Botiga®

Herbizid

Herbizid gegen Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter sowie Hühnerhirse im Mais.

Vor Frost schützen. Vor Gebrauch gut schütteln. Verkauf nur an Sachkundige. Nur für den beruflichen Anwender.
Zur Vermeidung von Nachteilen ist die genaue Beachtung der Gebrauchsanleitung wichtig.

UFI CODE:

X7T2-C0TE-200P-WSYQ

Wirkungsweise

BOTIGA ist ein Herbizid zur Bekämpfung von einjährigen zweikeimblättrigen Unkräutern, Hühnerhirse und weiteren Schadhirsen* im Mais. BOTIGA enthält die Wirkstoffe Pyridat und Mesotrione. Pyridat gehört zur chemischen Gruppe der Phenylpyridazine und hemmt die Photosynthese am Photosystem II. Mesotrione gehört zur Gruppe der Triketone und hemmt die Hydroxyphenylpyruvat-Dioxygenase (HPPD). BOTIGA besitzt hauptsächlich eine blattaktive Wirkung und nur in geringem Maße eine Wirkung über den Boden. *nach eigener Erfahrung


Wirkungsmechanismus (HRAC-Gruppe) Mesotrion: C3 , Pyridat: F2

Wirkungsspektrum

Nach Artikel 51 Abs. 1 der Verordnung (EG) Nr. 1107/2009 (alt: §18a PflSchG) genehmigte Anwendungen

Kulturen/ObjekteSchadorganismen/Zweckbestimmung
Mais (ZEAMX)Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter (3ANDIT), Hühnerhirse (ECHCG, Echinochloa crus-galli)

Wirkungsspektrum
sehr gut bis gut bekämpfbar

UNGRÄSER:
Hühnerhirse und weitere Schadhirsen* (Gabelblütige Hirse, Fingerhirse-Arten, Rispenhirse-Arten)
UNKRÄUTER:
Ackerhellerkraut, Ackersenf, Ackerstiefmütterchen, Ackervergißmeinnicht, Amarant-Arten, Ambrosia, Bingelkraut, Durchwuchskartoffel, Echte Kamille, Ehrenpreis-Arten, Gänsedistel-Arten, Gänsefuß-Arten (Weißer Gänsefuß, feigenblättriger Gänsefuß, Bastardgänsefuß), Gemeiner Stechapfel, Geruchslose Kamille, Gemeiner Erdrauch, Gemeine Melde, Hirtentäschelkraut, Klettenlabkraut, Knöterich-Arten (Windenknöterich, Ampferblättriger Knöterich, Flohknöterich), Lindenblättrige Schönmalve, Schwarzer Nachtschatten, stengelumfassende Taubnessel-Arten, Vogelsternmiere.

*nach eigener Erfahrung

gut bekämpfbar

UNGRÄSER:
Borstenhirse-Arten*, Erdmandelgras*
UNKRÄUTER:
Ackerkratzdistel, Storchschnabel-Arten, Vogelknöterich

*nach eigener Erfahrung

nicht ausreichend bekämpfbar

UNGRÄSER:
Acker-Fuchsschwanz, Flughafer, Gemeine Quecke, Gemeiner Windhalm, Rispengras-Arten, Trespe-Arten, Weidelgras-Arten.


Anwendung

Anwendung

ACKERBAU

Pflanzenerzeugnisse:Mais (ZEAMX)
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter (3ANDIT), Hühnerhirse (ECHCG, Echinochloa crus-galli)
Anwendungsbereich: Freiland
Stadium der Kultur: Von BBCH 12 (2. Laubblatt entfaltet) bis BBCH 18 (8. Laubblatt entfaltet).
Anwendungszeitpunkt: Nach dem Auflaufen
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 1
Zeitlicher Abstand in Tagen: -
Anwendungstechnik: Spritzen
Aufwandmenge: 1 l/ha
Wasseraufwandmenge: 200 - 400 l/ha
Wartezeit: keine

