Caliban® Duo

Herbizid

Zulassung
006304-00

Wirkstoff:

159,2 g/kg Propoxycarbazone (16,8 Gew.-%) ,
9,3 g/kg Iodosulfuron (1,0 Gew.-%)

weitere Bestandsteile:

80 g/kg Mefenpyr (Safener) (8,0 Gew.-%)

Formulierung:

Wasserdispergierbares Granulat (WG)

Bienen:

nicht bienengefährlich (B4)
ArtikelnummerPackungsgrößen
151059278 x 1 kg Umkarton

Piktogramm:

GHS09

Signalwort:

Achtung

Caliban® Duo ist ein hochaktives Sulfonylharnstoff-Herbizid, dessen Wirkstoffe über die Blätter und die Wurzeln der Unkräuter aufgenommen und anschließend sehr schnell in der Pflanze verteilt werden. Dadurch wird sowohl eine schnelle Anfangswirkung als auch eine exzellente Dauerwirkung gegen Ungräser und Unkräuter erreicht. Schon kurze Zeit nach der Wirkstoffaufnahme stellen die Unkräuter das Wachstum ein und es beginnt ein Absterbeprozess, der sich über 4 - 6 Wochen erstrecken kann.


Zur Vermeidung von Nachteilen ist die genaue Beachtung der Gebrauchsanleitung wichtig.
Sicherheitsdatenblatt

Wirkungsweise


Wirkungsmechanismus (HRAC-Gruppe) Propoxycarbazone: B , Iodosulfuron: B

Wirkungsspektrum

VON DER ZULASSUNGSBEHÖRDE FESTGESETZTE ANWENDUNGSGEBIETE UND ANWENDUNGSBESTIMMUNGEN

Pflanzen/ObjekteSchadorganismen/Zweckbestimmung
Winterroggen, Winterweichweizen, WintertriticaleGemeiner Windhalm, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter (ausg. Kletten-Labkraut)
Winterweichweizen, Wintertriticale Acker-Fuchsschwanz, Gemeine Quecke und Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter (ausg. Kletten-Labkraut)

Wirkungsspektrum

Der beste Bekämpfungserfolg gegen Ungräser wird erzielt, wenn sich die Leitungräser zum Zeitpunkt der Behandlung im 1-Blattstadium bis Mitte der Bestockung befinden (BBCH 11-25 der Ungräser). Durch dieses breite Behandlungsfenster kann ein flexibler Einsatz erfolgen, der an die jeweiligen Witterungsbedingungen optimal angepasst ist. Idealerweise kann die Ausbringung auch zusammen mit AHL erfolgen (max. 200 l/ha AHL). Gut bekämpfbar: Windhalm, Ackerfuchsschwanz, Trespenarten, Quecke, Ackerfrauenmantel, Ackersenf, Ausfallraps, Erdrauch, Hederich, Hellerkraut, Hirtentäschelkraut, Kamillearten, Raukearten, Vogelmiere Weniger gut bekämpfbar: Ackerhohlzahn, Klettenlabkraut, Kornblume, Taubnessel, Vergissmeinnicht Nicht ausreichend bekämpfbar: Ackerstiefmütterchen, Ehrenpreisarten, Mohn, Wurzelunkräuter sowie andere Schadgräser

