HARMONY® SX®

Herbizid

Zulassung
005950-00

Wirkstoff:

500 g/kg Thifensulfuron Methyl (50 Gew.-%)

Formulierung:

Wasserlösliches Granulat (SX)

Bienen:

nicht bienengefährlich (B4)
ArtikelnummerPackungsgrößen
D1239722510 x 90 g Umkarton

Piktogramm:

GHS09

Signalwort:

Achtung

Harmony® SX® ist ein Herbizid aus der Gruppe der Sulfonylharnstoffe zur Bekämpfung von Unkräutern in Mais sowie von Ampferarten auf Wiesen und Weiden (auch zur Einzelpflanzenbekämpfung).
Harmony® SX® ist genehmigt zur Bekämpfung von Amarant-Arten, Acker-Hundskamille, Hohlzahn-Arten, Kamille-Arten, Vogel-Sternmiere in Sojabohnen, von Ampfer-Arten auf Stilllegungsflächen und von einjährigen zweikeimblättrigen Unkräutern in Miscanthus.


Zur Vermeidung von Nachteilen ist die genaue Beachtung der Gebrauchsanleitung wichtig.
Sicherheitsdatenblatt

Wirkungsweise

Der Wirkstoff Thifensulfuron Methyl zählt zur Gruppe der Sulfonylharnstoffe schnelle Wirkstoffaufnahme fast ausschliesslich über die Blätter Hemmung des Enzyms Acetolactat Synthase (ALS) sofortiger Eintritt des Wachstumsstillstands an Wurzel und Spross nach der Anwendung der Absterbeprozess kann sich über mehrere Wochen erstrecken die Nährstoffkonkurrenz zur Kulturpflanze endet ab dem Zeitpunkt der Behandlung schneller Abbau des Wirkstoffs in Mais, Sojabohne und Gräsern


Wirkungsmechanismus (HRAC-Gruppe) Thifensulfuron Methyl: B

Wirkungsspektrum

VON DER ZULASSUNGSBEHÖRDE FESTGESETZTE ANWENDUNGSGEBIETE UND ANWENDUNGSBESTIMMUNGEN

Pflanzen/ObjekteSchadorganismen/Zweckbestimmung
MaisEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter
Wiesen, WeidenAmpfer-Arten
Wiesen, Weiden (Nicht im Ansaatjahr)Ampfer-Arten

Nach Artikel 51 Abs. 1 der Verordnung (EG) Nr. 1107/2009 (alt: §18a PflSchG) genehmigte Anwendungen

Zusätzlich zu den festgesetzten Anwendungsgebieten hat die Zulassungsbehörde die Anwendung dieses Produktes in zusätzlichen Anwendungsgebieten genehmigt. Wirksamkeit und Verträglichkeit sind in diesem zusätzlichen Anwendungsgebiet nicht immer ausreichend geprüft. Daher liegen die in Abhängigkeit von Kultur, Sorte, Anbauverfahren und den spezifischen Umweltbedingungen möglichen Schäden im Verantwortungsbereich des Anwenders. Dieser muss Wirksamkeit und Verträglichkeit vom dem Mitteleinsatz unter den betriebsspezifischen Bedingungen prüfen (Testanwendung).

Pflanzen/ObjekteSchadorganismen/Zweckbestimmung
Miscanthus (Nutzung als nachwachsender Rohstoff für technische Zwecke)Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter
SojabohneAmarant-Arten, Acker-Hundskamille, Hohlzahn-Arten, Kamille-Arten, Vogel-Sternmiere
StilllegungsflächenAmpfer-Arten

