DEBUT®

Herbizid

Zulassung
034161-00

DEBUT®-Komponente A

Zulassungsnr.: 034161-00

Formulierung:

Wasserdispergierbares Granulat (WG)

Wirkstoff:

486 g/kg Triflusulfuron (48,6 Gew.-%)

Piktogramm:

GHS08 , GHS09

Signalwort:

Achtung

DEBUT®-Komponente B

Listungs-Nr.: 004873-00

Formulierung:

Flüssiger Formulierungshilfsstoff (FHS)

Inhaltsstoff:

900 g/l Isodecylalkoholethoxylat als Netzmittel

Piktogramm:

GHS05 , GHS07

Signalwort:

Gefahr

Bienen:

nicht bienengefährlich (B4)
ArtikelnummerPackungsgrößen
D104397885 x 120 g Umkarton
D104397944 x 600 g Umkarton

Mit seinem blattaktiven Wirkstoff Triflusulfuron setzt Debut® besondere Maßstäbe beim Herbizideinsatz in Zuckerrüben. Debut® erfasst nicht nur ein breites Spektrum von Unkräutern inkl. vieler Problemunkräuter, sondern bekämpft im Unterschied zu Standardlösungen auch noch relativ große Unkräuter sicher.


Zur Vermeidung von Nachteilen ist die genaue Beachtung der Gebrauchsanleitung wichtig.
Sicherheitsdatenblatt

Wirkungsweise

Debut® ist ein hochaktives Herbizid zur Bekämpfung von dikotylen Unkräutern im Rüben-,Beten- und Chicoréeanbau. Der Wirkstoff Triflusulfuron Methyl gehört zur Gruppe der Sulfonylharnstoffe, deren Wirkungsmechanismus in die Gruppe B der HRAC (Herbicide Resistence Action Committee)- Klassifizierung eingestuft ist. Triflusulfuron Methyl wird von Pflanzen überwiegend über die Blätter, zu einem geringen Anteil auch über die Wurzeln aufgenommen und sehr schnell in der Pflanze verteilt. In den Pflanzen hemmt er das Enzym Acetolactat-Synthase (ALS). Dadurch wird das Wachstum in den Vegetationspunkten gehemmt und es beginnt ein Absterbeprozess, der sich über mehrere Wochen, abhängig von der Unkrautart und den Umweltbedingungen, erstrecken kann. Die Nährstoff- und Wasserkonkurrenz der empfindlichen Unkräuter zur Kulturpflanze endet praktisch bei der Behandlung. Der Wirkstoff wird in Zucker- und Futterrüben, in Beten und Chicorée schnell abgebaut. Aufgrund des Wirkungsmechanismus wird der beste Bekämpfungserfolg durch Anwendung auf kleine, intensiv wachsende Unkräuter und bei wüchsigen Witterungsbedingungen (optimale Temperatur: 10° - 24° C) erzielt.


Wirkungsmechanismus (HRAC-Gruppe) Triflusulfuron Methyl: B

Wirkungsspektrum

VON DER ZULASSUNGSBEHÖRDE FESTGESETZTE ANWENDUNGSGEBIETE UND ANWENDUNGSBESTIMMUNGEN

Pflanzen/ObjekteSchadorganismen/Zweckbestimmung
Beten (Rote, Gelbe, Weiße Bete)Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter
Zuckerrübe, FutterrübeEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter

Nach Artikel 51 Abs. 1 der Verordnung (EG) Nr. 1107/2009 (alt: §18a PflSchG) genehmigte Anwendungen

Zusätzlich zu den festgesetzten Anwendungsgebieten hat die Zulassungsbehörde die Anwendung dieses Produktes in zusätzlichen Anwendungsgebieten genehmigt. Wirksamkeit und Verträglichkeit sind in diesem zusätzlichen Anwendungsgebiet nicht immer ausreichend geprüft. Daher liegen die in Abhängigkeit von Kultur, Sorte, Anbauverfahren und den spezifischen Umweltbedingungen möglichen Schäden im Verantwortungsbereich des Anwenders. Dieser muss Wirksamkeit und Verträglichkeit vom dem Mitteleinsatz unter den betriebsspezifischen Bedingungen prüfen (Testanwendung).

