Caliban® Top

Herbizid

Zulassung
006305-00

Wirkstoff:

132,7 g/kg Propoxycarbazone (14,0 Gew.-%) ,
60 g/kg Amidosulfuron (6,0 Gew.-%) ,
7,74 g/kg Iodosulfuron (0,8 Gew.-%)

weitere Bestandsteile:

66,7 g/kg Mefenpyr (Safener) (6,7 Gew.-%)

Formulierung:

Wasserdispergierbares Granulat (WG)

Bienen:

nicht bienengefährlich (B4)
ArtikelnummerPackungsgrößen
151059288 x 1 kg Umkarton

Piktogramm:

GHS05 , GHS09

Signalwort:

Gefahr

Caliban Top ist ein hochaktives Sulfonylharnstoff-Herbizid, dessen Wirkstoffe vor allem über die Wurzeln, aber auch über die Blätter der Unkräuter aufgenommen und anschließend sehr schnell in der Pflanze verteilt werden. Dadurch wird sowohl eine schnelle Anfangswirkung als auch eine exzellente Dauerwirkung gegen Ungräser und Unkräuter erreicht. Schon kurze Zeit nach der Wirkstoffaufnahme stellen die Unkräuter das Wachstum ein und es beginnt ein Absterbeprozess, der sich über 4 - 6 Wochen erstrecken kann. Die Nährstoffkonkurrenz der empfindlichen Unkräuter zur Kulturpflanze endet bereits kurz nach der Anwendung. Einige unempfindliche Unkrautarten bleiben verzwergt.


Zur Vermeidung von Nachteilen ist die genaue Beachtung der Gebrauchsanleitung wichtig.
Sicherheitsdatenblatt

Wirkungsweise


Wirkungsmechanismus (HRAC-Gruppe) Propoxycarbazone: B , Amidosulfuron: B , Iodosulfuron: B

Wirkungsspektrum

VON DER ZULASSUNGSBEHÖRDE FESTGESETZTE ANWENDUNGSGEBIETE UND ANWENDUNGSBESTIMMUNGEN

Pflanzen/ObjekteSchadorganismen/Zweckbestimmung
Winterroggen, Winterweichweizen, WintertriticaleAcker-Fuchsschwanz, Gemeiner Windhalm, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter

Wirkungsspektrum

Für eine optimale Wirkung ist eine ausreichende Bodenfeuchte erforderlich, um auch die Wirkstoffaufnahme über die Wurzel zu ermöglichen. Unter trockenen Bedingungen kann der Zusatz von Additiven die Blattaufnahme verbessern und die Wirkung stabilisieren. Zur besseren Ausnutzung der Blattaktivität sollte zwei Stunden nach der Applikation kein Regen fallen. Die Wirkung von Caliban® Top kann auf Böden mit hohem Humusgehalt bzw. Auflage von organischer Masse (z.B. nach Bewirtschaftung mit Minimal-Bodenbearbeitung) und auf schweren sorptionsstarken Böden herabgesetzt sein. Das Produkt sollte nicht auf Marschböden eingesetzt werden. Gut bekämpfbar: Ackerfuchsschwanz, Windhalm, Flughafer, Ackerhellerkraut, Ackerhohlzahn, Ackersenf, Ausfallraps, Hohlzahn, Hederich, Hirtentäschelkraut, Kamillearten, Klettenlabkraut, Kleine Brennnessel, Saatwucherblume, Vogelsternmiere, Raukearten, Windenknöterich Weniger gut bekämpfbar: Ackervergissmeinnicht, Feldehrenpreis, Gänsedistelarten, Gemeiner Erdrauch, Kornblume, Mohnarten, Taubnesselarten, Gemeine Quecke, Trespenarten Nicht ausreichend bekämpfbar: Ackerfrauenmantel, Efeublättriger Ehrenpreis, Stiefmütterchenarten, Wilde Möhre, Wurzelunkräuter, andere Schadgräser

Anwendung

Anwendung

ACKERBAU

Pflanzenerzeugnisse:Winterroggen, Winterweichweizen, Wintertriticale
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Acker-Fuchsschwanz, Gemeiner Windhalm, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter
Anwendungsbereich: Freiland
Stadium der Kultur: Von 3-Blatt-Stadium: 3. Laubblatt entfaltet bis Ende der Bestockung: Maximale Anzahl der Bestockungstriebe erreicht
Anwendungszeitpunkt: Nach dem Auflaufen, Frühjahr
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 1
Anwendungstechnik: spritzen
Aufwandmenge: 0,3 kg/ha
Wasseraufwandmenge: 200 bis 400 l/ha
Wartezeit: Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z. B. Ernte) verbleibt bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich.
WP710 Schäden an nachgebauten zweikeimblättrigen Zwischenfrüchten und Winterraps möglich.
WP734 Schäden an der Kulturpflanze möglich.

