Sarumo®

Fungizid

Fungizid gegen Echten Mehltau (Uncinula necator) an Weinreben

Vor Frost schützen. Vor Gebrauch gut schütteln. Verkauf nur an Sachkundige. Nur für den beruflichen Anwender.
Zur Vermeidung von Nachteilen ist die genaue Beachtung der Gebrauchsanleitung wichtig.

Wirkungsweise

Sarumo ist ein Fungizid gegen Echten Mehltau (Uncinula necator) an Weinreben. Der Wirkstoff Tetraconazol gehört zur chemischen Gruppe der Triazole (Sterol-Biosynthese-Hemmer Klasse I). Sarumo wird über die Blätter aufgenommen und verteilt sich systemisch im Pflanzengewebe, es wirkt sowohl präventiv als auch kurativ. Bereits vorhandener Befall kann jedoch nicht beseitigt werden.


Wirkungsmechanismus (FRAC-Gruppe) Tetraconazol: G1

Wirkungsspektrum

Nach Artikel 51 Abs. 1 der Verordnung (EG) Nr. 1107/2009 (alt: §18a PflSchG) genehmigte Anwendungen

Kulturen/ObjekteSchadorganismen/Zweckbestimmung
Weinreben (VITVI); Nutzung als Tafel- oder KeltertraubenEchter Mehltau (Oidium) (Uncinula necator), Echter Mehltau (Oidium) (Uncinula necator); Nur zur Befallsminderung

Anwendung

Anwendung

WEINBAU

Pflanzenerzeugnisse:Weinreben (VITVI); Nutzung als Tafel- oder Keltertrauben
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Echter Mehltau (Oidium) (Uncinula necator)
Anwendungsbereich: Freiland
Stadium der Kultur: Von BBCH 55 (Gescheine (Infloreszenzen) vergrössern sich; Einzelblüten sind dicht zusammengedrängt) bis BBCH 69 (Ende Blüte)
Anwendungszeitpunkt: Bei Infektionsgefahr bzw. ab Warndiensthinweis
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 3
In der Kultur bzw. je Jahr: 3
Zeitlicher Abstand in Tagen: mind. 10
Anwendungstechnik: Spritzen oder Sprühen
Aufwandmenge: max. 0,75 l/ha
Wasseraufwandmenge: 1000 l/ha (Berechnungsbasis)
Wartezeit: 28 Tage

Pflanzenerzeugnisse:Weinreben (VITVI); Nutzung als Tafel- oder Keltertrauben
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Echter Mehltau (Oidium) (Uncinula necator); Nur zur Befallsminderung
Anwendungsbereich: Freiland
Stadium der Kultur: Von BBCH 71 (Fruchtansatz; Fruchtknoten beginnen sich zu vergrössern; «Putzen der Beeren» wird abgeschlossen) bis BBCH 79 (Ende des Traubenschlusses)
Anwendungszeitpunkt: Bei Infektionsgefahr bzw. ab Warndiensthinweis
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 3
In der Kultur bzw. je Jahr: 3
Zeitlicher Abstand in Tagen: mind. 10
Anwendungstechnik: Spritzen oder Sprühen
Aufwandmenge: max. 0,75l/ha
Wasseraufwandmenge: 1000 l/ha (Berechnungsbasis)
Wartezeit: 28 Tage

Mischbarkeit/Technik

Mischbarkeit

Sarumo ist mit den handelsüblichen Pflanzenschutzmitteln mischbar. Die Anwendungsbestimmungen und Auflagen der Mischungspartner sind zu beachten.

Ansetzen der Spritzbrühe

Behälter vor Gebrauch schütteln!

Nie mehr Spritzbrühe ansetzen als nötig. Behälter restlos entleeren. Spritztank zur Hälfte mit der erforderlichen Wassermenge füllen und Rührwerk einschalten. Die benötigte Menge Sarumo zugeben und restliche Wassermenge einfüllen. Rührwerk auch während der Ausbringung nicht ausschalten.

Reinigung

Das Ausbringungsgerät nach der Anwendung von Sarumo sorgfältig reinigen. Technisch unvermeidbare Restmenge im Verhältnis 1:10 mit Wasser verdünnen und auf der behandelten Fläche ausbringen. Innenwände mit einem Wasserstrahl abspritzen oder integrierte Reinigungsdüsen verwenden. Spritztank noch einmal mit klarem Wasser ausspülen und Spülflüssigkeit auf der zuvor behandelten Fläche ausbringen. Spritzgeräte regelmäßig prüfen lassen!