Pflanzen/ObjekteSchadorganismen/Zweckbestimmung
Chicoree (Feldanbau für Treiberei)Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter

Wirkungsspektrum

gut bekämpfbar
Amarant-Arten, Einjähriges Bingelkraut, Kleine Brennessel, Franzosenkraut, Acker-Gauchheil, Hederich, Acker-Hellerkraut, Hirtentäschel, Hohlzahn-Arten, Hundspetersilie, Kamille-Arten, Klettenlabkraut, Ampfer-Knöterich, Floh-Knöterich, Vogel-Knöterich, Schwarzer Nachtschatten, Ölrettich, Phacelia, Ausfall-Raps*, Acker-Senf, Ausfall-Sonnenblumen*, Taubnessel-Arten Dreigeteilter Zweizahn, Wilde Möhre * nicht ausreichend in der Wirkung auf Clearfield®2 – Rapssorten und ExpressSunTM – Sonnenblumen-Hybriden.
weniger gut bekämpfbar **
Acker-Fuchsschwanz, Feld-Ehrenpreis, Persischer Ehrenpreis, Flughafer, Weißer Gänsefuß, Hühnerhirse, Klatschmohn, Acker-Stiefmütterchen, Vogelmiere, Windhalm ** Ausreichende Wirkung nur bei kleinen Entwicklungsstadien.
nicht ausreichend bekämpfbar
Efeublättriger Ehrenpreis, Gemeiner Erdrauch, Winden-Knöterich, Acker-Kratzdistel, Melde-Arten, Andere Gräserarten, Mehrjährige Unkräuter

Anwendung

Hinweise zur Sachgerechten Anwendung

Futter- und Zuckerrüben, Beten (Rote, Gelbe, Weiße Bete), Chicorée
• Die Anwendung von Debut® ist vom Entwicklungsstadium der Rüben, Beten bzw. des Chicorées unabhängig, soweit alle Kulturpflanzen aufgelaufen sind.
• Die am weitesten entwickelten Unkräuter sollten das 2-Blatt-Stadium nicht überschritten haben. Die Bekämpfung von Ausfallraps sollte bis Erbsengröße des ersten Laubblattes des Rapses erfolgen. Klettenlabkraut wird bis zur Ausbildung des 3. Quirls sicher bekämpft.
• Eine zweite und dritte Anwendung sollte jeweils im Abstand von 7 bis 14 Tagen erfolgen, wenn neue Unkräuter aufgelaufen sind. Der Abstand zwischen den Spritzungen richtet sich nach der Größe der nachaufgelaufenen Unkräuter, sollte 14 Tage aber nicht überschreiten.
• Keine Anwendung in Beten bei der Verwendung als Blattgemüse (Baby-Leaf Salat)
• Schäden an der Kulturpflanze möglich.

Außerdem
Die beste Wirksamkeit erzielt eine Spritzung bei wüchsiger Witterung.
• 2 Stunden nach der Behandlung sollte kein Regen fallen, keine regen- oder taunasse Pflanzen behandeln.
• Die Anwendung sollte nur auf gut strukturierten Böden mit einem ausreichenden Humusgehalt erfolgen. Auf wasserundurchlässigen Böden kann es bei Staunässe durch Starkniederschläge zu vorübergehenden Wachstumsverzögerungen kommen.
• Achten Sie auf eine gleichmäßige Aussaattiefe der Rüben, der Beten bzw. des Chicorées.
• In Vorsaat- oder Vorauflaufverfahren angewendete Herbizide beeinflussen die Wirksamkeit von Debut® nicht.
• Debut® besitzt bei allen auf dem Markt befindlichen Rübensorten eine gute Verträglichkeit.
• Bei ungünstigen Anwendungsbedingungen kann es kurzzeitig zu einem Wirkstoffstau in den Rüben, den Beten bzw. dem Chicorée kommen, der sich in Marmorierungen der Blätter oder Wachstumsstillstand zeigt. Diese mögliche Wirkung wird in der Regel rasch von den Rüben, den Beten bzw. dem Chicorée überwachsen und hat keinen negativen Einfluß auf den Ertrag.

