Danadim® Progress

Insektizid/Akarizid

Zulassung
024190-00

Wirkstoff:

400 g/l Dimethoat (37,9 Gew.-%)

Formulierung:

Emulsionskonzentrat (EC)

Bienen:

bienengefährlich (B1)
ArtikelnummerPackungsgrößen
1000649910 x 1 l Umkarton
100665534 x 5 l Umkarton

Piktogramm:

GHS07 , GHS08 , GHS09 , GSH02

Signalwort:

Gefahr

Systemisches Insektizid gegen saugende und beißende Insekten im Acker-, Gemüse- und Zierpflanzenbau. Der Wirkstoff wird rasch von den Blättern in alle oberirdischen Organe der Pflanze transportiert, so dass auch versteckt lebende Schädlinge zuverlässig erfasst werden.


Zur Vermeidung von Nachteilen ist die genaue Beachtung der Gebrauchsanleitung wichtig.
Sicherheitsdatenblatt

Wirkungsweise


Wirkungsmechanismus (IRAC-Gruppe) Dimethoat: 1B

Wirkungsspektrum

VON DER ZULASSUNGSBEHÖRDE FESTGESETZTE ANWENDUNGSGEBIETE UND ANWENDUNGSBESTIMMUNGEN

Pflanzen/ObjekteSchadorganismen/Zweckbestimmung
Futterrübe, ZuckerrübeRübenfliege
Getreide (Gerste, Hafer, Roggen, Triticale, Weizen)Blattläuse
RosenkohlSaugende Insekten
Spargel (Ertragsanlagen)Spargelfliege
Spargel (Junganlagen)Spargelfliege
ZiergehölzeMinierende Kleinschmetterlingsraupen
ZierpflanzenSchildlaus-Arten , Saugende Insekten , Blattläuse

Anwendung

Anwendung

ACKERBAU

Pflanzenerzeugnisse:Futterrübe, Zuckerrübe
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Rübenfliege
Anwendungsbereich: Freiland
Anwendungszeitpunkt: Nach Befallsbeginn oder ab Warndienstaufruf
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 1
Anwendungstechnik: spritzen
Aufwandmenge: 0,4 l/ha
Wasseraufwandmenge: mindestens 200 l/ha
Wartezeit: 35 Tage
VA230 Keine zusätzlichen Anwendungen mit anderen, diesen Wirkstoff enthaltenden Mitteln.
Pflanzenerzeugnisse:Getreide (Gerste, Hafer, Roggen, Triticale, Weizen)
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Blattläuse
Anwendungsbereich: Freiland
Stadium der Kultur: Bis Mitte des Ähren-/Rispenschiebens
Anwendungszeitpunkt: Nach Erreichen von Schwellenwerten oder nach Warndienstaufruf
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 2
Anwendungstechnik: spritzen
Aufwandmenge: 0,7 l/ha
Wasseraufwandmenge: 200 bis 400 l/ha
Wartezeit: Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z. B. Ernte) verbleibt bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich.
VA230 Keine zusätzlichen Anwendungen mit anderen, diesen Wirkstoff enthaltenden Mitteln.

GEMÜSEBAU

Pflanzenerzeugnisse:Rosenkohl
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Saugende Insekten
Anwendungsbereich: Freiland
Anwendungszeitpunkt: Nach Befallsbeginn oder ab Warndienstaufruf
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 2
In der Kultur bzw. je Jahr: 2
Abstand: mindestens 14 Tage
Anwendungstechnik: spritzen
Aufwandmenge: Pflanzengröße bis 50 cm: 0,6 l/ha
Wasseraufwandmenge: 600 l/ha
Wartezeit: 28 Tage
NT6937 Das Mittel ist giftig für Vögel; deshalb in Gemüsekulturen, die zur Blattpfützenbildung neigen, nur bis zum 16-Blatt-Stadium anwenden und am Tag der Anwendung nicht beregnen; diese Einschränkung gilt nicht bei Verwendung von Kultur- oder Vogelschutznetzen.
VA230 Keine zusätzlichen Anwendungen mit anderen, diesen Wirkstoff enthaltenden Mitteln.
Pflanzenerzeugnisse:Spargel (Junganlagen)
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Spargelfliege
Anwendungsbereich: Freiland
Stadium der Kultur: Bis BBCH 55
Anwendungszeitpunkt: Nach dem Austrieb ODER bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome/Schadorganismen
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 5
In der Kultur bzw. je Jahr: 5
Abstand: 8 bis 10 Tage
Anwendungstechnik: spritzen (Bandbehandlung)
Aufwandmenge: 0,6 l/ha
Wasseraufwandmenge: 400 l/ha
Wartezeit: Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z. B. Ernte) verbleibt bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich.

