Kerb ™ FLO

Herbizid

Zulassung
006220-00

Wirkstoff:

400 g/l Propyzamid (35,1 Gew.-%)

Formulierung:

Suspensionskonzentrat (SC)

Bienen:

nicht bienengefährlich (B4)
ArtikelnummerPackungsgrößen
1080490094 x 5 l Kanister
1080490101x20 l Kanister

Piktogramm:

GHS08 , GHS09

Signalwort:

Achtung

Selektives Bodenherbizid zur Bekämpfung von ein- und zweikeimblättrigen Unkräutern in Winterraps, Salaten, Endivien, Rhabarber, Stachelbeeren, Johannisbeeren, Kern- und Steinobst, Ziergehölzen, Weinreben, Chicoree, Wurzelzichorie und Erdbeeren, Aprikose, Pfirsich, Himbeerartigem Beerenobst, Schalenobst, Schwarzem Holunder, Heidelbeeren und Weiden-Arten, Melisse, Minze- und Kamille-Arten, Spitzwegerich, Traubensilberkerze, Salat-Arten (Nutzung als Baby-Leaf-Salate) und Schwarzwurzel.

Vor Gebrauch gut schütteln.
Zur Vermeidung von Nachteilen ist die genaue Beachtung der Gebrauchsanleitung wichtig.
Sicherheitsdatenblatt

Wirkungsweise

Der im Kerb FLO enthaltene Wirkstoff Propyzamid wird hauptsächlich über die Wurzel, kaum über die grünen Pflanzenteile aufgenommen und greift in den Eiweißstoffwechsel ein. Die Wirkung wird erst mit Beginn der Vegetation sichtbar indem die Unkräuter nicht mehr weiterwachsen und absterben.


Wirkungsmechanismus (HRAC-Gruppe) Propyzamid: K1

Wirkungsspektrum

Von der Zulassungsbehörde festgesetzte Anwendungsgebiete

Pflanzen/ObjekteSchadorganismen/Zweckbestimmung
ChicoreeEinjährige ein- und zweikeimblättrige Unkräuter
Endivie, SalatEinjährige ein- und zweikeimblättrige Unkräuter
ErdbeereEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Vogel-Sternmiere
Kernobst, Pflaume, Süß- und Sauerkirsche, Weiße und Schwarze und Rote Johannisbeere und StachelbeerenEinkeimblättrige Unkräuter, Vogel-Sternmiere
RhabarberEinkeimblättrige Unkräuter
Salat, Endivien, Chicoree und Wurzelzichorieaus Samen auflaufende ein- und zweikeimblättrige Unkräuter (ausgenommen Korbblütler und Winden-Arten)
Weinrebe (Tafel- und Keltertrauben)Einkeimblättrige Unkräuter, Vogel-Sternmiere
WinterrapsAcker-Fuchsschwanz (schwer bekämpfbare Unkräuter) , Ausfallgetreide, Acker-Fuchsschwanz, Trespe-Arten, Gemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras, Vogel-Sternmiere
WurzelzichorieEinjährige ein- und zweikeimblättrige Unkräuter
ZiergehölzeEinkeimblättrige Unkräuter, einschließlich Quecke und Vogel-Sternmiere

Nach Artikel 51 Abs. 1 der Verordnung (EG) Nr. 1107/2009 (alt: §18a PflSchG) genehmigte Anwendungen

Zusätzlich zu den festgesetzten Anwendungsgebieten hat die Zulassungsbehörde die Anwendung dieses Produktes in zusätzlichen Anwendungsgebieten genehmigt. Wirksamkeit und Verträglichkeit sind in diesem zusätzlichen Anwendungsgebiet nicht immer ausreichend geprüft. Daher liegen die in Abhängigkeit von Kultur, Sorte, Anbauverfahren und den spezifischen Umweltbedingungen möglichen Schäden im Verantwortungsbereich des Anwenders. Dieser muss Wirksamkeit und Verträglichkeit vom dem Mitteleinsatz unter den betriebsspezifischen Bedingungen prüfen (Testanwendung).

Pflanzen/ObjekteSchadorganismen/Zweckbestimmung
Aprikose, PfirsichEinkeimblättrige Unkräuter, Vogel-Sternmiere
Himbeerartiges BeerenobstEinkeimblättrige Unkräuter, Vogel-Sternmiere
Kamille-Arten (Blatt- und Blütennutzung)Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Vogel-Sternmiere
Melisse (Blatt- und Blütennutzung)Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Vogel-Sternmiere
Minze-Arten (Blatt- und Blütennutzung) Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Vogel-Sternmiere
Salat-Arten (Nutzung als Baby-Leaf-Salat)Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter
SchalenobstEinkeimblättrige Unkräuter, Vogel-Sternmiere
Schwarzer Holunder, HeidelbeereEinkeimblättrige Unkräuter, Vogel-Sternmiere
SchwarzwurzelEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter
Spitzwegerich (Blattnutzung)Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Vogel-Sternmiere
Traubensilberkerze (Wurzelnutzung)Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Vogel-Sternmiere
Weiden-Arten (Nutzung der Rinde)Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Vogel-Sternmiere

Wirkungsspektrum


(WH9161)




Ziergehölze

Gut bekämpfbar:

Gemeine Quecke, Ackerfuchsschwanz, Trespen-Arten, Windhalm, Weidelgras- Arten, Rispen-Arten, Gemeines Knaulgras, Schwingel-Arten, Vogelmiere, Ehrenpreis-Arten, Wildes Stiefmütterchen, Taubnessel-Arten und Schlitzblättriger Storchschnabel.



Nicht ausreichend bekämpfbar:

Segge-Arten, Hirtentäschelkraut, Echte Kamille, Knöterich-Arten, Kriechender Hahnenfuß, Hederich, Sauerampfer, Kreuzkraut-Arten, Löwenzahn, Weißklee, Große Brennnessel, Wicken-Arten, Giersch, Distel-Arten, Gundermann, Gänsefingerkraut und Ampfer-Arten.




Obstbau

Kernobst, Pflaume, Süß- und Sauerkirsche, Johannis- und Stachelbeeren



Gut bekämpfbar:

Gemeine Quecke, Ackerfuchsschwanz, Windhalm, Trespe-Arten, Gemeines Knaulgras, Schwingel-Arten, Weidelgras-Arten, Rispen-Arten, Vogelmiere, Taubnessel-Arten und Ehrenpreis-Arten.