Die Anwendung wird nicht empfohlen
• wenn der Bestand durch Frost, Staunässe, Trockenheit, Nährstoffmangel, Krankheiten, Schädlinge (Fritfliege) oder andere Umstände geschwächt ist
• wenn der Einsatz auf extrem leichten Sandboden erfolgen soll
• wenn Nachtfröste auftreten bzw. in den Tagen zuvor aufgetreten sind oder wenn Frostoder Nachtfrostgefahr besteht.
• an Tagen mit Temperaturen über 25 °C und starker Sonneneinstrahlung
• bei extremen Temperaturschwankungen (> 15 Grad) zwischen Tag und Nacht Bei Nichtbeachten unserer Anwendungsempfehlungen können Schäden an den Kulturpflanzen oder Minderwirkungen bei den Unkräutern auftreten.

Anwendung

ACKERBAU

Pflanzenerzeugnisse:Zuckerrübe, Futterrübe
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter
Anwendungsbereich: Freiland
Stadium der Kultur: Von Erstes Laubblatt aus der Koleoptile ausgetreten; Keimblätter voll entfaltet; erste Blätter spreizen sich ab bis Maximale Länge bzw. Durchmesser erreicht; 9 oder mehr Knoten
Anwendungszeitpunkt: nach dem Auflaufen; nach dem Auflaufen der Unkräuter
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 3
In der Kultur bzw. je Jahr: 3
Abstand von 7 bis 14 Tage
Anwendungstechnik: spritzen
Aufwandmenge: 30 g/ha
Wasseraufwandmenge: 200 bis 400 l/ha Wasser
Wartezeit: Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (Z.B. Ernte) verbleibt bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich.
Sonstige Hinweise: Mischungspartner: in Mischung mit DU PONT TREND 0,25 l/ha
WP734 Schäden an der Kulturpflanze möglich.

GEMÜSEBAU

Pflanzenerzeugnisse:Beten (Rote, Gelbe, Weiße Bete)
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter
Anwendungsbereich: Freiland
Stadium der Kultur: Ab 2. Laubblatt bzw. Blattpaar oder Blattquirl entfaltet
Anwendungszeitpunkt: nach dem Auflaufen; nach dem Auflaufen der Unkräuter
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 3
In der Kultur bzw. je Jahr: 3
Abstand: 7 bis 14 Tage
Anwendungstechnik: spritzen
Aufwandmenge: 30 g/ha
Wasseraufwandmenge: 200 bis 400 l/ha Wasser
Wartezeit: Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (Z.B. Ernte) verbleibt bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich.
Sonstige Hinweise: Mischungspartner: in Mischung mit DU PONT TREND 0,25 l/ha
WP734 Schäden an der Kulturpflanze möglich.

Nach Artikel 51 Abs. 1 der Verordnung (EG) Nr. 1107/2009 (alt: §18a PflSchG) genehmigte Anwendungen



GEMÜSEBAU

Pflanzenerzeugnisse:Chicoree (Feldanbau für Treiberei)
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter
Anwendungsbereich: Freiland
Stadium der Kultur: Ab 2. Laubblatt entfaltet
Stadium Schadorganismus: Ab Auflaufen: Keimscheide/Keimblätter durchbricht/brechen Bodenoberfläche (ausgen. hypogäische Keimung); Spross bzw. Blatt durchbricht die Bodenoberfläche; Knospen zeigen grüne Spitzen
Anwendungszeitpunkt: nach dem Auflaufen der Unkräuter
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 3
In der Kultur bzw. je Jahr: 3
Abstand: 7 bis 14 Tage
Anwendungstechnik: spritzen im Spittingverfahren
Aufwandmenge: Zeitpunkt 1: 10g/ha in 200 bis 400 l/ha Wasser
Zeitpunkt 2: 10g/ha in 200 bis 400 l/ha Wasser
Zeitpunkt 3: 10g/ha in 200 bis 400 l/ha Wasser
Wartezeit: Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (Z.B. Ernte) verbleibt bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich.
Sonstige Hinweise: Mischungspartner: empfohlene Mischung mit DU PONT TREND im Splittingverfahren 0,25 l/ha