Pflanzenerzeugnisse:Spargel (Ertragsanlagen)
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Spargelfliege
Anwendungsbereich: Freiland
Stadium der Kultur: Bis BBCH 55
Anwendungszeitpunkt: Nach dem Stechen, bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome/Schadorganismen
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 5
In der Kultur bzw. je Jahr: 5
Abstand: 8 bis 10 Tage
Anwendungstechnik: spritzen (Bandbehandlung)
Aufwandmenge: 0,6 l/ha
Wasseraufwandmenge: 400 l/ha
Wartezeit: Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z. B. Ernte) verbleibt bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich.

ZIERPFLANZENBAU

Pflanzenerzeugnisse:Ziergehölze
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Minierende Kleinschmetterlingsraupen
Anwendungsbereich: Freiland
Stadium der Kultur: Bis BBCH 55 und ab BBCH 73
Anwendungszeitpunkt: Bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome/Schadorganismen
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 1
Anwendungstechnik: spritzen
Aufwandmenge: 0,6 l/ha
Wasseraufwandmenge: 600 l/ha
Wartezeit: Die Festsetzung einer Wartezeit ist ohne Bedeutung.

Pflanzenerzeugnisse:Zierpflanzen
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Schildlaus-Arten
Anwendungsbereich: Gewächshaus
Anwendungszeitpunkt: Bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome/Schadorganismen
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 2
Anwendungstechnik: spritzen
Aufwandmenge: Pflanzengröße bis 50 cm: 1,5 l/ha
Wasseraufwandmenge: 800 l/ha
Wartezeit: Die Festsetzung einer Wartezeit ist ohne Bedeutung.
WW756 Anwendung nur an Zierpflanzen mit einer maximalen Wuchshöhe von 50 cm.
Pflanzenerzeugnisse:Zierpflanzen
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Saugende Insekten
Anwendungsbereich: Gewächshaus
Anwendungszeitpunkt: Bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome/Schadorganismen
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 2
Anwendungstechnik: spritzen
Aufwandmenge: Pflanzengröße bis 50 cm: 1 l/ha
Pflanzengröße 50 bis 125 cm: 1 l/ha
Pflanzengröße über 125 cm: 1 l/ha
Wasseraufwandmenge: Pflanzengröße bis 50 cm: 800 l/ha
Pflanzengröße 50 bis 125 cm: 900 l/ha
Pflanzengröße über 125 cm: 1.200 l/ha
Wartezeit: Die Festsetzung einer Wartezeit ist ohne Bedeutung.

Pflanzenerzeugnisse:Zierpflanzen
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Blattläuse
Anwendungsbereich: Freiland
Stadium der Kultur: Bis BBCH 55 und ab BBCH 73
Anwendungszeitpunkt: Bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome/Schadorganismen
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 2
Anwendungstechnik: spritzen
Aufwandmenge: Pflanzengröße bis 50 cm: 0,7 l /ha
Wasseraufwandmenge: Pflanzengröße bis 50 cm: 700 l/ha
Wartezeit: Die Festsetzung einer Wartezeit ist ohne Bedeutung.

Mischbarkeit/Technik

Mischbarkeit

Danadim® Progress ist mit gebräuchlichen Fungiziden mischbar. Spritzbrühe nach dem Ansetzen umgehend ausbringen. Für von uns nicht empfohlene/freigegebene Tankmischungen sowie für Mehrfachmischungen haften wir nicht.