Mischbarkeit/Technik

Mischbarkeit

Caliban® Top ist mit den meisten handelsüblichen Pflanzenschutzmitteln mischbar, wie zum Beispiel: Herbizide: Artus®, Fox®, Platform® S, Sulfonylharnstoffe
Fungizide: Matador®
Insektizide: Pyrethroide
Wachstumsregler: CCC 720
Bei Mischungen mit anderen Pflanzenschutzmitteln zuerst Caliban® Top ins Spritzfass geben und auflösen lassen.
Flüssigdünger: AHL (nur Markenware!)
Tankmischungen mit reiner AHL (pur, Markenware) sind möglich. Caliban® Top muss vor dem Einfüllen in das Spritzfass zuerst in etwas Wasser (1 Teil Caliban® Top + mind. 2,5 Teile Wasser) vollständig gelöst und dann bei laufendem Rührwerk der AHL zugegeben werden. Caliban® Top ist mit maximal 200 l/ha reiner AHL (unverschnittene Markenware) mischbar. Bei Ausbringung von verdünnter AHL muss das Mischungsverhältnis AHL zu Wasser mindestens 1:3 betragen. Für von uns nicht empfohlene/freigegebene Tankmischungen sowie für Mehrfachmischungen haften wir nicht.

Ansetzen der Spritzbrühe

Caliban® Top löst sich innerhalb weniger Minuten in Wasser auf. Die benötigte Menge Caliban® Top bei laufendem Rührwerk ohne Verwendung eines Siebeinsatzes in den bis zur Hälfte mit Wasser gefüllten Spritzentank geben und anschließend restliche Wassermenge hinzufügen. Bei Befüllung über Injektorschleuse auf volle Leistung stellen und Produkt einrieseln lassen. Keine Feinstfilter mit Maschenweiten über 50 mesh (nicht feiner als 50 Maschen) verwenden. Während des Spritzens Rührwerk laufen lassen! Nie mehr Spritzbrühe ansetzen als notwendig.

Technik

Ausbringungstechnik:
Caliban® Top nur mit exakt arbeitenden Spritzgeräten ausbringen. Geeignet sind Flachstrahldüsen bei einem Druck von 2,0 - 3,0 bar und bei einer Fahrgeschwindigkeit von ca. 6 - 8 km/h. Die Benutzung von modernen Anti-Drift-Düsen (ID Düsen) im Rahmen der guten landwirtschaftlichen Praxis ist zu bevorzugen.
Auf eine ausreichende Benetzung der Pflanzen ist zu achten. Die Wirkung von Caliban® Top kann auf Böden mit hohem Humusgehalt bzw. Auflage von organischer Masse (z. B. nach Bewirtschaftung mit Minimal-Bodenbearbeitung) und auf schweren sorptionsstarken Böden herabgesetzt sein. Eine ausreichende Bodenfeuchtigkeit unterstützt die Wirkung über den Boden.
Abdrift: Breitblättrige Kulturpflanzen (z. B. Raps, Zuckerrüben, Leguminosen, Gemüse) reagieren sehr empfindlich auf Caliban® Top. Abdrift von Spritzbrühe auf diese Kulturen oder auf Flächen, die für den Anbau dieser Kulturen vorgesehen sind, unbedingt vermeiden. Getreide mit Untersaaten (Gräser oder Leguminosen) darf nicht mit Caliban® Top behandelt werden. Vor nachfolgendem Einsatz der Spritzgeräte in empfindlichen Kulturen sind die Hinweise zur Spritzenreinigung zu beachten.
Schüttdichte:
60 g Caliban® Top entsprechen ca. 100 ml Volumen, 0,3 kg/ha lassen sich also mit ca. 0,5 l abmessen (genau: 475 ml)