Mischbarkeit/Technik

Mischbarkeit

Debut® kann zur Anwendung in Futter- und Zuckerrüben mit den meisten handelsüblichen Rübenherbiziden gemischt werden.
Bei Verwendung mehrerer Produkte in einer Tankmischung können unvorhergesehene Wechselwirkungen auftreten. Generell sind die Gebrauchsanleitungen der Mischpartner zu beachten sowie die Grundsätze der Guten Landwirtschaftlichen Praxis. Für eventuell negative Auswirkungen von durch uns nicht empfohlene Tankmischungen haften wir nicht, da nicht alle in Betracht kommenden Mischungen geprüft werden können. Bei Mischungen mit mehreren Mischpartnern bitte Beratung anfordern.
Der Zusatz von Öl ist biologisch nicht erforderlich.

Ansetzen der Spritzbrühe

Die verwendeten Spritzgeräte müssen frei von Resten anderer Mittel sein. Wir empfehlen dringend, die Spritze entsprechend den Gebrauchsanleitungen vorher verwendeter Präparate zu reinigen. Spritzgeräte regelmäßig auf Prüfstand kontrollieren und einstellen lassen.
• Debut® besteht aus zwei Komponenten (wasserdispergierbares Granulat und Formulierungshilfsstoff). Geben Sie zuerst die benötigte Menge der Debut®-Komponente A (Granulat) in den zu 1/4 bis 1/2 gefüllten Spritztank. Das Granulat löst sich innerhalb weniger Minuten in Wasser auf.
• Verwenden Sie beim Abmessen des Produktes nur den der Packung beiliegenden, produktspezifischen Messbecher.
• Falls Sie Debut® in Mischung ausbringen wollen, nach dem vollständigen Auflösen der Debut®-Komponente A (Granulat) den gewünschten Mischpartner dazugeben.
• Geben Sie die benötigte Menge Debut®-Komponente B (Formulierungshilfsstoff) hinzu.
• Füllen Sie den Tank mit der restlichen Wassermenge auf.
• Lassen Sie beim Anrühren und Spritzen das Rührwerk laufen.
• Debut® sollte unmittelbar nach dem Anrühren gespritzt werden.
• Überwachen Sie sorgfältig das Spritzsystem, um Unter- oder Überdosierung zu vermeiden.

Reinigung

Vor dem Einsatz eines Spritzgerätes in Zuckerrüben sollte immer eine sorgfältige Reinigung durchgeführt werden.
Nach der Ausbringung von Debut® sollte das Spritzgerät immer wie folgt gereinigt werden. Das gilt insbesondere, wenn es in anderen Kulturen als Futterrüben, Zuckerrüben, Beten oder Chicoree eingesetzt werden soll.
• Spritze vollständig auf dem Feld leerspritzen.
• Technisch unvermeidbare Restmenge im Verhältnis 1:10 mit Wasser verdünnen und bei laufendem Rührwerk auf behandelter Fläche verspritzen.
• Spritze zweimal hintereinander spülen. Dabei jeweils mindestens 20 % des Tankvolumens mit Wasser auffüllen.
• Im ersten Reinigungsdurchgang ein geeignetes Reinigungsmittel zugeben. Die Innenflächen des Tanks mit Wasserstrahl bzw. Reinigungsdüsen abspritzen. Rührwerk für 15 Minuten einschalten.
• Nach jedem Spülvorgang die Reinigungsflüssigkeit bei laufendem Rührwerk durch die Düsen auf der behandelten Fläche verspritzen.
• Reinigen Sie Filter, Düsen und Spritzgestänge separat.

