Mogeton® TOP

Herbizid

Zulassung
006668-00

Wirkstoff:

500 g/kg Quinoclamin (50,0 Gew.-%)

Formulierung:

Wasserdispergierbares Granulat (WG)

Bienen:

nicht bienengefährlich (B4)
ArtikelnummerPackungsgrößen
100684378 x 750 g Umkarton

Piktogramm:

GHS07 , GHS08 , GHS09

Signalwort:

Achtung

Selektives Herbizid zur Bekämpfung von Moosen im Rasen und Lebermoosen auf Baumschul-Containerkulturen im Freiland. Der Wirkstoff Quinoclamin wird über die grünen Pflanzenteile der Moose aufgenommen. Mogeton® TOP wirkt nicht verätzend, sondern greift in die Photosynthese der Moose ein und schafft ein herbizides Depot auf der Substratoberfläche, das das Auskeimen der Moossporen unterbindet. So wird eine Dauerwirkung über mehrere Monate erreicht.


Zur Vermeidung von Nachteilen ist die genaue Beachtung der Gebrauchsanleitung wichtig.
Sicherheitsdatenblatt

Wirkungsspektrum

VON DER ZULASSUNGSBEHÖRDE FESTGESETZTE ANWENDUNGSGEBIETE UND ANWENDUNGSBESTIMMUNGEN

Pflanzen/ObjekteSchadorganismen/Zweckbestimmung
Baumschulgehölzpflanzen (In Baumschulcontainern)Brunnen-Lebermoos
Rasen (Nicht im Ansaatjahr)Moose

Nach Artikel 51 Abs. 1 der Verordnung (EG) Nr. 1107/2009 (alt: §18a PflSchG) genehmigte Anwendungen

Zusätzlich zu den festgesetzten Anwendungsgebieten hat die Zulassungsbehörde die Anwendung dieses Produktes in zusätzlichen Anwendungsgebieten genehmigt. Wirksamkeit und Verträglichkeit sind in diesem zusätzlichen Anwendungsgebiet nicht immer ausreichend geprüft. Daher liegen die in Abhängigkeit von Kultur, Sorte, Anbauverfahren und den spezifischen Umweltbedingungen möglichen Schäden im Verantwortungsbereich des Anwenders. Dieser muss Wirksamkeit und Verträglichkeit vom dem Mitteleinsatz unter den betriebsspezifischen Bedingungen prüfen (Testanwendung).

Pflanzen/ObjekteSchadorganismen/Zweckbestimmung
Baumschulgehölzpflanzen (In Baumschulcontainern)Brunnen-Lebermoos
WegeAlgen, Moose

Wirkungsspektrum

Mogeton® TOP ist u.a. sehr gut wirksam gegen: Echtes Zypressen-Schlafmoos (Hypnum cupressiforme), Verwandtes Sternmoos (Mnium affine), Glashaar-Widertonmoos (Polytrichum piliferum), Sparriges Kranzmoos (Rhytidiadelphus spuarrosus). Hinweis: Das Mittel wirkt nicht gegen Sternmoos (Nelkengewächs).

