Gro-Stop® 1% DP

Wachstumsregler

Zulassung
024509-00

Wirkstoff:

10 g/kg Chlorpropham (1 Gew.-%)

Formulierung:

Staub (DP)

Bienen:

nicht gefährdet (B3)
ArtikelnummerPackungsgrößen
1170490021x20 kg Sack

Piktogramm:

GHS08

Signalwort:

Achtung

Pulveriges Keimhemmungsmittel für Kartoffeln (ausgenommen Pflanzgut)


Zur Vermeidung von Nachteilen ist die genaue Beachtung der Gebrauchsanleitung wichtig.
Sicherheitsdatenblatt

Wirkungsweise

Gro-Stop 1% DP wird zur Keimhemmung von eingelagerten Kartoffeln (ausgenommen Pflanzgut) angewendet. Der Wirkstoff Chlorpropham hat eine reine Kontaktwirkung, er unterbindet die Zellteilung der Keime. Gro-Stop 1% DP ist eine gebrauchsfertige Pulverformulierung, die bei der Einlagerung der Kartoffeln eingesetzt wird.


Wirkungsspektrum

Von der Zulassungsbehörde festgesetzte Anwendungsgebiete

Pflanzen/ObjekteSchadorganismen/Zweckbestimmung
Kartoffel (ausgenommen Pflanzgut)Keimhemmung

Anwendung

Anwendung

ACKERBAU

Pflanzenerzeugnisse:Kartoffel (ausgenommen Pflanzgut)
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Keimhemmung
Anwendungsbereich: Großlager
Anwendungszeitpunkt: bei Einlagerung
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 1
Anwendungstechnik: stäuben
Aufwandmenge: 2 kg/t
Wartezeit: Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z.B. Ernte) verbleibt bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich (F).
Sonstige Hinweise: Anwendungstechnik: auf dem Förderband mit Dosiergerät stäuben.

Mischbarkeit/Technik

Technik

Dosiergerät anwenden. Eine gleichmäßige Verteilung des Pulvers auf der Oberfläche der Kartoffeln durch fachgerechte Applikation ist Voraussetzung für eine gute Wirksamkeit.

Anwendungshinweise
Grundsätzlich sollten bei der Anwendung von Chlorpropham folgende Faktoren beachtet werden:
- Zu behandelnde Kartoffeln müssen bei der Anwendung trocken und frei von anhaftender Erde sein.
- Es ist sicherzustellen, dass die Schalenfestigkeit gegeben ist und kranke und beschädigte Knollen aussortiert wurden.
Das Ergebnis der Keimhemmung mit Gro-Stop 1% DP ist grundsätzlich abhängig von Sorte, Erntequalität (Verletzungen, Fallhöhen etc.), Lagerraum, Lagertemperatur, der Anwesenheit von aus dem Feld eingeschleppten Krankheitserregern (Bakterien, Pilze) auf der Knolle und anderen Faktoren.

Besondere Hinweise
- Kartoffelpflanzgut, Pflanzenmaterial zu Vermehrungszwecken und Saat-/Pflanzgut aller Art darf nicht dem Pulver ausgesetzt werden.
- Gebäude, in denen Kartoffeln mit Gro-Stop 1% DP behandelt bzw. mit Gro-Stop 1% DP behandelte Kartoffeln gelagert werden, nicht zur Lagerung von Pflanzkartoffeln oder Saat-/Pflanzgut aller Art benutzen.
- Lebens- und Futtermittel aller Art dürfen nicht an den Plätzen gelagert werden, an denen zuvor mit Gro-Stop 1 % DP behandelte Kartoffeln gelagert/verarbeitet wurden. Es besteht die Gefahr einer Überschreitung des Rückstandshöchstwertes (MRL).
- Kartoffelsorten mit starkem Keimdrang bei höheren Lagertemperaturen regelmäßig kontrollieren.
- Nach der Anwendung das Dosiergerät sorgfältig reinigen.
- Packung nach Anbruch wieder gut verschließen!
- Kartoffeln, die mit Chlorpropham nach der Ernte zum Zwecke der Haltbarmachung behandelt wurden, müssen bei der Abgabe an den Verbraucher durch die Angabe "nach der Ernte behandelt" kenntlich gemacht werden.