Reinigung

Spritzgerät und -leitungen nach Gebrauch gründlich mit Wasser reinigen. Dazu ca. 20 % des Tankinhaltes mit Wasser auffüllen und dabei Innenflächen des Tanks mit dem Wasserstrahl abspritzen. Rührwerk für ca. 2 Minuten einschalten. Anschließend Reinigungsflüssigkeit bei laufendem Rührwerk durch die Düsen auf der zuvor behandelten Fläche verspritzen. Die regelmäßige Reinigung der Pflanzenschutzspritze von außen, insbesondere des Brühebehälters, Pumpenaggregates und Gestänges, sollte Bestandteil des normalen betrieblichen Ablaufes sein und möglichst direkt auf dem Feld erfolgen. Hierzu werden von den Geräteherstellern entsprechende Nachrüstsätze mit Wasservorratsbehältern und Reinigungsbürsten angeboten. Grundsätzlich die Spritze sofort nach der Spritzarbeit reinigen, um Antrocknungen zu vermeiden. Bei der Innenreinigung auch auf alle Armaturen und Schläuche achten und beim anschließenden Leerspritzen auch das Spritzgestänge vollständig auf dem Feld entleeren.

Nachbau

Nach der Ernte des behandelten Getreides können nach bisherigen Erfahrungen alle übrigen Ackerbaukulturen nachgebaut werden. Folgt nach Anwendung von Caliban® Top im Getreide eine extreme Trockenheit, sind Schäden an nachgebauten kruziferen Zwischenfrüchten und an Winterraps möglich. Diese können in Form von Auflaufverzögerungen bzw. Wuchshemmungen in Erscheinung treten. Vor dem Anbau von Winterraps und zweikeimblättrigen Zwischenfrüchten muss eine tiefe, wendende Bodenbearbeitung durchgeführt werden. Sollte ein vorzeitiger Umbruch notwendig sein, können Sommerweizen und Kartoffeln nachgebaut werden.

Bei Erntemaßnahmen im Mai und Juni, z.B. bei Ganzpflanzensilage, ist nur der Nachbau von Sommergetreide möglich (Weizen, Roggen, Triticale).

Verträglichkeit

Nach bisherigen Erfahrungen ist Caliban® Top in allen Winterweichweizen-, Winterroggen- und Wintertriticale-Sorten verträglich. Gelegentlich nach der Behandlung an der Kultur auftretende Symptome in Form von Aufhellungen bzw. leichten Wachstumsverzögerungen sind möglich. Diese haben nach bisherigen Erfahrungen keinen negativen Einfluss auf den Ertrag. Zur besseren Ausnutzung der Blattaktivität sollte zwei Stunden nach der Applikation kein Regen fallen. Caliban® Top sollte nicht angewendet werden in durch Frost, Staunässe oder Trockenheit geschädigten, mangelhaft ernährten oder aufgrund anderer Ursachen geschwächten Beständen. Die empfohlenen Aufwandmengen dürfen keinesfalls überschritten werden. Bei Nichtbeachtung dieser Vorsichtsmaßnahmen können Schäden am Getreide auftreten.

Resistenzmanagement

Im Falle der Ausbildung von schwer bekämpfbaren Biotypen kann es bei Unkräutern in Einzelfällen zu einer verminderten Wirksamkeit von Caliban® Top kommen. Die Wirkstoffe von Caliban® Top zählen zu den ALS-Hemmern. Wenn Herbizide mit dieser Wirkungsweise über Jahre hinweg auf derselben Fläche eingesetzt werden, ist eine Selektion von resistenten Unkraut-Biotypen grundsätzlich möglich. Überdies kann in Einzelfällen nicht ausgeschlossen werden, dass sich bei Ackerfuchsschwanz und Gemeinem Windhalm eine Resistenz durch langjährige Vorbehandlung mit anderen Wirkstoffgruppen regional auf einzelnen Schlägen ausbildet. In derartigen Fällen kann eine Minderwirkung von Caliban® Top nicht ausgeschlossen werden. Grundsätzlich sollte einer Resistenzbildung durch geeignete ackerbauliche Maßnahmen und einem gezielten Wirkstoffwechsel begegnet werden. Vermeidung von Getreide-Monokultur und ein regelmäßiger Wechsel von Herbiziden mit unterschiedlichen Wirkungsmechanismen (z. B. Herbaflex®, Einschaltung von Glyfos®-Behandlungen vor der neuen Einsaat von Folgekulturen) ist zu empfehlen.