Anwendung

Anwendung

ZIERPFLANZENBAU

Pflanzenerzeugnisse:Rasen (Nicht im Ansaatjahr)
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Moose
Anwendungsbereich: Freiland
Anwendungszeitpunkt: Während der Vegetationsperiode (Mai bis August)
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 1
Anwendungstechnik: spritzen (mit Spritzschirm)
Aufwandmenge: 7,5 kg/ha
Wasseraufwandmenge: 1000 l/ha
Wartezeit: Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z. B. Ernte) verbleibt bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich.
NW641 Anwendung ausschließlich unter Verwendung von Spritzschirmen.
VA252 Behandelte Flächen/Kulturen dürfen von unbeteiligten Dritten grundsätzlich frühestens 24 Stunden nach Ausbringen des Mittels betreten werden. Nach dem Ausbringen des Mittels ist durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen, dass dritte Personen, insbesondere Kinder, die Behandlungsfläche nicht betreten.
VV207 Im Behandlungsjahr anfallendes Erntegut/Mähgut nicht verfüttern.
Pflanzenerzeugnisse:Rasen (Nicht im Ansaatjahr)
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Moose
Anwendungsbereich: Freiland
Anwendungszeitpunkt: Während der Vegetationsperiode (Mai bis August)
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 1
Anwendungstechnik: gießen
Aufwandmenge: 7,5 kg/ha
Wasseraufwandmenge: 1000 l/ha
Wartezeit: Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z. B. Ernte) verbleibt bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich.
VA252 Behandelte Flächen/Kulturen dürfen von unbeteiligten Dritten grundsätzlich frühestens 24 Stunden nach Ausbringen des Mittels betreten werden. Nach dem Ausbringen des Mittels ist durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen, dass dritte Personen, insbesondere Kinder, die Behandlungsfläche nicht betreten.
VV207 Im Behandlungsjahr anfallendes Erntegut/Mähgut nicht verfüttern.
Pflanzenerzeugnisse:Baumschulgehölzpflanzen (In Baumschulcontainern)
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Brunnen-Lebermoos
Anwendungsbereich: Freiland
Anwendungszeitpunkt: Während der Vegetationsperiode (Mai bis August)
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 1
Anwendungstechnik: spritzen (mit Spritzschirm)
Aufwandmenge: 0,75 g/m²
Wasseraufwandmenge: 100 ml/m²
Wartezeit: Die Festsetzung einer Wartezeit ist ohne Bedeutung.
Sonstige Hinweise: Die Wirkungssicherheit und Pflanzenverträglichkeit kann durch eine anschließende Beregnung mit Wasser von 1-2 l/m² zusätzlich gesteigert werden. Max. 1 Anwendung in der Kultur bzw. je Jahr.
NW641 Anwendung ausschließlich unter Verwendung von Spritzschirmen.

Nach Artikel 51 Abs. 1 der Verordnung (EG) Nr. 1107/2009 (alt: §18a PflSchG) genehmigte Anwendungen



ZIERPFLANZENBAU

Pflanzenerzeugnisse:Baumschulgehölzpflanzen (In Baumschulcontainern)
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Brunnen-Lebermoos
Anwendungsbereich: Gewächshaus
Anwendungszeitpunkt: Während der Vegetationsperiode (Mai bis August)
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 1
Anwendungstechnik: spritzen
Aufwandmenge: 0,75 g/m²
Wasseraufwandmenge: 100 ml/m²
Wartezeit: Die Festsetzung einer Wartezeit ist ohne Bedeutung.
Sonstige Hinweise: Die Wirkungssicherheit und Pflanzenverträglichkeit kann durch eine anschließende Beregnung mit Wasser von 1-2 l/m² zusätzlich gesteigert werden.

Pflanzenerzeugnisse:Wege
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Algen, Moose
Anwendungsbereich: Gewächshaus
Anwendungszeitpunkt: Während der Vegetationsperiode (Mai bis August)
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 1
Anwendungstechnik: spritzen (mit Spritzschirm)
Aufwandmenge: 0,75 g/m²
Wasseraufwandmenge: 100 ml/m²
Wartezeit: Die Festsetzung einer Wartezeit ist ohne Bedeutung.