Anwendung

Hinweise zur Sachgerechten Anwendung

Die Nährstoffkonkurrenz der empfindlichen Unkräuter zur Kulturpflanze endet bereits kurz nach der Anwendung. Einige unempfindliche Unkrautarten bleiben verzwergt. Propoxycarbazone bekämpft keimende und bereits aufgelaufene einjährige Ungräser (Ackerfuchsschwanz, Gemeiner Windhalm). Bei der zugelassenen Anwendung kann außerdem eine Wirkung gegen Taube Trespe und Gemeine Quecke erwartet werden. Der beste Bekämpfungserfolg wird erzielt, wenn die Leitungräser zum Zeitpunkt der Behandlung bereits mehrere Blätter ausgebildet haben, aber noch nicht voll bestockt sind (BBCH 13-25). Iodosulfuron verfügt neben der Leistung gegen Windhalm, Weidelgras und Einjährige Rispe über eine hervorragende Breitenwirkung gegen breitblättrige Unkräuter. Der Safener Mefenpyr-Diethyl bewirkt, dass die Wirkstoffe in den selektiven Getreidearten schnell abgebaut werden, der Abbau in den Unkräutern erfolgt dagegen wesentlich langsamer. Für eine optimale Wirkung ist eine ausreichende Bodenfeuchte erforderlich, um auch die Wirkstoffaufnahm
e über die Wurzel zu ermöglichen. Unter trockenen Bedingungen kann der Zusatz von Additiven (wie z.B. Rapsölmethylester) die Blattaufnahme verbessern und die Wirkung stabilisieren. Die Anwendung zusammen mit AHL (Markenprodukt) ist ebenfalls problemlos möglich. Bei früher Anwendung können in der Keimung befindliche Unkräuter beim Auflauf erfasst werden. Auch bei noch kühlen Temperaturen im zeitigen Frühjahr - sofern ein Wachstum der Pflanzen vorhanden ist - kann Caliban® Duo ohne Einschränkung angewendet werden.

Anwendung

ACKERBAU

Pflanzenerzeugnisse:Winterroggen, Winterweichweizen, Wintertriticale
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Gemeiner Windhalm, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter (ausg. Kletten-Labkraut)
Anwendungsbereich: Freiland
Stadium der Kultur: Von 3-Blatt-Stadium: 3. Laubblatt entfaltet bis Ende der Bestockung: Maximale Anzahl der Bestockungstriebe erreicht
Anwendungszeitpunkt: Nach dem Auflaufen, Frühjahr
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 1
Anwendungstechnik: spritzen
Aufwandmenge: 0,25 kg/ha
Wasseraufwandmenge: 200 bis 400 l/ha
Wartezeit: Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z. B. Ernte) verbleibt bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich.
WP710 Schäden an nachgebauten zweikeimblättrigen Zwischenfrüchten und Winterraps möglich.
WP734 Schäden an der Kulturpflanze möglich.
Pflanzenerzeugnisse:Winterweichweizen, Wintertriticale
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Acker-Fuchsschwanz, Gemeine Quecke und Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter (ausg. Kletten-Labkraut)
Anwendungsbereich: Freiland
Stadium der Kultur: Von 3-Blatt-Stadium: 3. Laubblatt entfaltet bis Ende der Bestockung: Maximale Anzahl der Bestockungstriebe erreicht
Anwendungszeitpunkt: Nach dem Auflaufen, Frühjahr
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 1
Anwendungstechnik: spritzen
Aufwandmenge: 0,333 kg/ha
Wasseraufwandmenge: 200 bis 400 l/ha
Wartezeit: Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z. B. Ernte) verbleibt bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich.
Sonstige Hinweise: Bei der zugelassenen Anwendung werden vorhandene Trespen nach eigenen Erfahrungen miterfasst
WP710 Schäden an nachgebauten zweikeimblättrigen Zwischenfrüchten und Winterraps möglich.
WP734 Schäden an der Kulturpflanze möglich.