Geeignete Reinigungsmittel:
Aufgrund eigener Erfahrungen empfehlen wir die Verwendung von All Clear Extra

Nachbau

Bei vorzeitigem Umbruch der Rüben, der Beten bzw. des Chicorées können unmittelbar danach nur Rüben, Beten bzw. Chicorée nachgesät werden.
Unter Beachtung einer Wartezeit von 30 Tagen nach der letzten Anwendung von Debut® ist nach Umbruch der Rüben, der Beten bzw. des Chicorées der Anbau von Mais möglich.
Nach der Ernte der Rüben, der Beten bzw. des Chicorées bestehen nach Anwendung der empfohlenen Aufwandmengen keine Einschränkungen im Nachbau, außer bei Zierpflanzen, Blumen, Gemüse und Baumschulerzeugnissen. Hier liegen keine ausreichenden Erfahrungen vor.
Aufgrund eigener Erfahrung empfehlen wir die Verwendung von All Clear® Extra

Resistenzmanagement

Bei wiederholten Anwendungen des Mittels oder von Mitteln derselben Wirkstoffgruppe können Wirkungsminderungen eintreten oder eingetreten sein. Um Resistenzbildungen vorzubeugen, das Mittel möglichst im Wechsel mit Mitteln aus anderen Wirkstoffgruppen verwenden.
Debut® enthält den Wirkstoff Triflusulfuron Methyl.
Triflusulfuron Methyl zählt zur Gruppe der Sulfonylharnstoffe, deren Wirkungsmechanismus in die Gruppe B der HRAC-Klassifizierung eingestuft ist; weitere Informationen siehe Internet http://www.plantprotection.org.
Wenn diese Herbizide über mehrere Jahre auf demselben Feld eingesetzt werden, ist regional eine Selektion von resistenten Biotypen potenziell möglich.
Geeignete Resistenzvermeidungsstrategien sind zu berücksichtigen, wie z. B.:
1. Wechsel von Herbiziden bzw. Spritzfolgen / Tankmischungen mit Herbiziden, die einen unterschiedlichen Wirkungsmechanismus besitzen
2. Fruchtfolgegestaltung
3. Bodenbearbeitung
4. Saattermin
siehe auch Wirkmechanismus

Umweltverhalten

Nutzorganismen

NB6641 Das Mittel wird bis zu der höchsten durch die Zulassung festgelegten Aufwandmenge oder Anwendungskonzentration, falls eine Aufwandmenge nicht vorgesehen ist, als nicht bienengefährlich eingestuft (B4). NN2001 Das Mittel wird als schwach schädigend für Populationen relevanter Nutzinsekten eingestuft.
NN1002 Das Mittel wird als nicht schädigend für Populationen relevanter Raubmilben und Spinnen eingestuft.

Wasserorganismen

NW262 Das Mittel ist giftig für Algen. NW265 Das Mittel ist giftig für höhere Wasserpflanzen. NW264 Das Mittel ist giftig für Fische und Fischnährtiere.

Anwenderschutz


Hinweise für den sicheren Umgang

SB001 Jeden unnötigen Kontakt mit dem Mittel vermeiden. Missbrauch kann zu Gesundheitsschäden führen.
SB010 Für Kinder unzugänglich aufbewahren.
SB110 Die Richtlinie für die Anforderungen an die persönliche Schutzausrüstung im Pflanzenschutz "Persönliche Schutzausrüstung beim Umgang mit Pflanzenschutzmitteln" des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit ist zu beachten.
SE110 Dicht abschließende Schutzbrille tragen beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel.
SF245-01 Behandelte Flächen/Kulturen erst nach dem Abtrocknen des Spritzbelages wieder betreten.

Anwendungsbestimmung

Von der Zulassungsbehörde festgesetzte Anwendungsbestimmungen

(NW468) Anwendungsflüssigkeiten und deren Reste, Mittel und dessen Reste, entleerte Behältnisse oder Packungen sowie Reinigungs- und Spülflüssigkeiten nicht in Gewässer gelangen lassen. Dies gilt auch für indirekte Einträge über die Kanalisation, Hof- und Straßenabläufe sowie Regen- und Abwasserkanäle.