Mischbarkeit/Technik

Ansetzen der Spritzbrühe

Ausbringungsgerät zur Hälfte mit der erforderlichen Wassermenge befüllen. Anschließend Mogeton® TOP unter Rühren langsam zugeben und die restliche Wassermenge auffüllen. Die Wirkung von Mogeton® TOP wird gefördert durch Wärme und Feuchtigkeit. Bei Kälte und Trockenheit tritt die Wirkung ohne Wirkungsverluste verzögert ein. Entscheidend für den Bekämpfungserfolg der Lebermoose ist die gründliche Benetzung. Mindestaufwandmenge für Wasser im Spritzverfahren (100 ml/m² bzw. 1000 l/ha) daher unbedingt beachten. Zur Ausbringung von Mogeton® TOP eignen sich größere Düsen, wie z.B. XR 11006, LU 12006 mit einem höheren Grobtropfenanteil besser als kleine Düsen. Bei Kulturen mit dichtem Laubwerk bzw. hohem Kulturdeckungsgrad ist eine gründliche Benetzung der Moose nicht immer gewährleistet. Die Benetzung sollte in solchen Fällen durch das grobtropfige Abbrausen (0,5 - 2,0 l Wasser/m²) nach der Anwendung gefördert werden.

Hinweis zur Volumendosierung:
1 kg Mogeton® TOP entsprechen etwa 1,6 l Volumen

Reinigung

Spritzgerät und -leitungen nach Gebrauch gründlich mit Wasser reinigen.

Verträglichkeit

Mogeton® TOP wurde an zahlreichen Zierpflanzen geprüft und erweist sich als gut verträglich bei:

#Botanische Bezeichnung (Varietät)

Abelia
Abies koreana
Aconitum (Sparks)
Actinididia
Amelanchier
Andromeda poliofolia compacta
Anthuria
Aristotelia
Arundinaria
Astilbe (Bress Beauty)
Astra alum (Potschke)
Aucuba japonica
Azalea*
Ballota
Berberis aganepainii (lanceifolia)
Berberis atropurpurea
Berberis buxifolia (nana)
Berberis stenophylla
Berberis verruculosa
Buddleia
Buxus sempervirens (Suffructiocosa)
Buxus sempervirens (arborescens)
Callicarpa bodinieri (giraldii)
Callistemon
Calluna vulgaris* (Peter Sparkes, Long White, Red Favorit, Darkness, Alba Serlei, Schurigs Sensation)
Calocedrus
Carnellia
Caryopteris clandonensis
Catalpa
Cedrus deodara
Ceonothus
Ceratostigma
Chamaecyparis lawsoniana
Chamaecyparis obtusa (Blouwart, Nana Gracilis)
Choisya
Chrysantha (Snowcap)
Cistus
Cistus spec. (Silver Park)
Clematis
Corylopsis pauciflora
Corylopsis spicata
Cotinus
Cotinus coggygria
Cotoneaster adpressus
Cotoneaster dammeri
Cotoneaster horizontalis
Cotoneaster microphyllus (melanotrichus)
Cotoneaster praecox
Crataegus
Cryptomeria
Cupressocyparis leylandii (Castlewellan Gold)
Cytisus scoparius (Palette)
Cytisus spec.
Daphne
Desfontainea
Deutzia gracilis
Deutzia rosea
Deutzia scabra
Diervilla
Doronicum cardatum
Eleagnus
Erica gracilis* (White Perfection, Challenger, Lohres, Rubin, Myrethon Ruby, Hearthwood)
Escallonia (Apple Blossom)
Euchryphia
Euonymus alatus
Euonymus eadicons variecatus (Emerald Gold)
Euonymus fortunei (Gracilis)
Euonymus goldengen
Exochorda racemosa
Fagus
Fatshedera
Forsythia intermedia (Lynwood)
Fremontodendron
Fuchsia gracilis
Garrya
Genista lydia
Gingko biloba
Grevillea
Grisalina
Hebe
Helleborus
Hibiscus syriacus
Hosta undulata medisvariegata
Hypericum patulum (Hidcote)
Ilex aquifolium
Ilex crenata
Ilex crenata (Convexa)
Iris spec.
Itea
Jasminium
Juniperus chinensis
Juniperus communis (Repanda)
Juniperus communis compressa
Juniperus horizontalis (Glauca, Depressa Aurea)
Juniperus squamata
Kalmia
Koelreuteria
Larix
Laurus
Lavandula
Lavatera
Lavenda
Leucothoe
Lonicera pileata
Mahonia aquifolium
Malus
Myrtus
Nothofagus antarctica
Olearia
Pachysandra terminalis
Pampus
Parrotia
Parthenocissus
Passiflora
Pernettya mucronata
Philadelphus
Phlomis
Photinia
Phygelius
Physocarpus
Picea glauca (Conica)
Pieris japonica (Purity, Forest Flame, Pink Delight, Dorothy, Kuckoff)
Pinus spec.
Pittosporum
Polygonum aubertii (Dignity)
Prunus laurocerasus
Prunus triloba
Pyracantha coccinea
Pyrocanthus
Pyrus
Rhododendron* (Winsome, Elizabeth, Mayday, Scarlet, Wonder, Baden-Baden, Director Glocknor, Fabias Red)
Rhododendron gilpense*
Rhododendron impeditum*
Rhododendron moerheimii*
Rhododendron praccox*
Ribes sanguinem
Rosmarinus
Ruta
Salix matsudana (Anthony Waterer)
Salvia
Sambucus nigra
Santolia
Santolina
Scabius
Senecio
Skimmia japonica (Little Princess)
Solanum
Sorbus
Stephandra
Symphoricarpus
Syringa
Strelizia
Taxus baccata
Tencrium
Thuja
Thuja occidentalis
Thuja plicata atrovirens
Thujopsis dolabrata
Viburnum spec.
Vinca minor
Weigella florida
Wisteria