Resistenzmanagement


Bei wiederholten Anwendungen des Mittels oder von Mitteln derselben Wirkstoffgruppe oder solcher mit Kreuzresistenz können Wirkungsminderungen eintreten oder eingetreten sein. Um Resistenzbildungen vorzubeugen, das Mittel möglichst im Wechsel mit Mitteln anderer Wirkstoffgruppen ohne Kreuzresistenz verwenden. Im Zweifel einen Beratungsdienst hinzuziehen. Die maximale Anzahl der Anwendungen ist aus wirkstoffspezifischen Gründen eingeschränkt. Ausreichende Bekämpfung ist damit nicht in allen Fällen zu erwarten. Gegebenenfalls deshalb anschließend oder im Wechsel Mittel mit anderen Wirkstoffen verwenden. Insgesamt nicht mehr als 3 Anwendungen pro Kultur und Vegetationsperiode, auch keine zusätzlichen Anwendungen mit anderen, diesen Wirkstoff enthaltenden Mitteln. Nicht mehr als 4 Anwendungen pro Jahr und Kultur mit Mitteln die Wirkstoffe aus derselben Wirkstoffgruppe enthalten.

Anwendungsbestimmung

Von der Zulassungsbehörde festgesetzte Anwendungsbestimmungen

SP 1 - Mittel und/oder dessen Behälter nicht in Gewässer gelangen lassen. (Ausbringungsgeräte nicht in unmittelbarer Nähe von Oberflächengewässern reinigen / indirekte Einträge über Hof- und Straßenabläufe verhindern.)


SPe 4 - Zum Schutz von Gewässerorganismen bzw. Nichtzielpflanzen nicht auf versiegelten Oberflächen wie Asphalt, Beton, Kopfsteinpflaster (Gleisanlagen) bzw. in anderen Fällen, die ein hohes Abschwemmungsrisiko bergen, ausbringen.


Für Kinder und Haustiere unerreichbar aufbewahren.


Originalverpackung oder entleerte Behälter nicht zu anderen Zwecken verwenden.


Jeden unnötigen Kontakt mit dem Mittel vermeiden. Missbrauch kann zu Gesundheitsschäden führen.


Vorsicht, Pflanzenschutzmittel!


Eine nicht bestimmungsgemäße Freisetzung in die Umwelt vermeiden.


SONSTIGE AUFLAGEN UND HINWEISE
In Abhängigkeit von der Bestandsdichte und dem Entwicklungsstadium der Kulturpflanze werden folgende Aufwandmengen festgelegt:
BETROFFENE INDIKATIONEN:
2 - Weinreben (VITVI)

AUFWANDMENGEN


Menge vonMenge bisEinheitStadium
0,60,75 l/haBis BBCH 79 (Ende des Traubenschlusses)
BETROFFENE INDIKATIONEN:
1 - Weinreben (VITVI)

AUFWANDMENGEN

Menge vonMenge bisEinheitStadium
0,230,6 l/haBis BBCH 61 (Ende der Blüte)
0,380,75 l/haBis BBCH 69 (Austrieb bis Beginn der Blüte)
Klassifikation des/der Wirkstoffe(s) gemäß Fungicide Resistance Action Committee (FRAC): Wirkmechanismus (FRAC CODE): 3 / G1

Nicht mehr als 4 Anwendungen pro Jahr und Kultur mit Mitteln die Wirkstoffe aus derselben Wirkstoffgruppe enthalten.

Die Anwendung des Mittels kann bei Spontangärung zu Gärverzögerungen führen.

Durch die Anwendung des Mittels kann eine Beeinträchtigung der Qualität der Ernteprodukte nicht ausgeschlossen werden.

Bei wiederholten Anwendungen des Mittels oder von Mitteln derselben Wirkstoffgruppe oder solcher mit Kreuzresistenz können Wirkungsminderungen eintreten oder eingetreten sein. Um Resistenzbildungen vorzubeugen, das Mittel möglichst im Wechsel mit Mitteln anderer Wirkstoffgruppen ohne Kreuzresistenz verwenden. Im Zweifel einen Beratungsdienst hinzuziehen.

Die maximale Anzahl der Anwendungen ist aus wirkstoffspezifischen Gründen eingeschränkt. Ausreichende Bekämpfung ist damit nicht in allen Fällen zu erwarten. Gegebenenfalls deshalb anschließend oder im Wechsel Mittel mit anderen Wirkstoffen verwenden.

Insgesamt nicht mehr als 3 Anwendungen pro Kultur und Vegetationsperiode, auch keine zusätzlichen Anwendungen mit anderen, diese(n) Wirkstoff(e) enthaltenden Mitteln.

Die Prüfung der Wirksamkeit erfolgte mit einer durchschnittlichen Laubwandfläche von 12 000 m². Eine Anwendung auf größeren Laubwandflächen kann zu verminderter Wirksamkeit und höherem Resistenzrisiko führen.