Verträglichkeit

(WH915) Unter ungünstigen Umständen können Keimhemmungsmittel auf der Basis von Chlorpropham (CIPC), die bei Einlagerung appliziert werden, bei allen Kartoffelsorten Schalenbrand verursachen.
Gleichzeitig besteht durch die verzögerte Wundheilung eine höhere Infektionsgefahr für Lagerkrankheiten. Dies kann unter ungünstigen Umständen zu einer Zunahme des Krankheitsbefalls während der Lagerung und damit zu Qualitätsverlusten führen.

Nach bisher vorliegenden Erfahrungen zeigen- unter Berücksichtigung des oben Gesagten- folgende Sorten nach einer Behandlung mit Gro-Stop 1% DP eine mittlere bis erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Schalenbrand:
Action, Agria, Alexia, Allians, Almera, Amanda, Antina, Antonia, Argos, Arsenal, Artemis, Avanti, Belmonda, Bridget, Cabaret, Cartagena, Caruso, Celine, Celtiane, Champion, Compass, Concordia, Crisper, Cronos, Dione, Ditta, Divaa, El Mundo, Endeavour, Erika, Estima, Eurostar, Excellency, Flair, Folva, Forza, Frieslander, Gourmandine, Harmony, Heracla, Innovator, International Kidney, Ivory Russet, Jaerla, Jelly, Jurata, Kennebec, Lady Amarilla, Lady Blanca, Lady Sara, Leandra, Leonardo, Leonata, Levinata, Lionheart, Ludmilla, Marcelle, Marfona, Maris Bard, Maris Piper, Mariska, Markies, Merida, Miss Bianka, Miss Malina, Mondeo, Nadine, Newton, Nicola, Omega, Ottawa, Peela, Performer, Picasso, Ramos, Red Pontiac, Ribera, Rock, Romie, Rooster, Royal, Safari, Santé, Satellite, Saxon, Shepody, Soprano, Sultana, Taurus, Valor, Vitalia, VR808, Zelinda, Zorba.

Nach bisher vorliegenden Erfahrungen haben folgende Sorten nach einer Behandlung mit Gro-Stop 1% DP bislang keine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Schalenbrand gezeigt:
Almonda, Annabelle, Anouk, Arcade, Ariata, Asterix, Bafana, Belana, Bellini, Bildtstar, Bintje, Camel, Carolus, Cerisa, Challenger, Charlotte, Crisps4all, Désirée, Destiny, Donata, Eldena, Explorer, Exquisa, Felsina, Fontane, Grandeur, Hansa, Hermes, Jazzy, King Edward, Lady Anna, Lady Christl, Lady Claire, Lady Lenora, Lady Olympia, Lady Rosetta, Luciole, Magnum, Maritiema, Marvel, Melody, Mimi, Miranda, Monalisa, Musica, Navigator, Opal, Orchestra, Pentland Dell, Perline, Piccolo Star, Printaline, Redstar, Regina, Remarka, Rosagold, Rumba, Russet Burbank, Salinero, Santana, Saturna, Shelford, Spunta, Triplo, Venezia, Verdi, Victoria, Vitabella.

Partien gegenüber Schalenbrand empfindlicher Sorten (z.B. dünnschalige Sorten, beschädigte Kartoffeln), Partien, die nicht genügend schalenfest, trocken oder gesund sind oder zu Lagerkrankheiten neigen, sollten nicht mit Gro-Stop 1% DP bei der Einlagerung, sondern nach dem Abschluss einer Abhärtungs- und Wundheilungsphase mit Gro-Stop Fog im Lager behandelt werden.
Bei weiteren Sorten, für die noch keine praktischen Erfahrungen für die Einlagerungsbehandlung mit Chlorpropham vorliegen, sollte zunächst eine kleine Versuchsmenge getestet werden.

Umweltverhalten

Nutzorganismen

NB663 Aufgrund der durch die Zulassung festgelegten Anwendungen des Mittels werden Bienen nicht gefährdet (B3).

Wasserorganismen

NW262 Das Mittel ist giftig für Algen. NW264 Das Mittel ist giftig für Fische und Fischnährtiere.

Anwenderschutz


Hinweise für den sicheren Umgang

SB001 Jeden unnötigen Kontakt mit dem Mittel vermeiden. Missbrauch kann zu Gesundheitsschäden führen.
SB010 Für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Anwendungsbestimmung

Von der Zulassungsbehörde festgesetzte Anwendungsbestimmungen

(NW469) Mittel und dessen Reste sowie entleerte Behälter und Packungen nicht in Gewässer gelangen lassen.