Bei einigen Kulturen (*) ist nach der Behandlung eine Beregnung anzuraten. Da jedoch bei der großen Zahl der Arten mit ihren Sorten unterschiedliche Verträglichkeiten nicht ausgeschlossen werden können, empfiehlt es sich, vor der Spritzung der gesamten Anlage die Empfindlichkeit an einzelnen Pflanzen unter den gegebenen Wachstumsbedingungen zu überprüfen.

Umweltverhalten

Nutzorganismen

NB6641 Das Mittel wird bis zu der höchsten durch die Zulassung festgelegten Aufwandmenge oder Anwendungskonzentration, falls eine Aufwandmenge nicht vorgesehen ist, als nicht bienengefährlich eingestuft (B4). NN165 Das Mittel wird als nichtschädigend für Populationen der Art Poecilus cupreus (Laufkäfer) eingestuft.
NN260 Das Mittel wird als schwachschädigend für Populationen der Art Aleochara bilineata (Kurzflügelkäfer) eingestuft.

Wasserorganismen

NW262 Das Mittel ist giftig für Algen. NW265 Das Mittel ist giftig für höhere Wasserpflanzen. NW264 Das Mittel ist giftig für Fische und Fischnährtiere.

Gewässerschutz

Beachten Sie bitte die Anwendungsbestimmungen zum Gewässerschutz (siehe gesonderten Abschnitt "Von der Zulassungsbehörde festgesetzte Anwendungsbestimmungen")

Saumstrukturen

Beachten Sie bitte die Anwendungsbestimmungen zum Schutz von Saumstrukturen (siehe gesonderten Abschnitt "Von der Zulassungsbehörde festgelegte Anwendungsbestimmungen").