Pflanzenerzeugnisse:Mais (ZEAMX)
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter (3ANDIT), Hühnerhirse (ECHCG, Echinochloa crus-galli)
Anwendungsbereich: Freiland
Stadium der Kultur: Von BBCH 12 (2. Laubblatt entfaltet) bis BBCH 18 (8. Laubblatt entfaltet)
Anwendungszeitpunkt: Nach dem Auflaufen
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 2
In der Kultur bzw. je Jahr: 2
Zeitlicher Abstand in Tagen: mind. 7
Anwendungstechnik: Spritzen im Splittingverfahren
Aufwandmenge: 0.5 l/ha
Wasseraufwandmenge: 200 - 400 l/ha
Wartezeit: keine

Mischbarkeit/Technik

Mischbarkeit

Botiga ist mit SL 950 und Spectrum® mischbar und gut verträglich.
®: eingetragene Marke von BASF SE

Ansetzen der Spritzbrühe

Nie mehr Spritzbrühe ansetzen als nötig. Behälter restlos entleeren.
Spritztank zur Hälfte mit der erforderlichen Wassermenge füllen und Rührwerk einschalten.
Die benötigte Menge Botiga® zugeben und restliche Wassermenge einfüllen.
Rührwerk auch während der Ausbringung nicht ausschalten.

Technik

Wasseraufwandmenge: 200 - 400 l/ha

Reinigung

Nach Beendigung der Spritzung muss das Gerät sorgfältig gespült werden:
- Technisch unvermeidlich anfallende Restmenge im Verhältnis 1:10 mit Wasser verdünnen und bei laufendem Rührwerk auf der zuvor behandelten Fläche ausbringen.
- Ca. 10-20 % des Tankinhaltes mit Wasser auffüllen und dabei Innenflächen des Tanks mit dem Wasserstrahl, am besten unter Einsatz einer integrierten Reinigungsdüse, abspritzen. Ein geeignetes Reinigungsmittel (z. B. Agroclean®: Dosierung 100 g / 100 Liter Wasser) zugeben, das Rührwerk für mindestens 15 Minuten einschalten und anschließend 15-30 Minuten einwirken lassen. Im Anschluss die Reinigungsflüssigkeit bei laufendem Rührwerk durch die Düsen auf der behandelten
Fläche ausbringen.
- Ca. 10-20 % des Tankinhaltes mit Wasser auffüllen und dabei Innenflächen des Tanks, wie oben beschrieben, abspritzen. Rührwerk für 10 Minuten einschalten. Anschließend die Reinigungsflüssigkeit bei laufendem Rührwerk durch die Düsen auf der behandelten Fläche verspritzen.
- Die grobe Reinigung der Spritzen mit Wasser und Waschbürste auf dem Feld vornehmen. Reinigungswasser nicht über die Hofabläufe in die Kanalisation und Gewässer gelangen lassen.

Nachbau

Kein Nachbau von Beta-Rüben.

VORZEITIGER UMBRUCH:
Nach vorzeitigem Umbruch können Mais, Zuckermais und Weizen ohne Einschränkungen nachgebaut werden. Andere Getreidearten können nach vorherigem Pflügen (mind. 20 cm) nachgebaut werden.

INNERHALB DER FRUCHTFOLGE:
Innerhalb der üblichen Fruchtfolge können Getreide und Gräser ohne Einschränkungen nachgebaut werden. Winterbohnen, Wintererbsen und zweikeimblättrige Zwischenfrüchte können nach vorherigem Pflügen (20 cm) nachgebaut werden. Mais, Zuckermais, Sommergetreide und Sommerraps können ohne Einschränkungen im Frühjahr angebaut werden. Alle sonstigen Frühjahrkulturen können nach vorherigem Pflügen (20 cm) nachgebaut werden. Schäden an nachgebauten zweikeimblättrigen Kulturen sind möglich

Verträglichkeit

Schäden an der Kulturpflanze möglich.

Anwendungsbestimmung

Von der Zulassungsbehörde festgesetzte Anwendungsbestimmungen

Eine nicht bestimmungsgemäße Freisetzung in die Umwelt vermeiden.


Für Kinder und Haustiere unerreichbar aufbewahren.


Originalverpackung oder entleerte Behälter nicht zu anderen Zwecken verwenden.


Vorsicht, Pflanzenschutzmittel!