Ansetzen der Spritzbrühe

Spritzbehälter halb mit Wasser füllen. Danadim® Progress unter Rühren zugeben und die restliche Wassermenge nachfüllen.

Verträglichkeit

Die bisherigen Erfahrungen haben gezeigt, dass Danadim® Progress in den empfohlenen Aufwandmengen von folgenden Pflanzen gut vertragen wird.


#Botanischer Name#Deutscher Name
Abutilon sp.Schönmalve
Acalypha sp.Nesselblatt
Aechmea fasciataLanzenrosette
Aglaonema pictumKolbenfaden
Anthurium andreanum-Hyb.Flamingoblume
Aphelandra goodspeedii (Xantheranthemum igneum)Glanzkölbchen
Aralia penockiAralie
Araucaria excelsaZimmertanne
Asparagus densiflorusZierspargel
Begonia lorraine Hyb.Lorrainebegonie
B. maculataBlattbegonie
Billbergia mutansBillbergie
Brosimum alicastrumBrotnußbaum
Cattleya sp.Cattleya-Orchidee
Capsicum annuumPaprika
Celosia argenthiaHahnenkamm
Chamaedorea elegansBergpalme
Chamerathemum igneumSchönpfote
Cineraria sp.Cinerarie
Cissus rhombifoliaRuss.Wein
Codiaeum variegatumWunderstrauch
(Croton)(Kroton)
Cordyline fruticosaKeulenlilie
Cucurbita spp.Kürbis
Cyperus alternifoliusZyperngras
Dahlia-Hyb. (D. variabilis)Dahlien
Dianthus caryophyllusNelke
Dieffenbachia maculataDieffenbachie
Dizygotheca elegantissimaFingeraralie
Dracaena bruantiiDrachenbaum
Epipremnum aureumEfeutute
Euphorbia fulgensKorallenranke
Euphorbia pulcherrimaWeihnachtsstern
Ficus elasticaGummibaum
Guzmania ssp.Guzmanie
Hedera helix (bunt u. grün)Efeu
Hibiscus rosa-sinensisChin. Roseneibisch
Howeia forsterianaKentia-Palme
Hoya carnosaWachsblume
Impatiens wallerianaFleißiges Lieschen
Monstera deliciosaFensterblatt
Passiflora quadrangularisPassionsblume
Pellaea rotundifoliaNachtfarn
Peperomia argyreiaZwergpfeffer
Petunia Hyb.Petunie
Philodendron bipennifoliumBaumfreund
P. bipinnatifidumPhilodendron
P. elongatum (Ph. hastatum)Baumfreund
Picea abies excelsaRotfichte
P. glaucaZuckerhut-Fichte
P. omoricaOmorika-Fichte
P. orientalisOrientalische Fichte
P. pungensStech-Fichte
P. sitchensisSitka-Fichte
Rosa spp.Rosen
Sansevieria hyacinthoidesBogenhanf
Sedum sp.Fetthenne
Spathiphyllum spp.Blattfahne
Stephanotis floribundaKranzschlinge
Syngonium spp.Eselkopf
Verbena Hyb.Verbene
Nicht bei Chrysanthemen und Zierpfirsichen einsetzen!
Da bei der großen Zahl von Arten bzw. einzelnen Sorten unterschiedliche Verträglichkeiten auftreten können, empfiehlt es sich, vor der Spritzung des gesamten Bestandes die Empfindlichkeit an einzelnen Pflanzen zu prüfen.
Beobachtungszeitraum: 5-8 Tage

Umweltverhalten

Nutzorganismen

NB6611 Das Mittel wird als bienengefährlich eingestuft (B1). Es darf nicht auf blühende oder von Bienen beflogene Pflanzen ausgebracht werden; dies gilt auch für Unkräuter. Bienenschutzverordnung vom 22. Juli 1992, BGBl. I S. 1410, beachten. NO685 Das Mittel wird als schwachschädigend für Regenwurmpopulationen eingestuft.
NN400 Das Mittel wird als schädigend für Populationen relevanter Nutzorganismen eingestuft.