Umweltverhalten

Nutzorganismen

NB6641 Das Mittel wird bis zu der höchsten durch die Zulassung festgelegten Aufwandmenge oder Anwendungskonzentration, falls eine Aufwandmenge nicht vorgesehen ist, als nicht bienengefährlich eingestuft (B4). NN165 Das Mittel wird als nichtschädigend für Populationen der Art Poecilus cupreus (Laufkäfer) eingestuft.
NN1842 Das Mittel wird als nichtschädigend für Populationen der Art Aphidius rhopalosiphi (Brackwespe) eingestuft.

Wasserorganismen

NW262 Das Mittel ist giftig für Algen. NW265 Das Mittel ist giftig für höhere Wasserpflanzen. NW263 Das Mittel ist giftig für Fischnährtiere.

Gewässerschutz

Beachten Sie bitte die Anwendungsbestimmungen zum Gewässerschutz (siehe gesonderten Abschnitt "Von der Zulassungsbehörde festgesetzte Anwendungsbestimmungen")

Saumstrukturen

Beachten Sie bitte die Anwendungsbestimmungen zum Schutz von Saumstrukturen (siehe gesonderten Abschnitt "Von der Zulassungsbehörde festgelegte Anwendungsbestimmungen").

Anwenderschutz


Hinweise für den sicheren Umgang

EUH 401 Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt die Gebrauchsanleitung einhalten.
SB001 Jeden unnötigen Kontakt mit dem Mittel vermeiden. Missbrauch kann zu Gesundheitsschäden führen.
SB110 Die Richtlinie für die Anforderungen an die persönliche Schutzausrüstung im Pflanzenschutz "Persönliche Schutzausrüstung beim Umgang mit Pflanzenschutzmitteln" des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit ist zu beachten.
SF245-01 Behandelte Flächen/Kulturen erst nach dem Abtrocknen des Spritzbelages wieder betreten.

Anwendungsbestimmung

Von der Zulassungsbehörde festgesetzte Anwendungsbestimmungen

(NW468) Anwendungsflüssigkeiten und deren Reste, Mittel und dessen Reste, entleerte Behältnisse oder Packungen sowie Reinigungs- und Spülflüssigkeiten nicht in Gewässer gelangen lassen. Dies gilt auch für indirekte Einträge über die Kanalisation, Hof- und Straßenabläufe sowie Regen- und Abwasserkanäle.


(NT101) Die Anwendung des Mittels muss in einer Breite von mindestens 20 m zu angrenzenden Flächen (ausgenommen landwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzte Flächen, Straßen, Wege und Plätze) mit einem verlustmindernden Gerät erfolgen, das in das Verzeichnis "Verlustmindernde Geräte" vom 14. Oktober 1993 (Bundesanzeiger Nr. 205, S. 9780) in der jeweils geltenden Fassung, mindestens in die Abdriftminderungsklasse 50 % eingetragen ist. Bei der Anwendung des Mittels ist der Einsatz verlustmindernder Technik nicht erforderlich, wenn die Anwendung mit tragbaren Pflanzenschutzgeräten erfolgt oder angrenzende Flächen (z. B. Feldraine, Hecken, Gehölzinseln) weniger als 3 m breit sind oder die Anwendung des Mittels in einem Gebiet erfolgt, das von der Biologischen Bundesanstalt im "Verzeichnis der regionalisierten Kleinstrukturanteile" vom 7. Februar 2002 (Bundesanzeiger Nr. 70a vom 13. April 2002) in der jeweils geltenden Fassung, als Agrarlandschaft mit einem ausreichenden Anteil an Kleinstrukturen ausgewiesen worden ist.