Nicht ausreichend bekämpfbar:

Giersch, Distel-Arten, Gundermann, Gänsefingerkraut, Kriechender Hahnenfuß, Ampfer-Arten, Gemeines Kreuzkraut, Löwenzahn und Weißklee. Schachtelhalm-Arten werden durch mehrjährige Anwendung verdrängt.



Erdbeeren



Gut bekämpfbar:

Ausfallgetreide, Rispen-Arten, Ackerfuchsschwanz, Trespe-Arten, Gemeiner Windhalm, Grassamenausfall, Vogelmiere, Ehrenpreis und Wildes Stiefmütterchen.



Nicht ausreichend bekämpfbar:

Gemeine Quecke, Rote Taubnessel, Kamille-Arten, Wegerich-Arten, Stumpfblättriger Ampfer, Gemeines Kreuzkraut und Löwenzahn.




Ackerbau

Winterraps



Gut bekämpfbar:

Ackerfuchsschwanz, Ausfallgetreide (alle aufgelaufenen und keimenden Getreide-Arten), Windhalm, Einjährige Rispe, Grassamenausfall, Trespe-Arten, Ehrenpreis-Arten und Vogelmiere.



Nicht ausreichend bekämpfbar:

Gemeine Quecke, Hederich, Ackerhellerkraut, Hirtentäschelkraut, Kamille-Arten, Klettenlabkraut, Ackerstiefmütterchen, Windenknöterich, Ackervergissmeinnicht und Taubnessel-Arten.




Gemüsebau

Rhabarber



Gut bekämpfbar:

Gemeine Quecke, Ackerfuchsschwanz, Jährige Rispe, Vogelmiere, Ackergänsedistel, Gemeiner Windhalm, Trespe-Arten, Gemeines Rispengras, Grassamenausfall und Ehrenpreis-Arten.



Nicht ausreichend bekämpfbar:

Hirtentäschel, Klettenlabkraut, Knöterich-Arten, Taubnessel-Arten und Kleine Brennnessel.



Salat, Endivien, Chicoree und Wurzelzichorie



Gut bekämpfbar:

Ackerfuchsschwanz, Deutsches Weidelgras, Ausfallgetreide, Einjährige Rispe, Gemeine Rispe, Hirse-Arten, Knöterich-Arten, Ehrenpreis-Arten, Gänsefuß-Arten, Hirtentäschelkraut, Vogelmiere, Taubnessel-Arten, Kleine Brennnessel.



Nicht ausreichend bekämpfbar:

Behaartes Franzosenkraut, Sumpflabkraut, Echte Kamille, Bingelkraut, Kreuzkraut-Arten, Schwarzer Nachtschatten, Kohlgänsedistel und Wicken-Arten.




Weinbau

Weinbau (Tafel- und Keltertrauben)



Gut bekämpfbar:

Gemeine Quecke, Trespe-Arten, Ackerfuchsschwanz, Weidelgras-Arten (LOLSS), Rispen-Arten (POASS), Knaulgras (DACGL), Schwingel-Arten (FESSS), Windhalm (APESV), Weinberglauch, Vogelmiere, Taubnessel-Arten, Ehrenpreis-Arten, Wildes Stiefmütterchen und Schlitzblättriger Storchschnabel.



Weniger gut bekämpfbar:

Segge-Arten, Klettenlabkraut; Schachtelhalm-Arten werden durch mehrjährige Anwendung verdrängt.



Nicht ausreichend bekämpfbar:

Distel-Arten, Ackerwinde, Klettenlabkraut, Hirtentäschelkraut, Echte Kamille, Knöterich-Arten, Hederich, Ampfer-Arten, Kreuzkraut-Arten, Löwenzahn, Weißklee, Große Brennnessel, Wicken-Arten, Giersch, Gundermann, Gänsefingerkraut.




Anwendung

Hinweise zur Sachgerechten Anwendung

Kühle Witterung und Feuchtigkeit erhöhen die Wirkung. Feuchtigkeit ist zur Erzielung einer optimalen Wirkung entscheidend. Nur bei genügend Niederschlägen gelangt das Mittel in die Wurzelzone der Unkräuter und kann wirksam werden. Wird Kerb FLO bei anhaltender Trockenheit gespritzt, ist die Wirkung nicht gesichert. Unter diesen Bedingungen erweist sich eine Beregnung als vorteilhaft. Die Spritzung in den Monaten November bis Dezember schaltet dieses Risiko nach unseren Erfahrungen aus. Außerdem befinden sich die Quecke u.a. ausdauernde Ungräser zu diesem Zeitpunkt in Vegetationsruhe und sind dadurch optimal bekämpfbar. In extrem trockenen Wintern ist eine zusätzliche Beregnung vorteilhaft. Kühles Wetter - mittlere Temperatur unter ca.10 °C - sichert die Wirkung. Bei Flächen, die mit organischen Bodenabdeckungen, z.B. Rindenmulch, abgedeckt sind, ist eine Minderwirkung möglich, da diese Substrate einen Teil des Wirkstoffes absorbieren können. Eine Abdrift oder ein Abschwemmen auf benachbarte Kulturen, insbeson
dere Zierrasen, muss unbedingt vermieden werden.

Kerb FLO ist von hoher Verträglichkeit für Ziergehölze, Kern- und Steinobst, Johannisbeeren, Stachelbeeren, Erdbeeren, Winterraps, Salat, Chicoree, Wurzelzichorie, Rhabarber und Weinreben.

Anwendung

ACKERBAU

Pflanzenerzeugnisse:Winterraps
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Acker-Fuchsschwanz (schwer bekämpfbare Unkräuter)
Anwendungsbereich: Freiland
Stadium der Kultur: ab 4 Blatt-Stadium (BBCH 14)
Anwendungszeitpunkt: nach dem Auflaufen, Spätherbst bis Winter, während der Vegetationsruhe
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 1
Anwendungstechnik: Spritzen
Aufwandmenge: 1,875 l/ha
Wasseraufwandmenge: 200 - 400 l/ha
Wartezeit: Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z.B. Ernte) verbleibt bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich (F).