Wirkungsspektrum

Grünland, Stilllegungsflächen gut bekämpfbar:
Ampfer-Arten
Grünland, Stilllegungsflächen gut bekämpft werden aufgrund eigener Erfahrungen:
Schaumkraut, Wiesen-Schafgarbe, Wiesen-Storchschnabel, Wiesen-Vogelmiere
Grünland, Stilllegungsflächen nicht ausreichend bekämpft werden:
Bärenklau, Brennessel-Arten, Hahnenfuß-Arten, Löwenzahn, Taubnessel-Arten
Mais, Sojabohne gut bekämpft werden:
Zweikeimblättrige Unkräuter: Acker-Hundskamille, Amarant-Arten, Ampfer-Arten, Kamille-Arten, Raps+1, Ausfall-Sonnenblumen+2, Ausfall-Franzosenkraut, Hirtentäschel, Hohlzahn-Arten, Arten-Vogelknöterich, Vogelmiere +1 Keine ausreichende Wirkung auf Clearfield®2-Sorten +2 Tribenuronmethyl-tolerante Sonnenblumensorten werden nicht ausreichend erfasst.
Mais, Sojabohne weniger gut bekämpft werden:
Winden-Knöterich, Ampfer-Knöterich, Floh-Knöterich,
Mais, Sojabohne nicht ausreichendt bekämpft werden:
Einjähriges Bingelkraut,, Ehrenpreis-Arten, Gänsefuß-Arten, Gräser, Klettenlabkraut, Acker-Kratzdistel, Acker-Melde-Arten, Gemeiner Rainkohl, Rote Taubnessel, Winde-Arten

Anwendung

Hinweise zur Sachgerechten Anwendung

Grünland/Stilllegungsflächen
• Generell sind Behandlungen ab Anfang August ideal für eine nachhaltige Ampferbekämpfung. In diesem Zeitraum werden neben den Altstöcken auch die aufgelaufenen Sämlingsampfer erfasst. Außerdem lagert der Ampfer verstärkt Wirkstoff in das ausgedehnte Wurzelwerk ein. Dadurch ist die größtmögliche Wirkungssicherheit und Dauerwirkung gewährleistet. Bei früheren Anwendungsterminen ist ein Neuauflauf von Ampferpflanzen aus dem Samenvorrat des Bodens wahrscheinlicher und die Wirkungssicherheit ist insgesamt geringer.
• Zum Zeitpunkt der Anwendung muß die Ampferpflanze genügend Blattmasse entwickelt haben. Optimaler Bekämpfungstermin ist das Rosettenstadium.
• Nach dem Erscheinen der Samentriebe (Blütenquirle) nicht mehr behandeln.
• Harmony® SX® nicht im Ansaatjahr einsetzen.
• In Ausnahmefällen kann es nach Anwendung von Harmony® SX® zu einer Stauchung des Klees kommen, wovon er sich jedoch im Allgemeinen schnell wieder erholt.
• Warmes, wüchsiges Wetter beschleunigt die Wirkung.
• Eine Behandlung mit Harmony® SX® sollte bei trockenen Ampferblättern erfolgen, damit der Wirkstoff entsprechend aufgenommen werden kann. Niederschläge in den ersten 6 Stunden nach der Behandlung können zur Minderwirkung führen.
• Bei Mais und im Grünland (Flächenbehandlung): Schäden an der Kulturpflanze möglich.

Die Anwendung wird nicht empfohlen, wenn:
- der Bestand durch Frost, Staunässe, Trockenheit, Nährstoffmangel oder andere Umstände geschwächt ist.
- Frost- oder Nachtfrostgefahr besteht.
- Nachtfröste auftreten bzw. in den Tagen zuvor aufgetreten sind.

Bestände, in denen der Ertrag überwiegend durch deutsches Weidelgras gebildet wird, sollten nur im Herbst mit Harmony® SX® behandelt werden. Die Anwendung sollte in solchen Beständen nur bei günstigen Witterungsbedingungen erfolgen.

Mais
Aufgrund eigener Versuchserfahrungen empfehlen wir die Anwendung von Harmony ® SX® im Mais in Kombination mit DEBUT®-Komponente B

Problem:
Breite Mischverunkrautung mit Kamille,Knöterich-Arten, Ampfer, Ausfallraps, Sonnenblumen, auch auf humusreichen Standorten und bei Trockenheit
Lösung:
Harmony® SX® 15 g/ha + 0,3 l/ha DEBUT®-Komponente B

Problem:
Lösung:
Harmony® SX® ist im Mais auch mit einer Reihe anderer Herbizide mischbar.
Harmony® SX® 15 g/ha + Mischpartner z.B. Cato®, Principal® S Pack und ArigoTM

Wird Harmony® SX® in Kombination mit einem Herbizid eingesetzt, dass einen Formulierungshilfsstoff enthält, kein DEBUT®-Komponente B zusetzen.