(NW609) Die Anwendung des Mittels auf Flächen in Nachbarschaft von Oberflächengewässern - ausgenommen nur gelegentlich wasserführende, aber einschließlich periodisch wasserführender Oberflächengewässer - muss mindestens mit unten genanntem Abstand erfolgen. Dieser Abstand muss nicht eingehalten werden, wenn die Anwendung mit einem Gerät erfolgt, das in das Verzeichnis "Verlustmindernde Geräte" vom 14. Oktober 1993 (Bundesanzeiger Nr. 205, S. 9780) in der jeweils geltenden Fassung eingetragen ist. Unabhängig davon ist, neben dem gemäß Länderrecht verbindlich vorgegebenen Mindestabstand zu Oberflächengewässern, § 6 Absatz 2 Satz 2 PflSchG zu beachten. Zuwiderhandlungen können mit einem Bußgeld bis zu 50.000 Euro geahndet werden.
5 m

Erste Hilfe

Erste Hilfe Maßnahmen

Allgemeine Hinweise:
Betroffenen aus dem Gefahrenbereich bringen und hinlegen. Mit Produkt verunreinigte Kleidungsstücke unverzüglich entfernen. Lagerung und Transport in stabiler Seitenlage.
Nach Einatmen:
Den Betroffenen an die frische Luft bringen und ruhig lagern. Sofort Arzt hinzuziehen.
Nach Hautkontakt:
Verunreinigte Kleidung sofort ausziehen. Sofort mit Wasser und Seife abwaschen und gut nachspülen. Sofort Arzt hinzuziehen.
Nach Augenkontakt:
Augen bei geöffnetem Lidspalt mehrere Minuten unter fließendem Wasser spülen. Sofort Arzt hinzuziehen.
Nach Verschlucken:
Kein Erbrechen herbeiführen, sofort Arzt hinzuziehen und Sicherheitsdatenblatt oder Etikett vorzeigen. Mund ausspülen und reichlich Wasser trinken.
Hinweise für den Arzt:
Symptomatische Behandlung (Dekontamination, Vitalfunktionen), kein spezifisches Antidot bekannt.

Lagerung/Entsorgung/Hinweise

Lagerung

Anforderung an Lagerräume und Behälter:
Nur im Originalgebinde aufbewahren. Gebinde fest verschlossen an einem trockenen, kühlen und gut belüfteten Ort lagern.
Zusammenlagerungshinweise:
Getrennt von Nahrungs-, Genuss- und Futtermitteln lagern. Getrennt von Oxidationsmitteln aufbewahren.
Weitere Angaben zu den Lagerbedingungen:
Vor Hitze und direkter Sonnenbestrahlung schützen. Für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Entsorgung

Leere Verpackungen nicht weiterverwenden. Leere und sorgfältig gespülte Verpackungen mit der Marke PAMIRA sind an den autorisierten Sammelstellen des Entsorgungssystems PAMIRA abzugeben. Informationen zu Zeitpunkt und Ort der Sammlungen erhalten Sie von Ihrem Händler, aus der regionalen Presse oder im Internet unter www.pamira.de. Produktreste nicht in den Hausmüll geben, sondern in Originalverpackungen bei der Sondermüllentsorgung Ihres Wohnortes anliefern. Weitere Auskünfte erhalten Sie bei Ihrer Stadt- oder Kreisverwaltung.

® die Produktnamen sind registrierte Warenzeichen der Hersteller

Einstufung und Kennzeichnung gemäß CLP

Piktogramm:

GHS05 , GHS09

Signalwort:

Gefahr

Gefahrenhinweise:

(H318) Verursacht schwere Augenschäden.
(H410) Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.

Sicherheitshinweise:

(P280) Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen.
(P305+P351+P338) BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen.
(P310) Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen.
(P391) Verschüttete Mengen aufnehmen.
(P501) Inhalt/Behälter einer ordnungsgemäßen Entsorgung zuführen.

Ergänzende Kennzeichnungselemente:

(EUH 401) Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt die Gebrauchsanleitung einhalten.
Verpackung darf nicht wieder verwendet werden.
Sicherheitsdatenblatt auf Anfrage erhältlich.
Anwendung nur durch berufliche Anwender zulässig.

Haftung

Zulassungsinhaber: Cheminova Deutschland GmbH & Co. KG Stader Elbstraße 28D 21683 Stade
Beratungsnummer

Vertriebspartner: Cheminova Deutschland GmbH & Co. KG Stader Elbstraße 28D 21683 StadeTelefon (04141) 9204-0