Pflanzenerzeugnisse:Winterraps
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Ausfallgetreide, Acker-Fuchsschwanz, Trespe-Arten, Gemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras, Vogel-Sternmiere
Anwendungsbereich: Freiland
Stadium der Kultur: ab 4 Blatt-Stadium (BBCH 14)
Anwendungszeitpunkt: nach dem Auflaufen, Spätherbst bis Winter, während der Vegetationsruhe
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 1
Anwendungstechnik: Spritzen
Aufwandmenge: 1,25 l/ha
Wasseraufwandmenge: 200 - 400 l/ha
Wartezeit: Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z.B. Ernte) verbleibt bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich (F).
Sonstige Hinweise: Kerb FLO wird ab BBCH 14 des Rapses gespritzt, wenn der Boden feucht ist bzw. nachfolgend Niederschläge fallen. Kühles Wetter sichert die Wirkung. Die Spritzungen können im Spätherbst und Winter bis Februar erfolgen. Die volle Wirkung von Kerb FLO tritt im folgenden Frühjahr ab Februar ein. Kerb FLO kann auf gefrorenen, aber schneefreien Boden gespritzt werden. Ein feinkrümeliges, gut abgesetztes Saatbett ist wichtig, um eine sichere Wirkung zu erzielen. Ist der Boden, z. B. nach pflugloser Bodenbearbeitung, nicht ausreichend rückverdichtet und grobklutig sowie mit Strohresten bedeckt, sind Minderwirkungen möglich. Zu Minderwirkungen kann es auch kommen, falls unmittelbar nach der Anwendung eine längere Trockenperiode folgt und/oder die Ungräser bzw. das Ausfallgetreide das Bestockungsstadium überschritten haben.

Pflanzenerzeugnisse:Wurzelzichorie
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Einjährige ein- und zweikeimblättrige Unkräuter
Anwendungsbereich: Freiland
Anwendungszeitpunkt: vor dem Auflaufen
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 1
Anwendungstechnik: Spritzen
Aufwandmenge: 3,75 l/ha
Wasseraufwandmenge: 400 - 600 l/ha
Wartezeit: Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z.B. Ernte) verbleibt bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich (F).
WP727 Kein Nachbau von Zuckerrüben und Sonnenblumen.
WP7261 Kein Nachbau von Wintergerste.
WP775 Unter ungünstigen Witterungsbedingungen sind Schäden an Folgekulturen, insbesondere Wintergetreide, möglich.

GEMÜSEBAU

Pflanzenerzeugnisse:Chicoree
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Einjährige ein- und zweikeimblättrige Unkräuter
Anwendungsbereich: Freiland
Anwendungszeitpunkt: vor dem Auflaufen
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 1
Anwendungstechnik: Spritzen
Aufwandmenge: 3,75 l/ha
Wasseraufwandmenge: 400 - 600 l/ha
Wartezeit: Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z.B. Ernte) verbleibt bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich (F).
Sonstige Hinweise: Anwendungstechnik: mit Einregnen
WP727 Kein Nachbau von Zuckerrüben und Sonnenblumen.
WP7261 Kein Nachbau von Wintergerste.
WP775 Unter ungünstigen Witterungsbedingungen sind Schäden an Folgekulturen, insbesondere Wintergetreide, möglich.
Pflanzenerzeugnisse:Endivie, Salat
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Einjährige ein- und zweikeimblättrige Unkräuter
Anwendungsbereich: Freiland
Anwendungszeitpunkt: vor dem Auflaufen
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 1
Anwendungstechnik: Spritzen
Aufwandmenge: 3,75 l/ha
Wasseraufwandmenge: 400 - 600 l/ha
Wartezeit: Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z.B. Ernte) verbleibt bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich (F).
Sonstige Hinweise: Anwendungstechnik: mit Einregnen
WP727 Kein Nachbau von Zuckerrüben und Sonnenblumen.
WP7261 Kein Nachbau von Wintergerste.
WP775 Unter ungünstigen Witterungsbedingungen sind Schäden an Folgekulturen, insbesondere Wintergetreide, möglich.
Pflanzenerzeugnisse:Endivie, Salat
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Einjährige ein- und zweikeimblättrige Unkräuter
Anwendungsbereich: Freiland
Anwendungszeitpunkt: nach dem Pflanzen
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 1
Anwendungstechnik: Spritzen
Aufwandmenge: 3,75 l/ha
Wasseraufwandmenge: 400 - 600 l/ha
Wartezeit: Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z.B. Ernte) verbleibt bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich (F).
Sonstige Hinweise: Anwendungstechnik: mit Einregnen
WP727 Kein Nachbau von Zuckerrüben und Sonnenblumen.
WP7261 Kein Nachbau von Wintergerste.
WP775 Unter ungünstigen Witterungsbedingungen sind Schäden an Folgekulturen, insbesondere Wintergetreide, möglich.
Pflanzenerzeugnisse:Salat, Endivien, Chicoree und Wurzelzichorie
Schadorganismus/Zweckbestimmung:aus Samen auflaufende ein- und zweikeimblättrige Unkräuter (ausgenommen Korbblütler und Winden-Arten)
Anwendungsbereich: Freiland
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 1
Anwendungstechnik: Spritzen
Aufwandmenge: 3,75 l/ha
Wasseraufwandmenge: 400 - 600 l/ha
Wartezeit: Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z.B. Ernte) verbleibt bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich (F).
Sonstige Hinweise: Optimale Ergebnisse in Salaten und Endivien werden nur durch Einregnen erzielt!
1. Vorauflaufanwendung mit Einregnen (mindestens 15 mm = 15 l Wasser/m²), nur zur Minderung der Unkrautkonkurrenz,
2. Nach dem Pflanzen (innerhalb von 3 Tagen) mit Einregnen (mindestens 15 mm = 15 l Wasser/m²).
Gegen aus Samen auflaufende ein- und zweikeimblättrige Unkräuter (ausgenommen Korbblütler und Winden-Arten) in Chicoree im Freiland vor dem Auflaufen spritzen mit Einregnen.
Gegen aus Samen auflaufende ein- und zweikeimblättrige Unkräuter (ausgenommen Korbblütler und Winden-Arten) in Wurzelzichorie im Freiland vor dem Auflaufen spritzen.
WP7261 Kein Nachbau von Wintergerste.
WP727 Kein Nachbau von Zuckerrüben und Sonnenblumen.
Pflanzenerzeugnisse:Rhabarber
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Einkeimblättrige Unkräuter
Anwendungsbereich: Freiland
Anwendungszeitpunkt: - Oktober bis Dezember (d.h. bei absolutem Ruhezustand der Pflanzen)
- nicht im Pflanzjahr
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 1
Anwendungstechnik: Spritzen
Aufwandmenge: 3,75 l/ha
Wasseraufwandmenge: 400 - 1.000 l/ha
Wartezeit: Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z.B. Ernte) verbleibt bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich (F).
Sonstige Hinweise: Bei ausreichender Bodenfeuchte und kühlem Wetter spritzen.