• Zum Zeitpunkt der Spritzung müssen die Unkräuter aufgelaufen sein.
• Nach langanhaltenden Niederschlägen sollte es vor dem Spritzen mindestens einen Tag trocken sein, damit der Mais eine Wachsschicht ausbilden kann.
• Schäden an der Kulturpflanze möglich.
• Harmony® SX® erzielt die beste Wirkung auf kleine, intensiv wachsende Ungräser und Unkräuter.
• Unter ungünstigen Bedingungen können beim Mais Blattdeformationen und Einkürzungen auftreten.
• 3 Stunden nach der Behandlung sollte kein Regen fallen, nicht auf regen- oder taunasse Pflanzen spritzen.
• Setzen Sie Harmony® SX® bei Temperaturen von 4 °C bis max. 25 °C ein. Sollte die Temperaturschwankung zwischen Tag und Nacht größer als 20 °C sein, ist der Einsatz von Harmony® SX® auf eine Zeit mit geringeren Schwankungen zu verschieben.
• Nach einer Kälteperiode (unter 10 °C) in Verbindung mit nachhaltigen Niederschlägen Harmony® SX® erst dann wieder einsetzen, wenn sich der Mais erholt bzw. eine Wachsschicht gebildet hat.
• Eine mechanische Unkrautbekämpfung sollte frühestens eine Woche nach der Anwendung von Harmony® SX® durchgeführt werden.

Anwendung

ACKERBAU

Pflanzenerzeugnisse:Mais
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter
Anwendungsbereich: Freiland
Stadium der Kultur: Von 1. Laubblatt aus der Koleoptile ausgetreten bis 6. Laubblatt entfaltet
Anwendungszeitpunkt: nach dem Auflaufen, Frühjahr
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 1
Anwendungstechnik: spritzen
Aufwandmenge: 15 g/ha
Wasseraufwandmenge: 100 bis 400 l/ha Wasser
Wartezeit: Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (Z.B. Ernte) verbleibt bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich.
WP734 Schäden an der Kulturpflanze möglich.

GRÜNLAND

Pflanzenerzeugnisse:Wiesen, Weiden
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Ampfer-Arten
Anwendungsbereich: Freiland
Stadium Schadorganismus: Von 4. Laubblatt bzw. Blattpaar oder Blattquirl entfaltet bis Erste Einzelblüten sichtbar (geschlossen); Mitte des Ähren- bzw. Rispenschiebens
Anwendungszeitpunkt: während der Vegetationsperiode, Frühjahr bis Herbst
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 3
In der Kultur bzw. je Jahr: 3
Anwendungstechnik: streichen
Aufwandmenge: 1,12 g/l
Wartezeit: 14 Tage
Sonstige Hinweise: Hinweis zum Mittelaufwand: maximaler Mittelaufwand 45 g/ha pro Jahr
Anwendungstechnik: Horst- oder Einzelpflanzenbehandlung
Anwendungstechnik: mit speziellem Gerät (z.B. Rotowiper)
Behandlungszeitpunkt: jeweils ca. 14 Tage vor dem Schnitt

Pflanzenerzeugnisse:Wiesen, Weiden
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Ampfer-Arten
Anwendungsbereich: Freiland
Stadium Schadorganismus: Von 4. Laubblatt bzw. Blattpaar oder Blattquirl entfaltet bis Erste Einzelblüten sichtbar (geschlossen); Mitte des Ähren- bzw. Rispenschiebens
Anwendungszeitpunkt: während der Vegetationsperiode, Frühjahr bis Herbst
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 3
In der Kultur bzw. je Jahr: 3
Anwendungstechnik: spritzen
Aufwandmenge: 0,15 g/l
Wartezeit: 14 Tage
Sonstige Hinweise: Hinweis zum Mittelaufwand: maximaler Mittelaufwand 45 g/ha pro Jahr
Anwendungstechnik: Horst- oder Einzelpflanzenbehandlung
Behandlungszeitpunkt: jeweils ca. 14 Tage vor dem Schnitt