Wasserorganismen

NW264 Das Mittel ist giftig für Fische und Fischnährtiere.

Gewässerschutz

Beachten Sie bitte die Anwendungsbestimmungen zum Gewässerschutz (siehe gesonderten Abschnitt "Von der Zulassungsbehörde festgesetzte Anwendungsbestimmungen")

Saumstrukturen

Beachten Sie bitte die Anwendungsbestimmungen zum Schutz von Saumstrukturen (siehe gesonderten Abschnitt "Von der Zulassungsbehörde festgelegte Anwendungsbestimmungen").

Anwenderschutz


Hinweise für den sicheren Umgang

EUH 401 Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt die Gebrauchsanleitung einhalten.
SB001 Jeden unnötigen Kontakt mit dem Mittel vermeiden. Missbrauch kann zu Gesundheitsschäden führen.
SB110 Die Richtlinie für die Anforderungen an die persönliche Schutzausrüstung im Pflanzenschutz "Persönliche Schutzausrüstung beim Umgang mit Pflanzenschutzmitteln" des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit ist zu beachten.
EO005-2 SPo 5: Vor dem Wiederbetreten ist das Gewächshaus gründlich zu lüften.
SE110 Dicht abschließende Schutzbrille tragen beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel.
SF1891 Das Wiederbetreten der behandelten Flächen/Kulturen ist am Tage der Applikation nur mit der persönlichen Schutzausrüstung möglich, die für das Ausbringen des Mittels vorgegeben ist. Nachfolgearbeiten auf/in behandelten Flächen/Kulturen dürfen grundsätzlich erst 24 Stunden nach der Ausbringung des Mittels durchgeführt werden. Innerhalb 48 Stunden sind dabei der Schutzanzug gegen Pflanzenschutzmittel und Universal-Schutzhandschuhe (Pflanzenschutz) zu tragen.
SS110 Universal-Schutzhandschuhe (Pflanzenschutz) tragen beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel.
SS120 Universal-Schutzhandschuhe (Pflanzenschutz) tragen bei Ausbringung/Handhabung des anwendungsfertigen Mittels.
SS2101 Schutzanzug gegen Pflanzenschutzmittel und festes Schuhwerk (z.B. Gummistiefel) tragen beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel.
SS2202 Schutzanzug gegen Pflanzenschutzmittel und festes Schuhwerk (z.B. Gummistiefel) tragen bei der Ausbringung/Handhabung des anwendungsfertigen Mittels.
SS421 Kopfbedeckung aus festem Stoff mit breiter Krempe tragen bei der Ausbringung/Handhabung des anwendungsfertigen Mittels in geschlossenen Räumen.
SS422 Kopfbedeckung aus festem Stoff mit breiter Krempe tragen bei der Ausbringung/Handhabung des anwendungsfertigen Mittels in Raumkulturen.
SS610 Gummischürze tragen beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel.
ST1112 Partikelfiltrierende Halbmaske FFP2 oder Halbmaske mit Partikelfilter P2 (Kennfarbe: weiß) gemäß BVL-Richtlinie für die Anforderungen an die persönliche Schutzausrüstung im Pflanzenschutz, in der jeweils geltenden Fassung, tragen beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel in geschlossenen Räumen.
ST1212 Partikelfiltrierende Halbmaske FFP2 oder Halbmaske mit Partikelfilter P2 (Kennfarbe: weiß) gemäß BVL-Richtlinie für die Anforderungen an die persönliche Schutzausrüstung im Pflanzenschutz, in der jeweils geltenden Fassung, tragen bei der Ausbringung/Handhabung des anwendungsfertigen Mittels in geschlossenen Räumen.
ST1222 Partikelfiltrierende Halbmaske FFP2 oder Halbmaske mit Partikelfilter P2 (Kennfarbe: weiß) gemäß BVL-Richtlinie für die Anforderungen an die persönliche Schutzausrüstung im Pflanzenschutz, in der jeweils geltenden Fassung, tragen bei der Ausbringung/Handhabung des anwendungsfertigen Mittels in Raumkulturen.