Anwenderschutz


Hinweise für den sicheren Umgang

EUH 401 Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt die Gebrauchsanleitung einhalten.
SB001 Jeden unnötigen Kontakt mit dem Mittel vermeiden. Missbrauch kann zu Gesundheitsschäden führen.
SB110 Die Richtlinie für die Anforderungen an die persönliche Schutzausrüstung im Pflanzenschutz "Persönliche Schutzausrüstung beim Umgang mit Pflanzenschutzmitteln" des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit ist zu beachten.
SE110 Dicht abschließende Schutzbrille tragen beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel.
SF1891 Das Wiederbetreten der behandelten Flächen/Kulturen ist am Tage der Applikation nur mit der persönlichen Schutzausrüstung möglich, die für das Ausbringen des Mittels vorgegeben ist. Nachfolgearbeiten auf/in behandelten Flächen/Kulturen dürfen grundsätzlich erst 24 Stunden nach der Ausbringung des Mittels durchgeführt werden. Innerhalb 48 Stunden sind dabei der Schutzanzug gegen Pflanzenschutzmittel und Universal-Schutzhandschuhe (Pflanzenschutz) zu tragen.
SS110 Universal-Schutzhandschuhe (Pflanzenschutz) tragen beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel.
SS120 Universal-Schutzhandschuhe (Pflanzenschutz) tragen bei Ausbringung/Handhabung des anwendungsfertigen Mittels.
SS2101 Schutzanzug gegen Pflanzenschutzmittel und festes Schuhwerk (z.B. Gummistiefel) tragen beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel.
SS2202 Schutzanzug gegen Pflanzenschutzmittel und festes Schuhwerk (z.B. Gummistiefel) tragen bei der Ausbringung/Handhabung des anwendungsfertigen Mittels.
SS520 Kopfhaube mit Gesichtsschutz tragen bei der Ausbringung/Handhabung des anwendungsfertigen Mittels.
SS610 Gummischürze tragen beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel.

Anwendungsbestimmung

Von der Zulassungsbehörde festgesetzte Anwendungsbestimmungen

(NW468) Anwendungsflüssigkeiten und deren Reste, Mittel und dessen Reste, entleerte Behältnisse oder Packungen sowie Reinigungs- und Spülflüssigkeiten nicht in Gewässer gelangen lassen. Dies gilt auch für indirekte Einträge über die Kanalisation, Hof- und Straßenabläufe sowie Regen- und Abwasserkanäle.


Für die Anwendung auf Rasen und in Baumschul-Gehölzpflanzen (Freiland) gilt zusätzlich:
(NW608) Die Anwendung des Mittels auf Flächen in Nachbarschaft von Oberflächengewässern - ausgenommen nur gelegentlich wasserführende, aber einschließlich periodisch wasserführender Oberflächengewässer - muss mindestens mit unten genanntem Abstand erfolgen. Unabhängig davon ist, neben dem gemäß Länderrecht verbindlich vorgegebenen Mindestabstand zu Oberflächengewässern, § 6 Absatz 2 Satz 2 PflSchG zu beachten. Zuwiderhandlungen können mit einem Bußgeld bis zu einer Höhe von 50.000 Euro geahndet werden.
5 m


(NW706) Zwischen behandelten Flächen mit einer Hangneigung von über 2 % und Oberflächengewässern - ausgenommen nur gelegentlich wasserführender, aber einschließlich periodisch wasserführender - muss ein mit einer geschlossenen Pflanzendecke bewachsener Randstreifen vorhanden sein. Dessen Schutzfunktion darf durch den Einsatz von Arbeitsgeräten nicht beeinträchtigt werden. Er muss eine Mindestbreite von 20 m haben. Dieser Randstreifen ist nicht erforderlich, wenn:- ausreichende Auffangsysteme für das abgeschwemmte Wasser bzw. den abgeschwemmten Boden vorhanden sind, die nicht in ein Oberflächengewässer münden, bzw. mit der Kanalisation verbunden sind oder- die Anwendung im Mulch- oder Direktsaatverfahren erfolgt.


Für die Anwendung auf Rasen gilt zusätzlich:
(NW801) Drän- und Oberflächenwasser von behandelten Funktionsflächen (Greens und Abschläge) sind in Auffangsysteme mit ausreichender Kapazität und nicht unmittelbar in Gewässer abzuleiten.