OBSTBAU

Pflanzenerzeugnisse:Erdbeere
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Vogel-Sternmiere
Anwendungsbereich: Freiland
Anwendungszeitpunkt: Winter (im Dezember), nicht im Pflanzjahr
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 1
Anwendungstechnik: Spritzen
Aufwandmenge: 1,25 l/ha
Wasseraufwandmenge: 400 - 600 l/ha
Wartezeit: Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z.B. Ernte) verbleibt bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich (F).
WP775 Unter ungünstigen Witterungsbedingungen sind Schäden an Folgekulturen, insbesondere Wintergetreide, möglich.
Pflanzenerzeugnisse:Kernobst, Pflaume, Süß- und Sauerkirsche, Weiße und Schwarze und Rote Johannisbeere und Stachelbeeren
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Einkeimblättrige Unkräuter, Vogel-Sternmiere
Anwendungsbereich: Freiland
Anwendungszeitpunkt: ab dem ersten Standjahr im Winter (während der Vegetationsruhe)
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 1
Anwendungstechnik: Spritzen
Aufwandmenge: 6,25 l/ha
Wasseraufwandmenge: 400 - 1.000 l/ha
Wartezeit: Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z.B. Ernte) verbleibt bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich (F).
Sonstige Hinweise: Anwendung: 62,5 ml/100 m² in 4 - 10 l Wasser

WEINBAU

Pflanzenerzeugnisse:Weinrebe (Tafel- und Keltertrauben)
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Einkeimblättrige Unkräuter, Vogel-Sternmiere
Anwendungsbereich: Freiland
Anwendungszeitpunkt: ab 2. Standjahr im Winter (in der Vegetationsruhe)
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 1
Anwendungstechnik: Spritzen
Aufwandmenge: 6,25 l/ha
Wasseraufwandmenge: 400 - 1.000 l/ha
Wartezeit: Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z.B. Ernte) verbleibt bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich (F).
Sonstige Hinweise: Sprizen nur im Unterstockbereich und bei Temperaturen unter 10 °C.
Der günstigste Zeitpunkt für die Anwendung von Kerb FLO im Weinbau ist der Spätherbst, weil dann Herbst- und Winterfeuchtigkeit ausgenutzt werden können. Eine eventuelle Winterbodenbearbeitung sollte vor Anwendung von Kerb FLO erfolgen.

ZIERPFLANZENBAU

Pflanzenerzeugnisse:Ziergehölze
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Einkeimblättrige Unkräuter, einschließlich Quecke und Vogel-Sternmiere
Anwendungsbereich: Freiland
Anwendungszeitpunkt: ab 1. Standjahr (frühestens jedoch nach Beendigung der 1. Vegetationsperiode) im Winter (in der Vegetationsruhe) (November - März), noch vor Austrieb der Gehölze
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 1
Anwendungstechnik: Spritzen
Aufwandmenge: 6,25 l/ha
Wasseraufwandmenge: 1500 - 2.000 l/ha
Wartezeit: Die Festsetzung einer Wartezeit ist ohne Bedeutung (N).
Sonstige Hinweise: Ziergehölzanlagen ab 1. Standjahr sind Pflanzungen, die (nach erfolgter Pflanzung) während einer ganzen Vegetationsperiode am Endstandort tief und voll durchwurzeln konnten. Bei bodendeckenden Ziergehölzen kann Kerb FLO unbedenklich über die Pflanzen gespritzt werden. Der Boden sollte zum Zeitpunkt der Anwendung schnee- und eisfrei sein.

Nach Artikel 51 Abs. 1 der Verordnung (EG) Nr. 1107/2009 (alt: §18a PflSchG) genehmigte Anwendungen



GEMÜSEBAU

Pflanzenerzeugnisse:Schwarzwurzel
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter
Anwendungsbereich: Freiland
Stadium der Kultur: BBCH 00 bis 09
Anwendungszeitpunkt: Vor dem Auflaufen
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 1
Anwendungstechnik: spritzen
Aufwandmenge: 1,875 l/ha
Wasseraufwandmenge: 200 bis 400 l Wasser/ha
Wartezeit: Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z.B. Ernte) verbleibt bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich (F).

OBSTBAU

Pflanzenerzeugnisse:Aprikose, Pfirsich
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Einkeimblättrige Unkräuter, Vogel-Sternmiere
Anwendungsbereich: Freiland
Anwendungszeitpunkt: ab dem ersten Standjahr im Winter (während der Vegetationsruhe)
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 1
Anwendungstechnik: Spritzen
Aufwandmenge: 6,25 l/ha
Wasseraufwandmenge: 400 - 1.000 l/ha
Wartezeit: Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z.B. Ernte) verbleibt bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich (F).

Pflanzenerzeugnisse:Himbeerartiges Beerenobst
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Einkeimblättrige Unkräuter, Vogel-Sternmiere
Anwendungsbereich: Freiland
Anwendungszeitpunkt: ab dem ersten Standjahr im Winter (während der Vegetationsruhe)
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 1
Anwendungstechnik: Spritzen
Aufwandmenge: 3,75 l/ha
Wasseraufwandmenge: 400 - 1.000 l/ha
Wartezeit: Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z.B. Ernte) verbleibt bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich (F).

Pflanzenerzeugnisse:Schalenobst
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Einkeimblättrige Unkräuter, Vogel-Sternmiere
Anwendungsbereich: Freiland
Anwendungszeitpunkt: ab dem ersten Standjahr im Winter (während der Vegetationsruhe)
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 1
Anwendungstechnik: Spritzen
Aufwandmenge: 6,25 l/ha
Wasseraufwandmenge: 400 - 1.000 l/ha
Wartezeit: Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z.B. Ernte) verbleibt bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich (F).
Sonstige Hinweise: Kerb FLO wird hauptsächlich über die Wurzel, kaum über grüne Pflanzenteile, aufgenommen. Kühle Witterung und Feuchtigkeit erhöhen die Wirkung.