Erste Hilfe

Erste Hilfe Maßnahmen

Nach Einatmen:
Betroffene Person sofort an die frische Luft bringen, warm halten und in Ruhelage bringen.
Nach Verschlucken:
Unter keinen Umständen Erbrechen herbeiführen. Sofort medizinische Versorgung einleiten.
Nach Hautkontakt:
Mit viel Wasser und Seife waschen.
Nach Augenkontakt:
Bei Augenkontakt sofort mit viel Wasser ausspülen und medizinischen Rat einholen.

Vergiftungsinformationszentrale: +43 1 406 43 43

Lagerung/Entsorgung/Hinweise

Lagerung

Frostfrei lagern und transportieren. Lagerklasse 12 (nach TRGS 510). Außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren. Getrennt von Lebensmitteln, Getränken, Futtermitteln und Genussmitteln aufbewahren. Nicht in der Nähe von Arzneimitteln oder Kosmetika lagern. Produkt an einem kühlen, gut belüfteten Ort im Originalbehälter aufbewahren. Vor übermäßiger Hitze und Kälte und direkter Sonneneinstrahlung schützen.

Entsorgung

Diesen Stoff und seinen Behälter der Problemabfallentsorgung zuführen. Leere, gut gereinigte Packung geordneter Sammelstelle mit kontrollierter Übernahme übergeben.

Kennzeichnung gemäß CLP

Piktogramm:

GHS09

Signalwort:

entfällt

Gefahrenbestimmende Komponente:

Tetraconazol

Gefahrenhinweise:

H411 Giftig für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung.

Sicherheitshinweise:

P101 Ist ärztlicher Rat erforderlich, Verpackung oder Kennzeichnungsetikett bereithalten.
P102 Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen.
P202 Vor Gebrauch alle Sicherheitshinweise lesen und verstehen.
P270 Bei Gebrauch nicht essen, trinken oder rauchen.
P391 Verschüttete Mengen aufnehmen.
P501 Inhalt / Behälter einer ordnungsgemäßen Entsorgung zuführen.

Ergänzende Kennzeichnungselemente:

EUH 401 Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt die Gebrauchsanleitung einhalten.

Haftung

Haftung

Durch sorgfältige Prüfung ist erwiesen, dass das Produkt bei Einhaltung unserer Gebrauchsanleitung für die empfohlenen Zwecke geeignet ist. Da die Lagerung und Anwendung außerhalb unseres Einflusses liegen und wir nicht alle diesbezüglichen Gegebenheiten voraussehen können, schließen wir jegliche Haftung für eventuelle Schäden aus der Lagerung und Anwendung aus. Wir haften für gleichbleibende Qualität des Produktes, das Lagerungs- und Anwendungsrisiko tragen wir nicht. Die Anwendung des Produkts in Anwendungsgebieten, die nicht in der Gebrauchsanleitung beschrieben sind, insbesondere in anderen als den dort genannten Kulturen, ist von uns nicht geprüft. Dies gilt insbesondere für Anwendungen, die zwar von einer Zulassung oder Genehmigung durch die Zulassungsbehörde erfasst sind, aber von uns hier nicht empfohlen werden. Wir schließen deshalb jegliche Haftung für eventuelle Schäden aus einer solchen Anwendung aus. Vielfältige, insbesondere auch örtlich oder regional bedingte, Einflussfaktoren können die Wirkung des Produktes beeinflussen. Hierzu gehören z.B. Witterungs- und Bodenverhältnisse, Kulturpflanzensorten, Fruchtfolge, Behandlungstermine, Aufwandmengen, Mischungen mit anderen Produkten, die nicht den obigen Angaben zur Mischbarkeit entsprechen, Auftreten wirkstoffresistenter Organismen (wie z. B. Pilzstämme, Pflanzen, Insekten), Spritztechnik etc. Unter besonders ungünstigen Bedingungen kann deshalb eine Veränderung in der Wirksamkeit des Mittels oder eine Schädigung an Kulturpflanzen nicht ausgeschlossen werden. Für solche Folgen kann der Hersteller oder Vertreiber keine Haftung übernehmen.

Registrierte Marke

Sarumo®: reg. WZ ISAGRO S.p.A.
Zulassungsinhaber und für die Endkennzeichnung verantwortlich: Gowan Italia S.r.l. Via Morgagni 68 IT 48018 Faenza (RA)
+Hersteller: Gowan Italia S.r.l. Via Morgagni 68 IT 48018 Faenza (RA)
+Vertriebspartner: Certis Belchim B.V. Niederlassung Österreich Grazer Straße 34 / Top 3.4 AT 8200 Gleisdorf Telefax Beratungsnummer +43 3112 21381
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