Pflanzenerzeugnisse:Wiesen, Weiden
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Ampfer-Arten
Anwendungsbereich: Freiland
Stadium Schadorganismus: Von 4. Laubblatt bzw. Blattpaar oder Blattquirl entfaltet bis Erste Einzelblüten sichtbar (geschlossen); Mitte des Ähren- bzw. Rispenschiebens
Anwendungszeitpunkt: während der Vegetationsperiode, Frühjahr bis Herbst
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 3
In der Kultur bzw. je Jahr: 3
Anwendungstechnik: streichen
Aufwandmenge: 0,375 g/l
Wartezeit: 14 Tage
Sonstige Hinweise: Hinweis zum Mittelaufwand: maximaler Mittelaufwand 45 g/ha pro Jahr
Anwendungstechnik: Horst- oder Einzelpflanzenbehandlung
Anwendungstechnik: mit Dochtstreichgerät
Behandlungszeitpunkt: jeweils ca. 14 Tage vor dem Schnitt

Pflanzenerzeugnisse:Wiesen, Weiden (Nicht im Ansaatjahr)
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Ampfer-Arten
Anwendungsbereich: Freiland
Stadium Schadorganismus: Von 4. Laubblatt bzw. Blattpaar oder Blattquirl entfaltet bis Erste Einzelblüten sichtbar (geschlossen); Mitte des Ähren- bzw. Rispenschiebens
Anwendungszeitpunkt: während der Vegetationsperiode, Frühjahr bis Herbst
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 1
Anwendungstechnik: spritzen
Aufwandmenge: 45 g/ha
Wasseraufwandmenge: 100 bis 400 l/ha Wasser
Wartezeit: 14 Tage
Sonstige Hinweise: Behandlungszeitpunkt: jeweils ca. 14 Tage vor dem Schnitt
WP734 Schäden an der Kulturpflanze möglich.

Nach Artikel 51 Abs. 1 der Verordnung (EG) Nr. 1107/2009 (alt: §18a PflSchG) genehmigte Anwendungen



ACKERBAU

Pflanzenerzeugnisse:Miscanthus (Nutzung als nachwachsender Rohstoff für technische Zwecke)
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter
Anwendungsbereich: Freiland
Stadium der Kultur: Von 2. Laubblatt bzw. Blattpaar oder Blattquirl entfaltet bis 4. Laubblatt bzw. Blattpaar oder Blattquirl entfaltet
Anwendungszeitpunkt: Frühjahr, nach dem Auflaufen
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 1
Anwendungstechnik: spritzen
Aufwandmenge: 15 g/ha
Wasseraufwandmenge: 200 bis 400 l/ha Wasser
Wartezeit: Die Festsetzung einer Wartezeit ist ohne Bedeutung.

Pflanzenerzeugnisse:Stilllegungsflächen
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Ampfer-Arten
Anwendungsbereich: Freiland
Stadium Schadorganismus: im Rosettenstadium von Ampfer-Arten
Anwendungszeitpunkt: während der Vegetationsperiode (Mai bis August)
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 1
Anwendungstechnik: spritzen
Aufwandmenge: 45 g/ha
Wasseraufwandmenge: 200 bis 400 l/ha Wasser
Wartezeit: 14 Tage
Sonstige Hinweise: Anwendungstechnik: zur Teilflächenbehandlung

Pflanzenerzeugnisse:Sojabohne
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Amarant-Arten, Acker-Hundskamille, Hohlzahn-Arten, Kamille-Arten, Vogel-Sternmiere
Anwendungsbereich: Freiland
Stadium der Kultur: Bis 4. Laubblatt bzw. Blattpaar oder Blattquirl entfaltet
Stadium Schadorganismus: Zeitpunkt 1: bis BBCH 12 Zeitpunkt 2: bis BBCH 14
Anwendungszeitpunkt: nach dem Auflaufen
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 2
In der Kultur bzw. je Jahr: 2
Abstand: 7 bis 14 Tage
Anwendungstechnik: spritzen
Aufwandmenge: Zeitpunkt 1: 7,5g/ha in 200 bis 400 l/ha Wasser
Zeitpunkt 2: 7,5g/ha in 200 bis 400 l/ha Wasser
Wartezeit: Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (Z.B. Ernte) verbleibt bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich.
Sonstige Hinweise: Anwendungstechnik: im Splittingverfahren (2 Behandlungen)
VV603 Keine Verwendung behandelter Pflanzen als Grünfutter.