Jeden unnötigen Kontakt mit dem Mittel vermeiden. Missbrauch kann zu Gesundheitsschäden führen.


SP 1 - Mittel und/oder dessen Behälter nicht in Gewässer gelangen lassen. (Ausbringungsgeräte nicht in unmittelbarer Nähe von Oberflächengewässern reinigen / indirekte Einträge über Hof- und Straßenabläufe verhindern.)


SPe 4 - Zum Schutz von Gewässerorganismen bzw. Nichtzielpflanzen nicht auf versiegelten Oberflächen wie Asphalt, Beton, Kopfsteinpflaster (Gleisanlagen) bzw. in anderen Fällen, die ein hohes Abschwemmungsrisiko bergen, ausbringen.


Bei Nachfolgearbeiten in behandelten Kulturen Schutzhandschuhe und Arbeitskleidung tragen.


Auf abtragsgefährdeten Flächen ist zum Schutz von Gewässerorganismen durch Abschwemmung in Oberflächengewässer ein Mindestabstand durch einen 10 m bewachsenen Grünstreifen einzuhalten. Dieser Mindestabstand kann durch abtriftmindernde Maßnahmen nicht weiter reduziert werden.


Zum Schutz von Nichtzielpflanzen ist eine Abdrift in angrenzendes Nichtkulturland zu vermeiden und das Pflanzenschutzmittel in einer Breite von mindestens 20 m zu angrenzendem Nichtkulturland (ausgenommen Feldraine, Hecken und Gehölzinseln unter 3 m Breite sowie Straßen, Wege und Plätze) mit abdriftmindernder Technik (Abdriftminderungsklasse mind. 50% gemäß Erlass des BMLFUW vom 10.07.2001, GZ. 69.102/13-VI/B9a/01 in der jeweils geltenden Fassung) auszubringen.


24.3%/58.7% des Gemisches bestehen aus einem oder mehreren Bestandteilen von unbekannter akut dermaler/inhalatorischer Toxizität.


Enthält Pyridat. Kann allergische Reaktionen hervorrufen.


SONSTIGE AUFLAGEN UND HINWEISE
In die Gebrauchsanweisung ist eine Zusammenstellung der Unkräuter, die durch die Anwendung des Mittels gut, weniger gut und nicht ausreichend bekämpft werden, sowie eine Arten-und/oder Sortenliste der Kulturpflanzen, für die der jeweilige Mittelaufwand verträglich oder unverträglich ist, aufzunehmen.

Schäden an der Kulturpflanze möglich.

Eine Kombination der Anwendungen ist nicht zulässig.

Klassifikation des/der Wirkstoffe(s) gemäß Herbicide Resistance Action Committee (HRAC): Wirkmechanismus (HRAC GRUPPE): F2; Wirkmechanismus (HRAC GRUPPE): C3.


Erste Hilfe

Erste Hilfe Maßnahmen

Allgemeine Maßnahmen:
Bei unwohlsein Giftinformationszentrum oder Arzt anrufen.
Nach Einatmen:
Die Person an die frische Luft bringen und für ungehinderte Atmung sorgen.
Nach Verschlucken:
Mund ausspülen. Bei unwohlsein Giftinformationszentrum oder Arzt anrufen.
Nach Hautkontakt:
Haut mit viel Wasser abwaschen. Kontaminierte Kleidung ausziehen.
Bei Hautreizung oder -ausschlag: Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.
Nach Augenkontakt:
Einige Minuten lang behutsam mit Wasser ausspülen. Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter ausspülen. Sofort einen Arzt rufen.

Vergiftungsinformationszentrale: +43 1 406 43 43

Lagerung/Entsorgung/Hinweise

Lagerung

Frostfrei lagern und transportieren.
Außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren aufbewahren.
Getrennt von Lebensmitteln, Getränken, Futtermitteln und Genussmitteln aufbewahren.
Nicht in der Nähe von Arzneimitteln oder Kosmetika lagern.
Produkt an einem kühlen, gut belüfteten Ort im Originalbehälter aufbewahren.
Vor übermäßiger Hitze und Kälte und direkter Sonneneinstrahlung schützen.