Anwendungsbestimmung

Von der Zulassungsbehörde festgesetzte Anwendungsbestimmungen

(NW468) Anwendungsflüssigkeiten und deren Reste, Mittel und dessen Reste, entleerte Behältnisse oder Packungen sowie Reinigungs- und Spülflüssigkeiten nicht in Gewässer gelangen lassen. Dies gilt auch für indirekte Einträge über die Kanalisation, Hof- und Straßenabläufe sowie Regen- und Abwasserkanäle.


(NW642) Die Anwendung des Mittels in oder unmittelbar an oberirdischen Gewässern oder Küstengewässern ist nicht zulässig (§ 6 Absatz 2 PflSchG). Unabhängig davon ist der gemäß Länderrecht verbindlich vorgegebene Mindestabstand zu Oberflächengewässern einzuhalten. Zuwiderhandlungen können mit einem Bußgeld bis zu einer Höhe von 50.000 Euro geahndet werden.


Für die Anwendung in Ziergehölzen, Futter- und Zuckerrüben und Spargel gilt zusätzlich:
(NT108) Bei der Anwendung des Mittels muss ein Abstand von mindestens 5 m zu angrenzenden Flächen (ausgenommen landwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzte Flächen, Straßen, Wege und Plätze) eingehalten werden. Zusätzlich muss die Anwendung in einer darauf folgenden Breite von mindestens 20 m mit einem verlustmindernden Gerät erfolgen, das in das Verzeichnis "Verlustmindernde Geräte" vom 14. Oktober 1993 (Bundesanzeiger Nr. 205, S. 9780) in der jeweils geltenden Fassung, mindestens in die Abdriftminderungsklasse 75 % eingetragen ist. Bei der Anwendung des Mittels ist weder der Einsatz verlustmindernder Technik noch die Einhaltung eines Abstandes von mindestens 5 m erforderlich, wenn die Anwendung mit tragbaren Pflanzenschutzgeräten erfolgt oder angrenzende Flächen (z. B. Feldraine, Hecken, Gehölzinseln) weniger als 3 m breit sind. Bei der Anwendung des Mittels ist ferner die Einhaltung eines Abstandes von mindestens 5 m nicht erforderlich, wenn die Anwendung des Mittels in einem Gebiet erfolgt, das von der Biologischen Bundesanstalt im "Verzeichnis der regionalisierten Kleinstrukturanteile" vom 7. Februar 2002 (Bundesanzeiger Nr. 70a vom 13. April 2002) in der jeweils geltenden Fassung, als Agrarlandschaft mit einem ausreichenden Anteil an Kleinstrukturen ausgewiesen worden ist oder angrenzende Flächen (z. B. Feldraine, Hecken, Gehölzinseln) nachweislich auf landwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzten Flächen angelegt worden sind.


Für die Anwendung in Getreide, Rosenkohl und Zierpflanzen (Blattläuse) gilt zusätzlich:
(NT109) Bei der Anwendung des Mittels muss ein Abstand von mindestens 5 m zu angrenzenden Flächen (ausgenommen landwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzte Flächen, Straßen, Wege und Plätze) eingehalten werden. Zusätzlich muss die Anwendung in einer darauf folgenden Breite von mindestens 20 m mit einem verlustmindernden Gerät erfolgen, das in das Verzeichnis "Verlustmindernde Geräte" vom 14. Oktober 1993 (Bundesanzeiger Nr. 205, S. 9780) in der jeweils geltenden Fassung, mindestens in die Abdriftminderungsklasse 90 % eingetragen ist. Bei der Anwendung des Mittels ist weder der Einsatz verlustmindernder Technik noch die Einhaltung eines Abstandes von mindestens 5 m erforderlich, wenn die Anwendung mit tragbaren Pflanzenschutzgeräten erfolgt oder angrenzende Flächen (z. B. Feldraine, Hecken, Gehölzinseln) weniger als 3 m breit sind. Bei der Anwendung des Mittels ist ferner die Einhaltung eines Abstandes von mindestens 5 m nicht erforderlich, wenn die Anwendung des Mittels in einem Gebiet erfolgt, das von der Biologischen Bundesanstalt im "Verzeichnis der regionalisierten Kleinstrukturanteile" vom 7. Februar 2002 (Bundesanzeiger Nr. 70a vom 13. April 2002) in der jeweils geltenden Fassung, als Agrarlandschaft mit einem ausreichenden Anteil an Kleinstrukturen ausgewiesen worden ist oder angrenzende Flächen (z. B. Feldraine, Hecken, Gehölzinseln) nachweislich auf landwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzten Flächen angelegt worden sind.