Mischbarkeit/Technik

Mischbarkeit

Kultur- und Sortenverträglichkeit in Mais
Nach bisherigen Erfahrungen wird Harmony® SX® von den meisten in Deutschland geprüften Silo- und Körnermaissorten gut vertragen, wenn keine ungünstigen Bedingungen vor, während und nach der Anwendung herrschen. Die Anwendung von Harmony® SX® wird aus Verträglichkeitsgründen nicht empfohlen:
• bei kühler, feuchter Witterung
• bei Frost, Frostgefahr und in bereits frostgeschädigten Maisbeständen
• bei anhaltender Trockenheit
• bei Staunässe
• unmittelbar nach einer Regenperiode, durch die die Wachsschicht geschwächt ist
• solange sich Wasser auf Blättern oder in der Blatttüte befindet
• bei Temperaturschwankungen Tag/Nacht von über 20 °C
• bei Temperaturen > 25 °C und gleichzeitig intensiver Sonneneinstrahlung
• bei sich langsam erwärmenden Böden
• in Beständen, die unter Nährstoffmangel, Krankheiten oder Schädlingsbefall leiden
• im Zuchtgarten, in Inzuchtlinien, in der Saatmaisvermehrung sowie in Zuckermais.

Maisbestände, die mit Harmony® SX® behandelt wurden oder werden sollen, dürfen nicht zusätzlich mit einem Insektizid auf der Basis organischer Phosphorsäure-Ester oder Thiocarbamate behandelt werden, um Mais-Unverträglichkeiten zu vermeiden. Dies gilt für Tankmischungen und Behandlungsfolgen während vier Wochen vor und nach der Anwendung von Harmony® SX®. Die Anwendung von Harmony® SX® ist möglich auf Flächen, die vor, während oder nach der Saat mit Insektiziden auf Pyrethroid-, Neonicotinoid- oder Carbamat-Wirkstoffbasis behandelt wurden. Als unverträglich für Harmony® SX® haben sich nach bisherigen Erfahrungen (Stand 2016) folgende Sorten erwiesen:

GL Aldera
Nescio

Die genannten Sorten können auch unter günstigen Anwendungsbedingungen durch Harmony® SX® geschädigt werden. Die Sortenliste wird laufend aktualisiert.
Für nicht in Deutschland geprüfte Maissorten oder für neu zugelassene Maissorten informieren Sie sich bzgl. der Herbizidverträglichkeit bitte auch bei den Züchtern bzw. deren Vertriebspartnern.

Ansetzen der Spritzbrühe

Die verwendeten Spritzgeräte müssen frei von Resten anderer Mittel sein. Wir empfehlen dringend, die Spritze entsprechend der Gebrauchsanleitungen vorher verwendeter Präparate zu reinigen.
• Lassen Sie Ihre Spritzgeräte regelmäßig auf einem Prüfstand kontrollieren und einstellen.
• Geben Sie die benötigte Menge Harmony® SX® in den zu 1/4 bis 1/2 gefüllten Spritztank.
• Harmony® SX® vollständig auflösen lassen. Dies geschieht innerhalb von wenigen Minuten.
• Beim Abmessen des Produktes nur den der Packung beiliegenden, produktspezifischen Messbecher verwenden.
• Falls Sie Harmony® SX® in Tankmischung einsetzen, erst nach dem vollständigen Auflösen von Harmony ® SX® Tankmischpartner zugeben.
• Die restliche Wassermenge bei laufendem Rührwerk auffüllen.
• Während des Spritzens Rührwerk laufen lassen.

