukturen

Beachten Sie die Anwendungsbestimmungen zum Schutz von Saumstrukturen (siehe gesonderten Abschnitt am Anfang).

Anwenderschutz


Hinweise für den sicheren Umgang

(SB001) Jeden unnötigen Kontakt mit dem Mittel vermeiden. Missbrauch kann zu Gesundheitsschäden führen.
(SB110) Die Richtlinie für die Anforderungen an die persönliche Schutzausrüstung im Pflanzenschutz "Persönliche Schutzausrüstung beim Umgang mit Pflanzenschutzmitteln" des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit ist zu beachten.
(SF153) Nach der Einwirkzeit/vor dem Aufenthalt von Personen in den behandelten Räumen sind diese gründlich zu lüften.
(SF198) Anwender dürfen pro Arbeitstag nicht mit mehr als insgesamt maximal 2,3 kg Chlorpropham umgehen.
(SF624) Beim Umgang mit dem behandelten Erzeugnis sind Universal-Schutzhandschuhe (Pflanzenschutz) und Standardschutzanzug (Pflanzenschutz) zu tragen.
(SS1201) Universal-Schutzhandschuhe (Pflanzenschutz) tragen bei Ausbringung/Handhabung des Mittels.
(SS2203) Schutzanzug gegen Pflanzenschutzmittel tragen bei der Ausbringung/Handhabung des Mittels.
(SS6201) Gummischürze tragen bei der Ausbringung/Handhabung des Mittels.
(VH354) Der Gehalt an Chloranilin im technischen Wirkstoff Chlorpropham darf 250 mg/kg nicht überschreiten.

Anwendungsbestimmung

Von der Zulassungsbehörde festgesetzte Anwendungsbestimmungen

(NW467) Mittel und dessen Reste, entleerte Behältnisse oder Packungen sowie Spülflüssigkeiten nicht in Gewässer gelangen lassen. Dies gilt auch für indirekte Einträge über die Kanalisation, Hof- und Straßenabläufe sowie Regen- und Abwasserkanäle.

Erste Hilfe

Erste-Hilfe Maßnahme

Allgemeine Empfehlung: Bei Unfall oder Unwohlsein sofort Arzt zuziehen (wenn möglich, dieses Etikett vorzeigen).
Nach Augenkontakt: BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen. Bei anhaltender Augenreizung einen Facharzt aufsuchen.
Nach Hautkontakt: Sofort mit viel Wasser abwaschen. Bei bleibenden Symptomen einen Arzt hinzuziehen.
Nach Verschlucken: KEIN Erbrechen herbeiführen. Niemals einer bewusstlosen Person Wasser geben. Sofort Giftinformationszentrum oder Arzt hinzuziehen.
Nach Einatmen: An die frische Luft bringen. Bei Unwohlsein GIFTINFORMATIONSZENTRUM oder Arzt anrufen.Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. Vor Verwendung stets Etikett und Produktinformation lesen.Symptomatische Behandlung

Lagerung/Entsorgung/Hinweise

Lagerung

Getrennt von Lebens- und Futtermitteln, unzugänglich für Kinder und nur in der verschlossenen Originalpackung aufbewahren. LGK gemäß TRGS 510: 10. Behälter gut verschlossen halten und an einem trockenen und gut belüfteten Ort lagern.

Entsorgung

Leere Verpackungen nicht weiterverwenden. Leere und sorgfältig gespülte Verpackungen mit der Marke PAMIRA sind an den autorisierten Sammelstellen des Entsorgungssystems PAMIRA mit separiertem Verschluss abzugeben. Informationen zu Zeitpunkt und Ort der Sammlungen erhalten Sie von Ihrem Händler, aus der regionalen Presse oder im Internet unter www.pamira.de. Produktreste nicht in den Hausmüll geben, sondern in Originalverpackungen bei der Sondermüllentsorgung Ihres Wohnortes anliefern. Weitere Auskünfte erhalten Sie bei Ihrer Stadt- oder Kreisverwaltung.

Einstufung und Kennzeichnung gemäß CLP

Piktogramm:

GHS08

Signalwort:

Achtung

Gefahrenhinweise:

H351 - Kann vermutlich Krebs erzeugen _Expositionsweg angeben, sofern schlüssig belegt ist, dass diese Gefahr bei keinem anderen Expositionsweg besteht_.
H373 - Kann die Organe schädigen _alle betroffenen Organe nennen, sofern bekannt_ bei längerer oder wiederholter Exposition _Expositionsweg angeben, wenn schlüssig belegt ist, dass diese Gefahr bei keinem anderen Expositionsweg besteht_.
H413 - Kann für Wasserorganismen schädlich sein, mit langfristiger Wirkung.

Sicherheitshinweise:

P201 - Vor Gebrauch besondere Anweisungen einholen.
P273 - Freisetzung in die Umwelt vermeiden.
P308+P313 - BEI Exposition oder falls betroffen: Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.
P314 - Bei Unwohlsein ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.
P501 - Inhalt/Behälter einer ordnungsgemäßen Entsorgung zuführen.

Ergänzende Kennzeichnungselemente:

EUH 401 - Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt die Gebrauchsanleitung einhalten.

Haftung

Zulassungsinhaber: UPL Europe Ltd. The Centre, 1st Floor, Birchwood Park Warrington, UK, WA3 6YNTelefon +44 (0)1925 819999 Telefax +44 (0)1925 817425

Vertriebspartner: UPL Deutschland GmbH Kölnstr. 107D 50321 BrühlTelefon +49 (0) 2232 569341-0 Telefax +49 (0) 2232 569341-9