Erste Hilfe

Erste Hilfe Maßnahmen

Allgemeine Hinweise
Bei anhaltenden Beschwerden Arzt hinzuziehen. Kontaminierte Kleidung und Schuhe sofort ausziehen und vor Wiederverwendung gründlich reinigen.
Nach Einatmen
Betroffene Person aus der Gefahrenzone bringen. Für Frischluft sorgen.
Nach Hautkontakt
Sofort abwaschen mit Wasser und Seife.
Nach Augenkontakt
Kontaktlinsen entfernen. Auge unter Schutz des unverletzten Auges 10 - 15 Minuten unter fließendem Wasser bei weitgespreizten Lidern spülen. Augenärztliche Behandlung.
Nach Verschlucken
Sofort Arzt hinzuziehen. Bewusstlosen Personen darf nichts eingeflößt werden. Kein Erbrechen einleiten.
Wichtigste akute und verzögert auftretende Symptome und Wirkungen Symptome
Reizung

Lagerung/Entsorgung/Hinweise

Lagerung

Behälter trocken, dicht geschlossen halten und an einem kühlen, gut gelüfteten Ort aufbewahren. Vor Frost schützen. Nicht zusammen mit Lebensmitteln lagern.

Entsorgung

Leere Verpackungen nicht weiterverwenden. Leere und sorgfältig gespülte Verpackungen mit der Marke PAMIRA® sind an den autorisierten Sammelstellen des Entsorgungssystems PAMIRA® mit separiertem Verschluss abzugeben. Informationen zu Zeitpunkt und Ort der Sammlungen erhalten Sie von Ihrem Händler, aus der regionalen Presse oder im Internet unter www.pamira.de.
Produktreste nicht in den Hausmüll geben, sondern in Originalverpackungen bei der Sondermüllentsorgung Ihres Wohnortes anliefern.
Weitere Auskünfte erhalten Sie bei Ihrer Stadt- oder Kreisverwaltung.

Kennzeichnung gemäß CLP

Piktogramm:

GHS08

Signalwort:

Achtung

Gefahrenbestimmende Komponente:

Chlorpropham

Gefahrenhinweise:

H351 Kann vermutlich Krebs erzeugen.

Sicherheitshinweise:

P201 Vor Gebrauch besondere Anweisungen einholen.
P202 Vor Gebrauch alle Sicherheitshinweise lesen und verstehen.
P280 Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen.
P308+P313 BEI Exposition oder falls betroffen: Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.
P405 Unter Verschluss aufbewahren.
P501 Inhalt/Behälter gemäß lokalen und nationalen Vorschriften der Entsorgung zuführen.

Ergänzende Kennzeichnungselemente:

EUH 401 Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt die Gebrauchsanleitung einhalten.
SP1 Mittel und/oder dessen Behälter nicht in Gewässer gelangen lassen. (Ausbringungsgeräte nicht in unmittelbarer Nähe von Oberflächengewässern reinigen / indirekte Einträge über Hof- und Straßenabläufe verhindern).
Leere Verpackungen nicht weiterverwenden.

Haftung

Haftung

Durch sorgfältige Prüfung ist erwiesen, dass das Produkt bei Einhaltung unserer Gebrauchsanleitung für die empfohlenen Zwecke geeignet ist. Da die Lagerung und die Anwendung außerhalb unseres Einflusses liegen, und wir nicht alle diesbezüglichen Gegebenheiten voraussehen können, schließen wir jegliche Haftung für eventuelle Schäden durch Lagerung und Anwendung aus. Wir haften für gleichbleibende Qualität des Produktes, das Anwendungs- und Lagerungsrisiko tragen wir nicht.

Registrierte Marke

Gro-Stop®: reg. WZ Certis Europe B.V.
PAMIRA®: reg. IVA (Industrieverband Agrar)
Zulassungsinhaber: Certis Europe B.V. Stadsplateau 16NL 3521 AZ UtrechtTelefon +31 (0)30 200 1200 Telefax Notrufnummer 069 2222 5285

Vertriebspartner: Certis Europe B.V. Frankenstraße 18 b D 20097 HamburgTelefon + 49 40 60772640-0 Telefax Beratungsnummer 0800 8300 301

Wichtiger Hinweis für Pflanzenschutzmittel, Biozide und andere Produkte
Für Pflanzenschutzmittel: „Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. Vor Verwendung stets Etikett und Produktinformationen lesen“
Für Biozide: „Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.“
Für andere Produkte: „Dünger, Zusatzstoffe, u.a. vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.“