Reinigung

Vor nachfolgendem Einsatz des Spritzgerätes in anderen Kulturen als Grünland, Mais und Sojabohnen müssen das Spritzgerät und die Spritzleitungen sorgfältig gereinigt werden:
• Spritze vollständig auf dem Feld leerspritzen.
• Technisch unvermeidbare Restmenge im Verhältnis 1:10 mit Wasser verdünnen und bei laufendem Rührwerk auf behandelter Fläche verspritzen.
• Spritze zweimal hintereinander spülen. Dabei jeweils mindestens 20 % des Tankvolumens mit Wasser auffüllen.
• Im ersten Reinigungsdurchgang ein geeignetes Reinigungsmittel zugeben. Die Innenflächen des Tanks mit Wasserstrahl bzw. Reinigungsdüsen abspritzen. Rührwerk für 15 Minuten einschalten.
• Nach jedem Spülvorgang die Reinigungsflüssigkeit bei laufendem Rührwerk durch die Düsen auf der behandelten Fläche verspritzen.
• Reinigen Sie Filter, Düsen und Spritzgestänge separat.

Geeignete Reinigungsmittel: Aufgrund eigener Erfahrungen empfehlen wir die Verwendung von All Clear® Extra.

Nachbau

Nachbaueinschränkungen nach dem zulassungsgemäßen Einsatz von Harmony® SX® bestehen bei normaler Fruchtfolge nicht. Den Anbau von Winterraps und Zwischenfrüchten im Anwendungsjahr empfehlen wir nicht, wenn der Wirkstoffabbau durch Bodentrockenheit verzögert ist.

Resistenzmanagement

Harmony® SX® enthält den Wirkstoff Thifensulfuron Methyl. Thifensulfuron Methyl zählt zur Gruppe der Sulfonylharnstoffe, deren Wirkungsmechanismus in die Gruppe B der HRAC-Klassifizierung eingestuft ist;
weitere Informationen siehe Internet http://www.plantprotection.org.
Wenn diese Herbizide über mehrere Jahre auf demselben Feld eingesetzt werden, ist regional eine Selektion von resistenten Biotypen potenziell möglich.
Geeignete Resistenzvermeidungsstrategien sind zu berücksichtigen, wie z.B.:
• Wechsel von Herbiziden bzw. Spritzfolgen/Tankmischungen mit Herbiziden, die einen unterschiedlichen Wirkungsmechanismus besitzen
• Fruchtfolgegestaltung
• Bodenbearbeitung
• Saattermin
siehe auch Wirkmechanismus

Umweltverhalten

Nutzorganismen

NB6641 Das Mittel wird bis zu der höchsten durch die Zulassung festgelegten Aufwandmenge oder Anwendungskonzentration, falls eine Aufwandmenge nicht vorgesehen ist, als nicht bienengefährlich eingestuft (B4). NN165 Das Mittel wird als nichtschädigend für Populationen der Art Poecilus cupreus (Laufkäfer) eingestuft.
NN170 Das Mittel wird als nichtschädigend für Populationen der Art Chrysoperla carnea (Florfliege) eingestuft.
NN1842 Das Mittel wird als nichtschädigend für Populationen der Art Aphidius rhopalosiphi (Brackwespe) eingestuft.

Gewässerschutz

Beachten Sie bitte die Anwendungsbestimmungen zum Gewässerschutz (siehe gesonderten Abschnitt "Von der Zulassungsbehörde festgesetzte Anwendungsbestimmungen")

Anwenderschutz


Hinweise für den sicheren Umgang

SB001 Jeden unnötigen Kontakt mit dem Mittel vermeiden. Missbrauch kann zu Gesundheitsschäden führen.
SB010 Für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Anwendungsbestimmung

Von der Zulassungsbehörde festgesetzte Anwendungsbestimmungen

(NW468) Anwendungsflüssigkeiten und deren Reste, Mittel und dessen Reste, entleerte Behältnisse oder Packungen sowie Reinigungs- und Spülflüssigkeiten nicht in Gewässer gelangen lassen. Dies gilt auch für indirekte Einträge über die Kanalisation, Hof- und Straßenabläufe sowie Regen- und Abwasserkanäle.


(NW642) Die Anwendung des Mittels in oder unmittelbar an oberirdischen Gewässern oder Küstengewässern ist nicht zulässig (§ 6 Absatz 2 PflSchG). Unabhängig davon ist der gemäß Länderrecht verbindlich vorgegebene Mindestabstand zu Oberflächengewässern einzuhalten. Zuwiderhandlungen können mit einem Bußgeld bis zu einer Höhe von 50.000 Euro geahndet werden.