Mischbarkeit/Technik

Mischbarkeit

Caliban® Duo ist mit den meisten handelsüblichen Pflanzenschutzmitteln mischbar, wie zum Beispiel:
Herbizide: Artus®, Fox®, Platform®S, Primus®, Hoestar® Super, Sulfonylharnstoffe
Fungizide: Matador®
Insektizide: Pyrethroide wie z. B. Nexide®
Wachstumsregler: CCC 720
Flüssigdünger: AHL (nur Markenware!)
Bei Mischungen mit anderen Pflanzenschutzmitteln zuerst Caliban® Duo ins Spritzfass geben und auflösen lassen.
Tankmischungen mit reiner AHL (pur, Markenware, max. 200 l/ha) sind möglich. Caliban® Duo muss vor dem Einfüllen in das Spritzfass zuerst in etwas Wasser (1 Teil Caliban® Duo + mind. 2,5 Teile Wasser) sorgfältig gelöst und dann bei laufendem Rührwerk der AHL zugegeben werden. Bei Ausbringung von verdünnter AHL muss das Mischungsverhältnis AHL zu Wasser mindestens 1:3 betragen.
Für von uns nicht empfohlene/freigegebene Tankmischungen sowie für Mehrfachmischungen haften wir nicht.

Ansetzen der Spritzbrühe

Caliban® Duo löst sich innerhalb weniger Minuten im Wasser auf. Die benötigte Menge Caliban® Duo bei laufendem Rührwerk ohne Verwendung eines Siebeinsatzes in den bis zur Hälfte mit Wasser gefüllten Spritzentank geben und anschließend restliche Wassermenge hinzufügen. Bei Befüllung über Injektorschleuse auf volle Leistung stellen und Produkt einrieseln lassen. Keine Feinstfilter mit Maschenweiten über 50 mesh (nicht feiner als 50 Maschen) verwenden. Während des Spritzens Rührwerk laufen lassen! Nie mehr Spritzbrühe ansetzen als notwendig.

Technik

Ausbringungstechnik:
Caliban® Duo nur mit exakt arbeitenden Spritzgeräten ausbringen. Geeignet sind Flachstrahldüsen bei einem Druck von 2,0 -3,0 bar und bei einer Fahrgeschwindigkeit von ca. 6 - 8 km/h. Die Benutzung von modernen Anti-Drift-Düsen (ID Düsen) im Rahmen der guten landwirtschaftlichen Praxis ist zu bevorzugen.
Auf eine ausreichende Benetzung der Pflanzen ist zu achten. Ggf. zur besseren Ausnutzung der blattaktiven Leistung ein Netzmittel verwenden. Die Wirkung von Caliban® Duo kann auf Böden mit hohem Humusgehalt bzw. Auflage von organischer Masse (z. B. nach Bewirtschaftung mit Minimal-Bodenbearbeitung) und auf schweren sorptionsstarken Böden herabgesetzt sein. Eine ausreichende Bodenfeuchtigkeit unterstützt die Wirkung über den Boden.
Abdrift: Breitblättrige Kulturpflanzen (z. B. Raps, Zuckerrüben, Leguminosen, Gemüse) reagieren sehr empfindlich auf Caliban® Duo. Abdrift von Spritzbrühe auf diese Kulturen oder auf Flächen, die für den Anbau dieser Kulturen vorgesehen sind, unbedingt vermeiden. Getreide mit Untersaaten (Gräser oder Leguminosen) darf nicht mit Caliban® Duo behandelt werden. Vor nachfolgendem Einsatz der Spritzgeräte in empfindlichen Kulturen sind die Hinweise zur Spritzenreinigung zu beachten.
Schüttdichte:
600 g Caliban® Duo entsprechen etwa 1 l Volumen

Reinigung

Spritzgerät und -leitungen nach Gebrauch gründlich mit Wasser reinigen. Dazu ca. 20 % des Tankinhaltes mit Wasser auffüllen und dabei Innenflächen des Tanks mit dem Wasserstrahl abspritzen. Rührwerk für ca. 2 Minuten einschalten. Anschließend Reinigungsflüssigkeit bei laufendem Rührwerk durch die Düsen auf der zuvor behandelten Fläche verspritzen. Die regelmäßige Reinigung der Pflanzenschutzspritze von außen, insbesondere des Brühebehälters, Pumpenaggregates und Gestänges, sollte Bestandteil des normalen betrieblichen Ablaufes sein und möglichst direkt auf dem Feld erfolgen. Hierzu werden von den Geräteherstellern entsprechende Nachrüstsätze mit Wasservorratsbehältern und Reinigungsbürsten angeboten.