(NW609-1) Die Anwendung des Mittels auf Flächen in Nachbarschaft von Oberflächengewässern - ausgenommen nur gelegentlich wasserführende, aber einschließlich periodisch wasserführender Oberflächengewässer - muss mindestens mit unten genanntem Abstand erfolgen. Dieser Abstand muss nicht eingehalten werden, wenn die Anwendung mit einem Gerät erfolgt, das in das Verzeichnis "Verlustmindernde Geräte" vom 14. Oktober 1993 (Bundesanzeiger Nr. 205, S. 9780) in der jeweils geltenden Fassung eingetragen ist. Unabhängig davon ist, neben dem gemäß Länderrecht verbindlich vorgegebenen Mindestabstand zu Oberflächengewässern, das Verbot der Anwendung in oder unmittelbar an Gewässern in jedem Fall zu beachten. Zuwiderhandlungen können mit einem Bußgeld bis zu 50.000 Euro geahndet werden.
5 m

Erste Hilfe

Erste Hilfe Maßnahmen

Allgemeine Hinweise:
Nie einer ohnmächtigen Person etwas durch den Mund einflößen.
Einatmen:
An die frische Luft bringen. Nach schwerwiegender Einwirkung Arzt hinzuziehen. Künstliche Beatmung und/oder Sauerstoff kann notwendig sein.
Hautkontakt:
Beschmutzte Kleidung und Schuhe sofort ausziehen. Sofort mit Seife und viel Wasser abwaschen. Beim Auftreten von Hautreizungen oder allergischen Reaktionen einen Arzt hinzuziehen. Beschmutzte Kleidung vor Wiedergebrauch waschen.
Augenkontakt:
Vorhandene Kontaktlinsen, wenn möglich, entfernen. Auge offen halten und langsam und behutsam während 15-20 Minuten mit Wasser ausspülen. Bei anhaltender Augenreizung einen Facharzt aufsuchen.
Verschlucken:
Sofort einen Arzt oder ein Behandlungszentrum für Vergiftungsfälle verständigen. KEIN Erbrechen herbeiführen außer auf Anweisung des Arztes oder des Behandlungszentrums für Vergiftungsfälle. Ist der Verunfallte bei Bewusstsein: Mund mit Wasser ausspülen.

Hinweise für den Arzt:

Symptomatische Behandlung.

Lagerung/Entsorgung/Hinweise

Lagerung

An einem Platz lagern, der nur berechtigten Personen zugänglich ist. Im Originalbehälter lagern. In korrekt beschrifteten Behältern aufbewahren. Behälter dicht geschlossen an einem trockenen, kühlen und gut gelüfteten Ort aufbewahren. Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen. Von Nahrungsmitteln, Getränken und Futtermitteln fernhalten.
Fernhalten von: Oxidationsmittel

Entsorgung

Leere und unbrauchbar gemachte Packungen der kommunalen Abfallbeseitigung zuführen. Produktreste nicht dem Hausmüll beigeben, sondern in Originalverpackung bei den entsorgungspflichtigen Körperschaften anliefern. Gegebenenfalls Stadt- oder Kreisverwaltung um Auskunft bitten.

Einstufung und Kennzeichnung gemäß CLP

DEBUT®-Komponente A:

Gefahrenhinweise:

(H351) Kann vermutlich Krebs erzeugen.
(H410) Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.

Sicherheitshinweise:

(P202) Vor Gebrauch alle Sicherheitshinweise lesen und verstehen.
(P280) Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen.
(P308+P313) BEI Exposition oder falls betroffen: Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.
(P391) Verschüttete Mengen aufnehmen.
(P501) Inhalt/Behälter einer ordnungsgemäßen Entsorgung zuführen.

Ergänzende Kennzeichnungselemente:

(EUH 401) Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt die Gebrauchsanleitung einhalten.

DEBUT®-Komponente B:

Gefahrenhinweise:

(H302) Gesundheitsschädlich bei Verschlucken.
(H318) Verursacht schwere Augenschäden.

Sicherheitshinweise:

(P264) Nach Gebrauch Hände gründlich waschen.
(P270) Bei Gebrauch nicht essen, trinken oder rauchen.
(P280) Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen.
(P305+P351+P338) BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen.
(P310) Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen.
(P501) Inhalt/Behälter einer ordnungsgemäßen Entsorgung zuführen.

Ergänzende Kennzeichnungselemente:

(EUH 401) Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt die Gebrauchsanleitung einhalten.

Haftung

Zulassungsinhaber: Cheminova Deutschland GmbH & Co. KG Stader Elbstraße 28D 21683 Stade
Beratungsnummer

Vertriebspartner: Cheminova Deutschland GmbH & Co. KG Stader Elbstraße 28D 21683 StadeTelefon (04141) 9204-0