Für die Anwendung in Mais gilt zusätzlich:
(NT101) Die Anwendung des Mittels muss in einer Breite von mindestens 20 m zu angrenzenden Flächen (ausgenommen landwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzte Flächen, Straßen, Wege und Plätze) mit einem verlustmindernden Gerät erfolgen, das in das Verzeichnis "Verlustmindernde Geräte" vom 14. Oktober 1993 (Bundesanzeiger Nr. 205, S. 9780) in der jeweils geltenden Fassung, mindestens in die Abdriftminderungsklasse 50 % eingetragen ist. Bei der Anwendung des Mittels ist der Einsatz verlustmindernder Technik nicht erforderlich, wenn die Anwendung mit tragbaren Pflanzenschutzgeräten erfolgt oder angrenzende Flächen (z. B. Feldraine, Hecken, Gehölzinseln) weniger als 3 m breit sind oder die Anwendung des Mittels in einem Gebiet erfolgt, das von der Biologischen Bundesanstalt im "Verzeichnis der regionalisierten Kleinstrukturanteile" vom 7. Februar 2002 (Bundesanzeiger Nr. 70a vom 13. April 2002) in der jeweils geltenden Fassung, als Agrarlandschaft mit einem ausreichenden Anteil an Kleinstrukturen ausgewiesen worden ist.


Für die Anwendung in Wiesen und Weiden (nicht um Ansaatjahr) gilt zusätzlich:
(NT103) Die Anwendung des Mittels muss in einer Breite von mindestens 20 m zu angrenzenden Flächen (ausgenommen landwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzte Flächen, Straßen, Wege und Plätze) mit einem verlustmindernden Gerät erfolgen, das in das Verzeichnis "Verlustmindernde Geräte" vom 14. Oktober 1993 (Bundesanzeiger Nr. 205, S. 9780) in der jeweils geltenden Fassung, mindestens in die Abdriftminderungsklasse 90 % eingetragen ist. Bei der Anwendung des Mittels ist der Einsatz verlustmindernder Technik nicht erforderlich, wenn die Anwendung mit tragbaren Pflanzenschutzgeräten erfolgt oder angrenzende Flächen (z. B. Feldraine, Hecken, Gehölzinseln) weniger als 3 m breit sind oder die Anwendung des Mittels in einem Gebiet erfolgt, das von der Biologischen Bundesanstalt im "Verzeichnis der regionalisierten Kleinstrukturanteile" vom 7. Februar 2002 (Bundesanzeiger Nr. 70a vom 13. April 2002) in der jeweils geltenden Fassung, als Agrarlandschaft mit einem ausreichenden Anteil an Kleinstrukturen ausgewiesen worden ist.


(NW605) Die Anwendung des Mittels auf Flächen in Nachbarschaft von Oberflächengewässern - ausgenommen nur gelegentlich wasserführende, aber einschließlich periodisch wasserführender Oberflächengewässer - muss mit einem Gerät erfolgen, das in das Verzeichnis "Verlustmindernde Geräte" vom 14. Oktober 1993 (Bundesanzeiger Nr. 205, S. 9780) in der jeweils geltenden Fassung eingetragen ist. Dabei sind, in Abhängigkeit von den unten aufgeführten Abdriftminderungsklassen der verwendeten Geräte, die im Folgenden genannten Abstände zu Oberflächengewässern einzuhalten. Für die mit "*" gekennzeichneten Abdriftminderungsklassen ist, neben dem gemäß Länderrecht verbindlich vorgegebenen Mindestabstand zu Oberflächengewässern, § 6 Absatz 2 Satz 2 PflSchG zu beachten.
reduzierte Abstände: 50% 5,75% *,90% *


(NW606) Ein Verzicht auf den Einsatz verlustmindernder Technik ist nur möglich, wenn bei der Anwendung des Mittels mindestens unten genannter Abstand zu Oberflächengewässern - ausgenommen nur gelegentlich wasserführende, aber einschließlich periodisch wasserführender Oberflächengewässer - eingehalten wird. Zuwiderhandlungen können mit einem Bußgeld bis zu einer Höhe von 50.000 Euro geahndet werden.
5 m