Nachbau

Nach der Ernte des behandelten Getreides können nach bisherigen Erfahrungen alle übrigen Ackerbaukulturen nachgebaut werden. Folgt nach Anwendung von Caliban® Duo im Getreide eine extreme Trockenheit, sind Schäden an nachgebauten kruziferen Zwischenfrüchten und an Winterraps möglich. Diese können in Form von Auflaufverzögerungen bzw. Wuchshemmungen in Erscheinung treten. Sollte ein vorzeitiger Umbruch notwendig sein, können Sommerweizen und Kartoffeln nachgebaut werden. Schäden an nachgebauten zweikeimblättrigen Zwischenfrüchten und Winterraps möglich (WP710). Vor dem Nachbau von Winterraps und zweikeimblättrigen Zwischenfrüchten muss eine tiefe, wendende Bodenbearbeitung durchgeführt werden.

Bei Erntemaßnahmen im Mai und Juni, z.B. bei Ganzpflanzensilage, ist nur der Nachbau von Sommergetreide möglich (Weizen, Roggen, Triticale).

Verträglichkeit

Nach bisherigen Erfahrungen ist Caliban® Duo in allen Winterweizen-, Winterroggen- und Wintertriticale-Sorten verträglich. Gelegentlich nach der Behandlung an der Kultur auftretende Symptome in Form von Aufhellungen bzw. leichten Wachstumsverzögerungen sind möglich. Diese haben nach bisherigen Erfahrungen keinen negativen Einfluss auf den Ertrag.
Zur besseren Ausnutzung der Blattaktivität sollte zwei Stunden nach der Applikation kein Regen fallen. Caliban® Duo sollte nicht angewendet werden in durch Frost, Staunässe oder Trockenheit geschädigten, mangelhaft ernährten oder aufgrund anderer Ursachen geschwächten Beständen. Die empfohlenen Aufwandmengen dürfen keinesfalls überschritten werden.
Bei Nichtbeachtung dieser Vorsichtsmaßnahmen können Schäden am Getreide auftreten.

Resistenzmanagement

Im Falle der Ausbildung von schwer bekämpfbaren Biotypen kann es bei Unkräutern in Einzelfällen zu einer verminderten Wirksamkeit von Caliban® Duo kommen. Die Wirkstoffe von Caliban® Duo zählen zu den ALS-Hemmern. Wenn Herbizide mit dieser Wirkungsweise über Jahre hinweg auf derselben Fläche eingesetzt werden, ist eine Selektion von resistenten Unkraut-Biotypen grundsätzlich möglich. Überdies kann in Einzelfällen nicht ausgeschlossen werden, dass sich bei Ackerfuchsschwanz und Gemeinem Windhalm eine Resistenz durch langjährige Vorbehandlung mit anderen Wirkstoffgruppen regional auf einzelnen Schlägen ausbildet. In derartigen Fällen kann eine Minderwirkung von Caliban® Duo nicht ausgeschlossen werden. Grundsätzlich sollte einer Resistenzbildung durch geeignete ackerbauliche Maßnahmen und einem gezielten Wirkstoffwechsel begegnet werden. Vermeidung von Getreide-Monokultur und ein regelmäßiger Wechsel von Herbiziden mit unterschiedlichen Wirkungsmechanismen (z. B. Herbaflex® , Einschaltung von Glyfos® -Behandlungen vor der neuen Einsaat von Folgekulturen) ist zu empfehlen.

Umweltverhalten

Nutzorganismen

NB6641 Das Mittel wird bis zu der höchsten durch die Zulassung festgelegten Aufwandmenge oder Anwendungskonzentration, falls eine Aufwandmenge nicht vorgesehen ist, als nicht bienengefährlich eingestuft (B4). NN165 Das Mittel wird als nichtschädigend für Populationen der Art Poecilus cupreus (Laufkäfer) eingestuft.
NN1842 Das Mittel wird als nichtschädigend für Populationen der Art Aphidius rhopalosiphi (Brackwespe) eingestuft.