Pflanzenerzeugnisse:Schwarzer Holunder, Heidelbeere
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Einkeimblättrige Unkräuter, Vogel-Sternmiere
Anwendungsbereich: Freiland
Anwendungszeitpunkt: ab dem ersten Standjahr im Winter (während der Vegetationsruhe)
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 1
Anwendungstechnik: Spritzen
Aufwandmenge: 3,75 l/ha
Wasseraufwandmenge: 400 - 1.000 l/ha
Wartezeit: Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z.B. Ernte) verbleibt bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich (F).

GEMÜSEBAU

Pflanzenerzeugnisse:Kamille-Arten (Blatt- und Blütennutzung)
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Vogel-Sternmiere
Anwendungsbereich: Freiland
Anwendungszeitpunkt: vor dem Auflaufen
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 1
Anwendungstechnik: Spritzen
Aufwandmenge: 1,25 l/ha
Wasseraufwandmenge: 400 - 600 l/ha
400-600 l/ha
Wartezeit: Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z.B. Ernte) verbleibt bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich (F).
Sonstige Hinweise: Verwendung als teeähnliches Erzeugnis.

Pflanzenerzeugnisse:Melisse (Blatt- und Blütennutzung)
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Vogel-Sternmiere
Anwendungsbereich: Freiland
Stadium der Kultur: ab BBCH 97
Anwendungszeitpunkt: im Pflanzjahr sowie ab 2. Standjahr während der Vegetationsperiode im Spätherbst bis Winter
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 1
Anwendungstechnik: Spritzen
Aufwandmenge: 1,25 l/ha
Wasseraufwandmenge: 400 - 600 l/ha
Wartezeit: Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z.B. Ernte) verbleibt bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich (F).
Sonstige Hinweise: Verwendung als teeähnliches Erzeugnis.

Pflanzenerzeugnisse:Minze-Arten (Blatt- und Blütennutzung)
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Vogel-Sternmiere
Anwendungsbereich: Freiland
Stadium der Kultur: ab BBCH 97
Anwendungszeitpunkt: im Pflanzjahr sowie ab 2. Standjahr während der Vegetationsperiode im Spätherbst bis Winter
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 1
Anwendungstechnik: Spritzen
Aufwandmenge: 1,25 l/ha
Wasseraufwandmenge: 400 - 600 l/ha
Wartezeit: Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z.B. Ernte) verbleibt bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich (F).
Sonstige Hinweise: Verwendung als teeähnliches Erzeugnis.

Pflanzenerzeugnisse:Spitzwegerich (Blattnutzung)
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Vogel-Sternmiere
Anwendungsbereich: Freiland
Anwendungszeitpunkt: vor dem Auflaufen
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 1
Anwendungstechnik: Spritzen
Aufwandmenge: 1,25 l/ha
Wasseraufwandmenge: 400 - 600 l/ha
Wartezeit: Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z.B. Ernte) verbleibt bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich (F).
Sonstige Hinweise: Verwendung als teeähnliches Erzeugnis.

Pflanzenerzeugnisse:Traubensilberkerze (Wurzelnutzung)
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Vogel-Sternmiere
Anwendungsbereich: Freiland
Anwendungszeitpunkt: vor dem Austrieb
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 1
Anwendungstechnik: Spritzen
Aufwandmenge: 1,25 l/ha
Wasseraufwandmenge: 400 - 600 l/ha
Wartezeit: Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z.B. Ernte) verbleibt bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich (F).
Sonstige Hinweise: Verwendung als teeähnliches Erzeugnis.
NW642-1 Die Anwendung des Mittels in oder unmittelbar an oberirdischen Gewässern oder Küstengewässern ist nicht zulässig. Unabhängig davon ist der gemäß Länderrecht verbindlich vorgegebene Mindestabstand zu Oberflächengewässern einzuhalten. Zuwiderhandlungen können mit einem Bußgeld bis zu einer Höhe von 50.000 Euro geahndet werden.
Pflanzenerzeugnisse:Weiden-Arten (Nutzung der Rinde)
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Vogel-Sternmiere
Anwendungsbereich: Freiland
Anwendungszeitpunkt: ab dem ersten Standjahr im Winter (während der Vegetationsruhe)
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 1
Anwendungstechnik: Spritzen
Aufwandmenge: 3,75 l/ha
Wasseraufwandmenge: 400 - 1.000 l/ha
Wartezeit: Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z.B. Ernte) verbleibt bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich (F).
Sonstige Hinweise: Verwendung als Arzneipflanze.

Pflanzenerzeugnisse:Salat-Arten (Nutzung als Baby-Leaf-Salat)
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter
Anwendungsbereich: Freiland
Anwendungszeitpunkt: nach der Saat
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 1
Anwendungstechnik: Spritzen
Aufwandmenge: 2,5 l/ha
Wasseraufwandmenge: 200 - 400 l/ha
Wartezeit: Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z.B. Ernte) verbleibt bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich (F).
Sonstige Hinweise: Mit Einregnen spritzen.

Mischbarkeit/Technik

Mischbarkeit

Physikalisch-chemische oder biologische Unverträglichkeiten bei Tankmischungen mit Flüssigdüngern oder Pflanzenschutzmitteln sind bislang nicht bekannt geworden. Aktuelle Informationen können über die Beratung eingeholt werden.

Ansetzen der Spritzbrühe

Vor dem Einsatz Kanister schütteln. Kerb FLO bei eingeschaltetem Rührwerk direkt in den 2/3 mit Wasser gefüllten Spritzflüssigkeitsbehälter geben. Behälter anschließend mit Wasser auffüllen. Nur Geräte verwenden, die eine genaue und gleichmäßige Dosierung ermöglichen. Spritzbrühereste vermeiden. Nie mehr Spritzbrühe ansetzen, als unbedingt gebraucht wird.

Reinigung

Spritzgeräte und Spritzbrühebehälter sofort nach Gebrauch (mit einem Reinigungsmittel) gründlich reinigen. Anfallendes Spülwasser nach der Gerätereinigung auf der vorher behandelten Fläche ausbringen. Spritzgeräte regelmäßig auf dem Prüfstand kontrollieren und einstellen lassen.