Für die Anwendung in Miscanthus gilt zusätzlich:
(NT101) Die Anwendung des Mittels muss in einer Breite von mindestens 20 m zu angrenzenden Flächen (ausgenommen landwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzte Flächen, Straßen, Wege und Plätze) mit einem verlustmindernden Gerät erfolgen, das in das Verzeichnis "Verlustmindernde Geräte" vom 14. Oktober 1993 (Bundesanzeiger Nr. 205, S. 9780) in der jeweils geltenden Fassung, mindestens in die Abdriftminderungsklasse 50 % eingetragen ist. Bei der Anwendung des Mittels ist der Einsatz verlustmindernder Technik nicht erforderlich, wenn die Anwendung mit tragbaren Pflanzenschutzgeräten erfolgt oder angrenzende Flächen (z. B. Feldraine, Hecken, Gehölzinseln) weniger als 3 m breit sind oder die Anwendung des Mittels in einem Gebiet erfolgt, das von der Biologischen Bundesanstalt im "Verzeichnis der regionalisierten Kleinstrukturanteile" vom 7. Februar 2002 (Bundesanzeiger Nr. 70a vom 13. April 2002) in der jeweils geltenden Fassung, als Agrarlandschaft mit einem ausreichenden Anteil an Kleinstrukturen ausgewiesen worden ist.

Erste Hilfe

Erste Hilfe Maßnahmen

Allgemeine Hinweise:
Nie einer ohnmächtigen Person etwas durch den Mund einflößen.
Einatmen:
An die frische Luft bringen. Nach schwerwiegender Einwirkung Arzt hinzuziehen. Künstliche Beatmung und/oder Sauerstoff kann notwendig sein.
Hautkontakt:
Beschmutzte Kleidung und Schuhe sofort ausziehen. Sofort mit Seife und viel Wasser abwaschen. Beim Auftreten von Hautreizungen oder allergischen Reaktionen einen Arzt hinzuziehen. Beschmutzte Kleidung vor Wiedergebrauch waschen.
Augenkontakt:
Vorhandene Kontaktlinsen, wenn möglich, entfernen. Auge offen halten und langsam und behutsam während 15-20 Minuten mit Wasser ausspülen. Bei anhaltender Augenreizung einen Facharzt aufsuchen.
Verschlucken:
Arzt aufsuchen. KEIN Erbrechen herbeiführen außer auf Anweisung des Arztes oder des Behandlungszentrums für Vergiftungsfälle. Ist der Verunfallte bei Bewusstsein: Mund mit Wasser ausspülen.

Hinweise für den Arzt:

Behandlung: Symptomatische Behandlung.

Lagerung/Entsorgung/Hinweise

Lagerung

Anforderungen an Lagerräume und Behälter:
Im Originalbehälter lagern. In korrekt beschrifteten Behältern aufbewahren. Behälter dicht geschlossen an einem trockenen, kühlen und gut gelüfteten Ort aufbewahren. An einem Platz lagern, der nur berechtigten Personen zugänglich ist. Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen.
Zusammenlagerungshinweise:
Keine besonderen Beschränkungen zur Zusammenlagerung mit anderen Produkten.
Sonstige Angaben:
Stabil unter angegebenen Lagerungsbedingungen.

Entsorgung

Leere und unbrauchbar gemachte Packungen der kommunalen Abfallbeseitigung zuführen. Produktreste nicht dem Hausmüll beigeben, sondern in Originalverpackung bei den entsorgungspflichtigen Körperschaften anliefern. Gegebenenfalls Stadt- oder Kreisverwaltung um Auskunft bitten.

Einstufung und Kennzeichnung gemäß CLP

Piktogramm:

GHS09

Signalwort:

Achtung

Gefahrenhinweise:

(H410) Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.

Sicherheitshinweise:

(P391) Verschüttete Mengen aufnehmen.
(P501) Inhalt/Behälter einer ordnungsgemäßen Entsorgung zuführen.

Ergänzende Kennzeichnungselemente:

(EUH 401) Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt die Gebrauchsanleitung einhalten.

Haftung

Zulassungsinhaber: Cheminova Deutschland GmbH & Co. KG Stader Elbstraße 28D 21683 Stade