Wasserorganismen

NW262 Das Mittel ist giftig für Algen. NW265 Das Mittel ist giftig für höhere Wasserpflanzen.

Gewässerschutz

Beachten Sie bitte die Anwendungsbestimmungen zum Gewässerschutz (siehe gesonderten Abschnitt "Von der Zulassungsbehörde festgesetzte Anwendungsbestimmungen")
NW642 Die Anwendung des Mittels in oder unmittelbar an oberirdischen Gewässern oder Küstengewässern ist nicht zulässig (§ 6 Absatz 2 PflSchG). Unabhängig davon ist der gemäß Länderrecht verbindlich vorgegebene Mindestabstand zu Oberflächengewässern einzuhalten. Zuwiderhandlungen können mit einem Bußgeld bis zu einer Höhe von 50.000 Euro geahndet werden.

Saumstrukturen

Beachten Sie bitte die Anwendungsbestimmungen zum Schutz von Saumstrukturen (siehe gesonderten Abschnitt "Von der Zulassungsbehörde festgelegte Anwendungsbestimmungen").

Anwenderschutz


Hinweise für den sicheren Umgang

EUH 401 Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt die Gebrauchsanleitung einhalten.
SB001 Jeden unnötigen Kontakt mit dem Mittel vermeiden. Missbrauch kann zu Gesundheitsschäden führen.
SB010 Für Kinder unzugänglich aufbewahren.
SB110 Die Richtlinie für die Anforderungen an die persönliche Schutzausrüstung im Pflanzenschutz "Persönliche Schutzausrüstung beim Umgang mit Pflanzenschutzmitteln" des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit ist zu beachten.

Anwendungsbestimmung

Von der Zulassungsbehörde festgesetzte Anwendungsbestimmungen

(NW468) Anwendungsflüssigkeiten und deren Reste, Mittel und dessen Reste, entleerte Behältnisse oder Packungen sowie Reinigungs- und Spülflüssigkeiten nicht in Gewässer gelangen lassen. Dies gilt auch für indirekte Einträge über die Kanalisation, Hof- und Straßenabläufe sowie Regen- und Abwasserkanäle.


(NT103) Die Anwendung des Mittels muss in einer Breite von mindestens 20 m zu angrenzenden Flächen (ausgenommen landwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzte Flächen, Straßen, Wege und Plätze) mit einem verlustmindernden Gerät erfolgen, das in das Verzeichnis "Verlustmindernde Geräte" vom 14. Oktober 1993 (Bundesanzeiger Nr. 205, S. 9780) in der jeweils geltenden Fassung, mindestens in die Abdriftminderungsklasse 90 % eingetragen ist. Bei der Anwendung des Mittels ist der Einsatz verlustmindernder Technik nicht erforderlich, wenn die Anwendung mit tragbaren Pflanzenschutzgeräten erfolgt oder angrenzende Flächen (z. B. Feldraine, Hecken, Gehölzinseln) weniger als 3 m breit sind oder die Anwendung des Mittels in einem Gebiet erfolgt, das von der Biologischen Bundesanstalt im "Verzeichnis der regionalisierten Kleinstrukturanteile" vom 7. Februar 2002 (Bundesanzeiger Nr. 70a vom 13. April 2002) in der jeweils geltenden Fassung, als Agrarlandschaft mit einem ausreichenden Anteil an Kleinstrukturen ausgewiesen worden ist.