Entsorgung

Diesen Stoff und seinen Behälter der Problemabfallentsorgung zuführen. Leere, gut gereinigte Packung geordneter Sammelstelle mit kontrollierter Übernahme übergeben.

Kennzeichnung gemäß CLP

Piktogramm:

GHS05 , GHS07 , GHS08 , GHS09

Signalwort:

Gefahr

Gefahrenbestimmende Komponente:

Pyridat, Mesotrione

Gefahrenhinweise:

H302 Gesundheitsschädlich bei Verschlucken.
H315 Verursacht Hautreizungen.
H317 Kann allergische Hautreaktionen verursachen.
H318 Verursacht schwere Augenschäden.
H361d Kann vermutlich das Kind im Mutterleib schädigen.
H400 Sehr giftig für Wasserorganismen.
H410 Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.

Sicherheitshinweise:

P101 Ist ärztlicher Rat erforderlich, Verpackung oder Kennzeichnungsetikett bereithalten.
P102 Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen.
P201 Vor Gebrauch besondere Anweisungen einholen.
P202 Vor Gebrauch alle Sicherheitshinweise lesen und verstehen.
P261 Einatmen von Staub/Rauch/Gas/Nebel/Dampf/Aerosol vermeiden.
P264 Nach Gebrauch Hände gründlich waschen.
P270 Bei Gebrauch nicht essen, trinken oder rauchen.
P272 Kontaminierte Arbeitskleidung nicht außerhalb des Arbeitsplatzes tragen.
P280h Schutzhandschuhe/-kleidung und Augenschutz tragen.
P301+P312 BEI VERSCHLUCKEN: Bei Unwohlsein GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt/... anrufen.
P302+P352 BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT: Mit viel Wasser und Seife waschen.
P305+P351+P338 BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen.
P308+P313 BEI Exposition oder falls betroffen: Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.
P310 Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt/... anrufen.
P321 Besondere Behandlung (siehe zusätzliche Erste-Hilfe-Angaben auf diesem Kennzeichnungsetikett).
P330 Mund ausspülen.
P333+P313 Bei Hautreizung oder -ausschlag: Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.
P362+P364 Kontaminierte Kleidung ausziehen und vor erneutem Tragen waschen.
P391 Verschüttete Mengen aufnehmen.
P501 Inhalt / Behälter einer ordnungsgemäßen Entsorgung zuführen.

Ergänzende Kennzeichnungselemente:

EUH 401 Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt die Gebrauchsanleitung einhalten.

Haftung

Haftung

Da die Anwendung des Mittels und die während der Anwendung herrschenden Gegebenheiten z.B. das Wetter außerhalb unseres Einflusses liegen, übernehmen wir nur eine Haftung für gleichbleibende Beschaffenheit.
Eine Vielzahl an Einflussfaktoren, wie die Bodenverhältnisse, die Fruchtfolge, das Auftreten wirkstoffresistenter Pathogene (Insekten, Pflanzen und Pilze), Mischungen mit anderen Produkten, die nicht in dieser Gebrauchsanleitung ausdrücklich genannt werden, Applikationstermine und Aufwandmengen können die Wirksamkeit des Mittels beeinflussen. Ebenso kann es unter sehr ungünstigen Applikationsbedingungen zu einer Minderwirkung oder auch zu Schäden an der Kulturpflanze kommen. Für die Folgen der oben genannten Umstände können wir keine Haftung übernehmen.

Registrierte Marke

Botiga®: reg. WZ Certis Belchim B.V.
Agroclean®: reg. WZ Certis Belchim B.V.
SL950®: reg. WZ Ishihara Sangyo Kaisha, Ltd, Japan
Spectrum®: reg. WZ BASF
Zulassungsinhaber und für die Endkennzeichnung verantwortlich: Certis Belchim B.V. Stadsplateau 16 NL 3521 AZ Utrecht Telefon +31 30 200 1200
+Hersteller: Certis Belchim B.V. Stadsplateau 16 NL 3521 AZ Utrecht
+Vertriebspartner: Certis Belchim B.V. Niederlassung Österreich Grazer Straße 34 / Top 3.4 AT 8200 Gleisdorf Telefax Beratungsnummer +43 3112 21381
Zurück zur Übersicht