Nachbau

In Ziergehölzen und im Obstbau sollte nach einer Anwendung im Winterhalbjahr ein Neu- bzw. Unterpflanzen von Gehölzen erst im folgenden Herbst erfolgen. Für die Neuansaat von Gräsern ist eine Wartefrist von mindestens 1½ Jahren notwendig.

In Erdbeeren ist ein Nachbau aller Kulturen im Herbst des Folgejahres nach normaler Pflugfurche möglich. Bei vorzeitigem Umbruch der Erdbeeren im Frühjahr können nach tiefem Umpflügen Kartoffeln, Mais, Erbsen, Bohnen, Leguminosen aller Art, alle Kohl-Arten und Sommerraps nachgebaut werden.

In Raps ist ein Nachbau aller Kulturen im Herbst des Folgejahres nach gründlicher Durchmischung des Bodens möglich. Bei vorzeitigem Umbruch des Winterrapses im Frühjahr können nach tiefem Umpflügen Kartoffeln sowie Mais und nach starker Durchmischung Erbsen, Bohnen, Leguminosen aller Art, Sonnenblumen, alle Kohl-Arten und Sommerraps nachgebaut werden. Kein Nachbau im Frühjahr möglich von Sommergetreide, Gräsern und Kleegras-Mischungen sowie Rüben. Unter ungünstigen Witterungsbedingungen sind Schäden an Folgekulturen, insbesondere Wintergetreide, möglich.

Für den Nachbau nach Salat, Endivien, Chicoree und Wurzelzichorie gilt:
Wärme in Verbindung mit Feuchtigkeit beschleunigt den Wirkstoffabbau, während Trockenheit in jedem Falle den Abbau verlangsamt. In schweren und humosen Böden wird der Wirkstoff schneller abgebaut als in leichten und humusarmen. Pflügen oder tiefes Fräsen vor dem Neuanbau verkürzt die Nachbaufrist gegenüber nur oberflächlicher Bearbeitung. Unter ungünstigen Witterungsbedingungen sind Schäden an Folgekulturen, insbesondere Wintergetreide, möglich. Kein Nachbau von Wintergerste, Zuckerrüben und Sonnenblumen.
Nach der Kultur von Salat, Endivien, Chicoree und Wurzelzichorie können sofort angebaut werden: Bohnen, Erbsen, Leguminosen aller Art, Salat, Endivien, Korbblütler aller Art.
Nach 2 - 4 Monaten: Mais, alle Blattkohl-Arten, Staudensellerie, Erdbeeren.
Nach 4 - 5 Monaten: Futterrüben, Flachs, Kartoffeln, Tomaten, Gurken, Zwiebeln, Knoblauch, Blattpetersilie, Paprika, Spinat, Kürbis, Zucchini.
Nach 9 - 12 Monaten: Getreide.
Die kürzeren Zeitangaben gelten für die günstigsten Abbaubedingungen. Wurzelgemüse darf frühestens 12 Monate nach der Anwendung angebaut werden.

Verträglichkeit

Folgende Gehölz-Arten wurden getestet und sind verträglich:

Abies ssp.Laburnum anagyrioides
Abies nordmannianaLarix decidua
Acer campestreLigustrum vulgare
Acer platanoidesLigustrum ovalifolium
Acer pseudo-platanusLonicera nitida
Alnus spp.Lonicera pileata
Alnus glutinosaLonicera xylosteum
Amelanchier canadensisMahonia aquifolium
Aralia elataMalus bacc. purpurea
Azalea mollisMetasequoia glyptostroboides
Berberis buxifolia 'Nana'Philadelphus spp.
Berberis candidulaPicea abies (P. excelsa)
Berberis julianaePicea glauca
Berberis thunbergiiPicea omorica
Buddleia spp.Picea pungens glauca
BuxusPinus leucodermis
Callicarpa bodinjeri var. GiraldiiPinus (P. montana mughus)
Calluna vulgarisPinus nigra
Carpinus betulusPinus strobus
Catalpa bignonoidesPinus sylvestris
Cedrus atlantica glaucaPinus wallichiana (P. griffithii)
Cephalotaxus fortuneiPodocarpus koreana
Cercis canadensisPotentila fructicosa
Chaenomeles japonicaPrunus avium
Chamaecyparis columnarisPseudotsuga menziesii (Douglasie)
Chamaecyparis lawsoniana 'Ellwoodii'Pyracantha coccinea
Chamaecyparis nootkatensisQuercus robur
Chamaecyparis obtusaQuercus rubra
Chamaecyparis pisiferaRhododendron japonicum (Azalea mollis)
Cornus alba 'Sibirica'Rhus typhina
Cornus masRobinia hispida
Corylus avellanaRosa canina
Cotinus coggygriaRosa multiflora
Cotoneaster dammeriRosa rugosa
Cotoneaster dammeri 'Skogholmen'Salix caprea
Cotoneaster divaricatusSambucus racemosa
Cotoneaster horizontalisSorbus aucuparia
Cotoneaster praecoxSpiraea X arguta
Cotoneaster salicifoliusSpiraea spp.
Crataegus monogynaSymphoricus X chenaultii
Cytisus praecox 'Holandica'Syringa
Deutzia gracilisTamarix pentandra
Eleagnus angustifoliaTaxus baccata
Erica ssp.Taxus cuspidata
Erica carneaTaxus X media
Euonymus europeausThuja occidentalis
Euonymus fortunei var. radicansThuja orientalis
Fagus sylvaticaThuja standishii
Forsythia spp.Thujopsis dolobrata
Fraxinus excelsiorTorreya nucifera
Ginkgo bilobaTsuga candensis
Hamamelis mollisVirbunum spp.
Hedera helixWeigela florida (W. Rosea)
Hydrangea macrophyllaWeigela `Bristol Ruby)
Hypericum calycinumWeigela `Styriaca
Ilex aquifolium
Juniperus chinensis 'Pfitzeriana'
Juniperus communis
Juniperus horizontalis
Juniperus sabina
Juniperus virginiana
Juniperus squamata
Kerria japonica
Kolkwitzia amabilis
Ziergehölzarten, die Kerb FLO nicht vertragen, sind bisher noch nicht bekannt geworden.