Für die Anwendung in Ziergehölzen gilt zusätzlich:
(NW609) Die Anwendung des Mittels auf Flächen in Nachbarschaft von Oberflächengewässern - ausgenommen nur gelegentlich wasserführende, aber einschließlich periodisch wasserführender Oberflächengewässer - muss mindestens mit unten genanntem Abstand erfolgen. Dieser Abstand muss nicht eingehalten werden, wenn die Anwendung mit einem Gerät erfolgt, das in das Verzeichnis "Verlustmindernde Geräte" vom 14. Oktober 1993 (Bundesanzeiger Nr. 205, S. 9780) in der jeweils geltenden Fassung eingetragen ist. Unabhängig davon ist, neben dem gemäß Länderrecht verbindlich vorgegebenen Mindestabstand zu Oberflächengewässern, § 6 Absatz 2 Satz 2 PflSchG zu beachten. Zuwiderhandlungen können mit einem Bußgeld bis zu 50.000 Euro geahndet werden.
5 m

Erste Hilfe

Erste Hilfe Maßnahmen

Allgemeine Hinweise:
Mit Produkt verunreinigte Kleidungsstücke unverzüglich entfernen. Vergiftungssymptome können erst nach vielen Stunden auftreten, deshalb ärztliche Überwachung mindestens 48 Stunden nach einem Unfall.
Nach Einatmen:
Den Betroffenen an die frische Luft bringen und ruhig lagern. Sofort Arzt hinzuziehen. Bei Atemspende: Selbstschutz des Ersthelfers berücksichtigen. Beatmung nur mit Beatmungsbeutel oder Beatmungsgerät.
Nach Hautkontakt:
Sofort mit Wasser und Seife abwaschen und gut nachspülen. Bei andauernder Hautreizung Arzt aufsuchen. Nach Augenkontakt: Augen bei geöffnetem Lidspalt mehrere Minuten unter fließendem Wasser abspülen und Arzt konsultieren. Falls Kontaktlinsen vorhanden, diese erst nach 5 Minuten entfernen, dann das Auge weiter spülen.
Nach Verschlucken:
Mund mit reichlich Wasser ausspülen; nicht verschlucken. Kein Erbrechen herbeiführen, sofort Arzthilfe hinzuziehen und Sicherheitsdatenblatt vorzeigen.
Wichtigste akute und verzögert auftretende Symptome und Wirkungen:
Cholinerges Syndrom (Symptome einer Cholinesterase Hemmung):Tränenfluss, Magenschmerzen, enge Pupillen (Miosis), Schwitzen, Bronchialverschleimung, Erbrechen, Diarrhoe, Bradykardie (initial auch Tachykardie); Bewusstseinseinschränkung, Muskelfaszikulationen, Atemstörungen; Krampfanfälle.
In leichteren Fällen (d.h. bei Aufnahme einer geringen Dosis) können folgende Symptome auftreten: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Dyspnoe, Kopfschmerz und Schwindel.

Hinweise für den Arzt:

Dimethoat gehört zur Gruppe der Organophosphate und ist ein Cholinesterase-Inhibitor, der das zentrale und periphere Nervensystem beeinflusst und zur Atemdepression führt.
Gefahren: Bei Verschlucken bzw. Erbrechen besteht die Gefahr der Aspiration. Atemlähmung
Hinweise auf ärztliche Soforthilfe oder Spezialbehandlung: Symptomatische Behandlung (Dekontamination, Vitalfunktionen).
Wenn Symptome auftreten sofort als Antidot Atropin(sulfat) intravenös oder Intramuskulär in hoher Dosierung verabreichen und solange wiederholen bis zum Ansteigen der Cholinesterase auf > 30 % des unteren Normwertes.
Bei schweren Vergiftungen sollten möglichst innerhalb der ersten sechs Stunden als weitere Antidote Oxime (z. B. Obidoxim) nach Atropingabe verabreicht werden.
Bei Vergiftungen nach oraler Aufnahme ist als Maßnahme zur primären Giftentfernung, nach Erstversorgung und Antidotgabe, eine exzessive Magenspülung geeignet.