(NW705) Zwischen behandelten Flächen mit einer Hangneigung von über 2 % und Oberflächengewässern - ausgenommen nur gelegentlich wasserführender, aber einschließlich periodisch wasserführender - muss ein mit einer geschlossenen Pflanzendecke bewachsener Randstreifen vorhanden sein. Dessen Schutzfunktion darf durch den Einsatz von Arbeitsgeräten nicht beeinträchtigt werden. Er muss eine Mindestbreite von 5 m haben. Dieser Randstreifen ist nicht erforderlich, wenn:- ausreichende Auffangsysteme für das abgeschwemmte Wasser bzw. den abgeschwemmten Boden vorhanden sind, die nicht in ein Oberflächengewässer münden, bzw. mit der Kanalisation verbunden sind oder- die Anwendung im Mulch- oder Direktsaatverfahren erfolgt.

Erste Hilfe

Erste Hilfe Maßnahmen

Allgemeine Hinweise:
Betroffenen aus dem Gefahrenbereich bringen und hinlegen. Mit Produkt verunreinigte Kleidungsstücke unverzüglich entfernen.
Nach Einatmen:
Den Betroffenen an die frische Luft bringen und ruhig lagern. Sofort Arzt hinzuziehen.
Nach Hautkontakt:
Verunreinigte Kleidung sofort ausziehen. Sofort mit Wasser und Seife abwaschen und gut nachspülen.
Nach Augenkontakt:
Augen bei geöffnetem Lidspalt mehrere Minuten unter fließendem Wasser abspülen und Arzt konsultieren.
Nach Verschlucken:
Kein Erbrechen herbeiführen, sofort Arzt hinzuziehen und Sicherheitsdatenblatt oder dieses Etikett vorzeigen. Mund ausspülen und reichlich Wasser trinken.
Hinweise für den Arzt:
Symptomatische Behandlung (Dekontamination, Vitalfunktionen), kein spezifisches Antidot bekannt.

Lagerung/Entsorgung/Hinweise

Lagerung

Anforderung an Lagerräume und Behälter:
Nur im Originalgebinde aufbewahren. Gebinde fest verschlossen an einem trockenen, kühlen und gut belüfteten Ort lagern.
Zusammenlagerungshinweise:
Getrennt von Nahrungs-, Genuss- und Futtermitteln lagern. Getrennt von Oxidationsmitteln aufbewahren.
Weitere Angaben zu den Lagerbedingungen:
Vor Hitze und direkter Sonnenbestrahlung schützen. Für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Entsorgung

Leere Verpackungen nicht weiterverwenden. Leere und sorgfältig gespülte Verpackungen mit der Marke PAMIRA sind an den autorisierten Sammelstellen des Entsorgungssystems PAMIRA abzugeben. Informationen zu Zeitpunkt und Ort der Sammlungen erhalten Sie von Ihrem Händler, aus der regionalen Presse oder im Internet unter www.pamira.de. Produktreste nicht in den Hausmüll geben, sondern in Originalverpackungen bei der Sondermüllentsorgung Ihres Wohnortes anliefern. Weitere Auskünfte erhalten Sie bei Ihrer Stadt- oder Kreisverwaltung.

® die Produktnamen sind registrierte Warenzeichen der Hersteller

Einstufung und Kennzeichnung gemäß CLP

Piktogramm:

GHS09

Signalwort:

Achtung

Gefahrenhinweise:

(H410) Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.

Sicherheitshinweise:

(P391) Verschüttete Mengen aufnehmen.
(P501) Inhalt/Behälter einer ordnungsgemäßen Entsorgung zuführen.

Ergänzende Kennzeichnungselemente:

(EUH 401) Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt die Gebrauchsanleitung einhalten.
Verpackung darf nicht wieder verwendet werden.
Sicherheitsdatenblatt auf Anfrage erhältlich.
Anwendung nur durch berufliche Anwender zulässig.

Haftung

Zulassungsinhaber: Cheminova Deutschland GmbH & Co. KG Stader Elbstraße 28D 21683 Stade
Beratungsnummer

Vertriebspartner: Cheminova Deutschland GmbH & Co. KG Stader Elbstraße 28D 21683 StadeTelefon (04141) 9204-0