Obstbau:

Kernobst, Pflaume, Süß- und Sauerkirsche, Johannis- und Stachelbeeren
Sorten von Apfel, Birne, Kirsche, Pflaume, Zwetschge, Johannisbeere sowie Stachelbeere, die Kerb FLO nicht vertragen, sind uns bisher nicht bekannt geworden. Das gleiche gilt für alle Unterlagen der einzelnen Arten. Die Spritzung von Strauchbeerenobst sollte im Dezember abgeschlossen sein.

Erdbeeren
Kerb FLO zeigt eine gute Verträglichkeit in Erdbeeren, z. B. in den Sorten Honeyoi, Korona, Elsanta, Senga Sengana, Pandora, Darselect, Florence, Rosie, Symphony oder Eros. Unverträgliche Erdbeersorten sind bisher nicht bekannt.

Aprikose, Pfirsich
Sorten bzw. Unterlagen, die Kerb FLO nicht vertragen, sind uns bisher nicht bekannt geworden.

Himbeerartigem Beerenobst
Sorten bzw. Unterlagen, die Kerb FLO nicht vertragen, sind uns bisher nicht bekannt geworden.

Schalenobst
Sorten bzw. Unterlagen, die Kerb FLO nicht vertragen, sind uns bisher nicht bekannt geworden.

Schwarzer Holunder, Heidelbeere
Sorten bzw. Unterlagen, die Kerb FLO nicht vertragen, sind uns bisher nicht bekannt geworden.

Ackerbau:

Winterraps
Unverträgliche Rapssorten sind bisher nicht bekannt. Bei Anwendung ab 4 Blatt-Stadium des Rapses in gesunden Beständen, auf einem feinkrümeligen und gut abgesetzten Saatbett ist Kerb FLO gut verträglich. Wuchshemmungen bzw. Ausfall von einzelnen Pflanzen sind möglich unter ungünstigen Bedingungen, nach Anwendung von Kerb FLO auf gestressten Winterraps-Beständen. Zu solch ungünstigen Bedingungen zählen unter anderem ein grobklutiges Saatbett, durch Pilze bzw. Insekten, Staunässe, Trockenheit oder Nährstoffmangel geschwächte Bestände und Flächen mit unzureichender Vorwinterentwicklung, insbesondere bei Spätsaaten.

Gemüsebau:

Salat, Endivien, Chicoree und Wurzelzichorie:
Eine Behandlung mit Kerb FLO sollte nicht erfolgen, wenn die Pflanzen unter außergewöhnlichen Stressbedingungen stehen (z. B. große Hitze, Trockenheit), da es unter diesen Umständen zu Schäden kommen kann. Eine Anwendung unter Glas oder Folie kann ebenfalls nicht empfohlen werden. Folgende Salatsorten sind nach bisherigen Erfahrungen verträglich:
- Kopfsalat: Attraktion, Benita, Blondine, Brezan, Britt, Capo, Cindy, Dolly, Dua, Grosso, Kagraner, Sommer, Libusa, Luna, Marian, Mariska, Meridian, Milan, Mondian, Newton, Primeur, Reskia, Savio, Sindy, Skipper, Soraya, Sprinter, Viruzan, Wodan.
- Eissalat: Saladin
- Endivien: Aveno, Escariol grün. Bubikopf zeigt leichte Ausdünnung ohne wirtschaftliche Bedeutung.
Kerb FLO zeigt eine gute Verträglichkeit in Chicoree. Unverträgliche Sorten sind bisher nicht bekannt. Kerb FLO zeigt eine gute Verträglichkeit in Wurzelzichorie (Sorte Fredonia).

Weiden-Arten (Nutzung der Rinde)
Sorten bzw. Unterlagen, die Kerb FLO nicht vertragen, sind uns bisher nicht bekannt geworden.

Für alle genehmigten Anwendungsgebiete gilt:
In Abhängigkeit von Kultur, Sorte, Anbauverfahren und spezifischen Umweltbedingungen können Schäden an der zu behandelnden Kultur nicht ausgeschlossen werden. Die Pflanzenverträglichkeit sollte daher unter den betriebsspezifischen Bedingungen geprüft werden.

Umweltverhalten

Nutzorganismen

NB6641 Das Mittel wird bis zu der höchsten durch die Zulassung festgelegten Aufwandmenge oder Anwendungskonzentration, falls eine Aufwandmenge nicht vorgesehen ist, als nicht bienengefährlich eingestuft (B4). NN130 Das Mittel wird als nichtschädigend für Populationen der Arten Pardosa amentata und palustris (Wolfspinnen) eingestuft.
NN160 Das Mittel wird als nichtschädigend für Populationen der Art Aleochara bilineata (Kurzflügelkäfer) eingestuft.
NN161 Das Mittel wird als nichtschädigend für Populationen der Art Coccinella septempunctata (Siebenpunkt-Marienkäfer) eingestuft.
NN165 Das Mittel wird als nichtschädigend für Populationen der Art Poecilus cupreus (Laufkäfer) eingestuft.

Wasserorganismen

NW262 Das Mittel ist giftig für Algen. NW265 Das Mittel ist giftig für höhere Wasserpflanzen. NW264 Das Mittel ist giftig für Fische und Fischnährtiere.

Anwenderschutz


Hinweise für den sicheren Umgang

SB001 Jeden unnötigen Kontakt mit dem Mittel vermeiden. Missbrauch kann zu Gesundheitsschäden führen.
SB110 Die Richtlinie für die Anforderungen an die persönliche Schutzausrüstung im Pflanzenschutz "Persönliche Schutzausrüstung beim Umgang mit Pflanzenschutzmitteln" des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit ist zu beachten.
SF245-01 Behandelte Flächen/Kulturen erst nach dem Abtrocknen des Spritzbelages wieder betreten.
SS110 Universal-Schutzhandschuhe (Pflanzenschutz) tragen beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel.
SS120 Universal-Schutzhandschuhe (Pflanzenschutz) tragen bei Ausbringung/Handhabung des anwendungsfertigen Mittels.
SS210 Standardschutzanzug (Pflanzenschutz) und festes Schuhwerk (z.B. Gummistiefel) tragen beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel.
SS220 Standardschutzanzug (Pflanzenschutz) und festes Schuhwerk (z.B. Gummistiefel) tragen bei der Ausbringung/Handhabung des anwendungsfertigen Mittels.
SS610 Gummischürze tragen beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel.