Lagerung/Entsorgung/Hinweise

Lagerung

Anforderung an Lagerräume und Behälter:
Nur im Originalgebinde aufbewahren. Gebinde fest verschlossen an einem trockenen, kühlen und gut belüfteten Ort lagern.
Zusammenlagerungshinweise:
Getrennt von Nahrungs-, Genuss- und Futtermitteln lagern. Zusätzlich ist die Einschränkung der Zusammenlagerung gemäß TRGS 510 zu beachten.
Weitere Angaben zu den Lagerbedingungen:
Vor Hitze und direkter Sonnenbestrahlung schützen. Vor Frost schützen. Für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Entsorgung

Leere Verpackungen nicht weiterverwenden. Leere und sorgfältig gespülte Verpackungen mit der Marke PAMIRA sind an den autorisierten Sammelstellen des Entsorgungssystems PAMIRA mit separiertem Verschluss abzugeben. Informationen zu Zeitpunkt und Ort der Sammlungen erhalten Sie von Ihrem Händler, aus der regionalen Presse oder im Internet unter www.pamira.de. Produktreste nicht in den Hausmüll geben, sondern in Originalverpackungen bei der Sondermüllentsorgung Ihres Wohnortes anliefern. Weitere Auskünfte erhalten Sie bei Ihrer Stadt- oder Kreisverwaltung.

Einstufung und Kennzeichnung gemäß CLP

Piktogramm:

GHS07 , GHS08 , GHS09 , GSH02

Signalwort:

Gefahr

Gefahrenhinweise:

(H226) Flüssigkeit und Dampf entzündbar.
(H302+H332) Gesundheitsschädlich bei Verschlucken oder Einatmen.
(H304) Kann bei Verschlucken und Eindringen in die Atemwege tödlich sein.
(H317) Kann allergische Hautreaktionen verursachen.
(H373) Kann die Organe schädigen bei längerer oder wiederholter Exposition.
(H410) Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.

Sicherheitshinweise:

(P101) Ist ärztlicher Rat erforderlich, Verpackung oder Kennzeichnungsetikett bereithalten.
(P102) Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen.
(P210) Von Hitze, heißen Oberflächen, Funken, offenen Flammen sowie anderen Zündquellenarten fernhalten. Nicht rauchen.
(P260) Staub/Rauch/Gas/Nebel/Dampf/Aerosol nicht einatmen.
(P271) Nur im Freien oder in gut belüfteten Räumen verwenden.
(P280) Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen.
(P301+P310+P331) BEI VERSCHLUCKEN: Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM oder Arzt anrufen. Kein Erbrechen hervorrufen.
(P405) Unter Verschluss aufbewahren.
(P501) Inhalt/Behälter einer ordnungsgemäßen Entsorgung zuführen.

Ergänzende Kennzeichnungselemente:

(EUH208) Enthält Maleinsäureanhydrid. Kann allergische Reaktionen hervorrufen.
(EUH 401) Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt die Gebrauchsanleitung einhalten.
Verpackung darf nicht wieder verwendet werden.
Sicherheitsdatenblatt auf Anfrage erhältlich.
Anwendung nur durch berufliche Anwender zulässig.

Haftung

Zulassungsinhaber: Cheminova A/S P.O. Box 9DK 7620 Lemvig
Hersteller: Cheminova A/S P.O. Box 9DK 7620 Lemvig
Vertriebspartner: Cheminova Deutschland GmbH & Co. KG Stader Elbstraße 28D 21683 StadeTelefon (04141) 9204-0