Erste Hilfe

Erste Hilfe Maßnahmen

Allgemeine Hinweise:
Berührung mit der Haut, Augen und Kleidung vermeiden. Mit Produkt verunreinigte Kleidungsstücke unverzüglich entfernen.
Nach Einatmen:
Reichlich Frischluftzufuhr und sicherheitshalber Arzt aufsuchen.
Nach Hautkontakt:
Verunreinigte Kleidung sofort ausziehen. Sofort mit Wasser und Seife abwaschen und gut nachspülen. Bei andauernder Hautreizung Arzt aufsuchen.
Nach Augenkontakt:
Augen bei geöffnetem Lidspalt mehrere Minuten unter fließendem Wasser abspülen und Arzt konsultieren. Falls Kontaktlinsen vorhanden, diese erst nach 5 Minuten entfernen, dann das Auge weiter spülen.
Nach Verschlucken:
Kein Erbrechen herbeiführen, sofort Arzthilfe hinzuziehen. Mund mit reichlich Wasser ausspülen; nicht verschlucken.

Hinweise für den Arzt:

Symptomatische Behandlung (Dekontamination, Vitalfunktionen), kein spezifisches Antidot bekannt.

Lagerung/Entsorgung/Hinweise

Lagerung

Anforderung an Lagerräume und Behälter:
Nur im Originalgebinde aufbewahren. Gebinde fest verschlossen an einem trockenen, kühlen und gut belüfteten Ort lagern.
Zusammenlagerungshinweise:
Getrennt von Nahrungs-, Genuss- und Futtermitteln lagern. Nicht zusammen mit starken Oxidationsmitteln lagern. Zusätzlich ist die Einschränkung der Zusammenlagerung gemäß TRGS 510 zu beachten.
Weitere Angaben zu den Lagerbedingungen:
Vor Luftfeuchtigkeit und Wasser schützen. Vor Hitze und direkter Sonnenbestrahlung schützen. Für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Entsorgung

Leere Verpackungen nicht weiterverwenden. Leere und sorgfältig gespülte Verpackungen mit der Marke PAMIRA sind an den autorisierten Sammelstellen des Entsorgungssystems PAMIRA abzugeben. Informationen zu Zeitpunkt und Ort der Sammlungen erhalten Sie von Ihrem Händler, aus der regionalen Presse oder im Internet unter www.pamira.de. Produktreste nicht in den Hausmüll geben, sondern in Originalverpackungen bei der Sondermüllentsorgung Ihres Wohnortes anliefern. Weitere Auskünfte erhalten Sie bei Ihrer Stadt- oder Kreisverwaltung.

® die Produktnamen sind registrierte Warenzeichen der Hersteller

Einstufung und Kennzeichnung gemäß CLP

Piktogramm:

GHS07 , GHS08 , GHS09

Signalwort:

Achtung

Gefahrenhinweise:

(H319) Verursacht schwere Augenreizung.
(H361) Kann vermutlich die Fruchtbarkeit beeinträchtigen oder das Kind im Mutterleib schädigen _ konkrete Wirkung angeben, sofern bekannt _ _Expositionsweg angeben, sofern schlüssig belegt ist, dass die Gefahr bei keinem anderen Expositionsweg besteht_.
(H373) Kann die Organe schädigen bei längerer oder wiederholter Exposition. Expositionsweg: Verschlucken.
(H410) Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.

Sicherheitshinweise:

(P260) Staub/Rauch/Gas/Nebel/Dampf/Aerosol nicht einatmen.
(P280) Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen.
(P305+P351+P338) BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen.
(P308+P313) BEI Exposition oder falls betroffen: Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.
(P405) Unter Verschluss aufbewahren.
(P501) Inhalt/Behälter einer ordnungsgemäßen Entsorgung zuführen.

Ergänzende Kennzeichnungselemente:

(EUH208) Enthält Quinoclamin. Kann allergische Reaktionen hervorrufen.
(EUH 401) Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt die Gebrauchsanleitung einhalten.
Verpackung darf nicht wieder verwendet werden.
Sicherheitsdatenblatt auf Anfrage erhältlich.
Anwendung nur durch berufliche Anwender zulässig.

Haftung

Zulassungsinhaber: Cheminova Deutschland GmbH & Co. KG Stader Elbstraße 26-28D 21683 Stade

Vertriebspartner: Cheminova Deutschland GmbH & Co. KG Stader Elbstraße 28D 21683 StadeTelefon (04141) 9204-0