Anwendungsbestimmung

Von der Zulassungsbehörde festgesetzte Anwendungsbestimmungen

(NW468) Anwendungsflüssigkeiten und deren Reste, Mittel und dessen Reste, entleerte Behältnisse oder Packungen sowie Reinigungs- und Spülflüssigkeiten nicht in Gewässer gelangen lassen. Dies gilt auch für indirekte Einträge über die Kanalisation, Hof- und Straßenabläufe sowie Regen- und Abwasserkanäle.


Für die Anwendung in Winterraps, Endivien, Salate, Rhabarber, Stachelbeere, Weiße, Schwarze und Rote Johannisbeere, Pflaume, Kernobst, Sauer- und Süßkirsche, Ziergehölze, Weinrebe, Chicoree, Wurzelzichorie, Erdbeere, Aprikose, Pfirsich, himbeerartiges Beerenobst, Schalenobst, Schwarzer Holunder und Heidelbeere gilt: (NW642) Die Anwendung des Mittels in oder unmittelbar an oberirdischen Gewässern oder Küstengewässern ist nicht zulässig (§ 6 Absatz 2 PflSchG). Unabhängig davon ist der gemäß Länderrecht verbindlich vorgegebene Mindestabstand zu Oberflächengewässern einzuhalten. Zuwiderhandlungen können mit einem Bußgeld bis zu einer Höhe von 50.000 Euro geahndet werden.


Für die Anwendung in Weide-Arten, Kamille-Arten, Spitzwegerich, Traubensilberkerze, Minze-Arten, Melisse, Salat-Arten (Nutzung als Baby-Leaf-Salat) und Schwarzwurzel gilt: (NW642-1) Die Anwendung des Mittels in oder unmittelbar an oberirdischen Gewässern oder Küstengewässern ist nicht zulässig. Unabhängig davon ist der gemäß Länderrecht verbindlich vorgegebene Mindestabstand zu Oberflächengewässern einzuhalten. Zuwiderhandlungen können mit einem Bußgeld bis zu einer Höhe von 50.000 Euro geahndet werden.


Für die Anwendungsgebiete schwer bekämpfbarer Acker-Fuchsschwanz in Winterraps und Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter in Salat Arten (Nutzung als Baby-Leaf-Salat) sowie in Schwarzwurzel gilt: (NT101) Die Anwendung des Mittels muss in einer Breite von mindestens 20 m zu angrenzenden Flächen (ausgenommen landwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzte Flächen, Straßen, Wege und Plätze) mit einem verlustmindernden Gerät erfolgen, das in das Verzeichnis "Verlustmindernde Geräte" vom 14. Oktober 1993 (Bundesanzeiger Nr. 205, S. 9780) in der jeweils geltenden Fassung, mindestens in die Abdriftminderungsklasse 50 % eingetragen ist. Bei der Anwendung des Mittels ist der Einsatz verlustmindernder Technik nicht erforderlich, wenn die Anwendung mit tragbaren Pflanzenschutzgeräten erfolgt oder angrenzende Flächen (z. B. Feldraine, Hecken, Gehölzinseln) weniger als 3 m breit sind oder die Anwendung des Mittels in einem Gebiet erfolgt, das von der Biologischen Bundesanstalt im "Verzeichnis der regionalisierten Kleinstrukturanteile" vom 7. Februar 2002 (Bundesanzeiger Nr. 70a vom 13. April 2002) in der jeweils geltenden Fassung, als Agrarlandschaft mit einem ausreichenden Anteil an Kleinstrukturen ausgewiesen worden ist.


Für die Anwendungsgebiete Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter in Endivie und Kopfsalat (vor dem Auflaufen und nach dem Pflanzen), Chicoree und Wurzelzichorie sowie Einkeimblättrige Unkräuter in Rhabarber und Einkeimblättrige Unkräuter und Vogel-Sternmiere in Schwarzer Holunder und Heidelbeere, Himbeerartiges Beerenobst und Weiden-Arten gilt: (NT102) Die Anwendung des Mittels muss in einer Breite von mindestens 20 m zu angrenzenden Flächen (ausgenommen landwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzte Flächen, Straßen, Wege und Plätze) mit einem verlustmindernden Gerät erfolgen, das in das Verzeichnis "Verlustmindernde Geräte" vom 14. Oktober 1993 (Bundesanzeiger Nr. 205, S. 9780) in der jeweils geltenden Fassung, mindestens in die Abdriftminderungsklasse 75 % eingetragen ist. Bei der Anwendung des Mittels ist der Einsatz verlustmindernder Technik nicht erforderlich, wenn die Anwendung mit tragbaren Pflanzenschutzgeräten erfolgt oder angrenzende Flächen (z. B. Feldraine, Hecken, Gehölzinseln) weniger als 3 m breit sind oder die Anwendung des Mittels in einem Gebiet erfolgt, das von der Biologischen Bundesanstalt im "Verzeichnis der regionalisierten Kleinstrukturanteile" vom 7. Februar 2002 (Bundesanzeiger Nr. 70a vom 13. April 2002) in der jeweils geltenden Fassung, als Agrarlandschaft mit einem ausreichenden Anteil an Kleinstrukturen ausgewiesen worden ist.


Für die Indikationen Einkeimblättrige Unkräuter und Vogel-Sternmiere in Stachelbeere, Weiße, Schwarze und Rote Johannisbeere, Pflaume, Kernobst, Sauer- und Süßkirsche, Ziergehölze, Schalenobst, Aprikose, Pfirsich sowie Weinrebe gilt: (NT103) Die Anwendung des Mittels muss in einer Breite von mindestens 20 m zu angrenzenden Flächen (ausgenommen landwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzte Flächen, Straßen, Wege und Plätze) mit einem verlustmindernden Gerät erfolgen, das in das Verzeichnis "Verlustmindernde Geräte" vom 14. Oktober 1993 (Bundesanzeiger Nr. 205, S. 9780) in der jeweils geltenden Fassung, mindestens in die Abdriftminderungsklasse 90 % eingetragen ist. Bei der Anwendung des Mittels ist der Einsatz verlustmindernder Technik nicht erforderlich, wenn die Anwendung mit tragbaren Pflanzenschutzgeräten erfolgt oder angrenzende Flächen (z. B. Feldraine, Hecken, Gehölzinseln) weniger als 3 m breit sind oder die Anwendung des Mittels in einem Gebiet erfolgt, das von der Biologischen Bundesanstalt im "Verzeichnis der regionalisierten Kleinstrukturanteile" vom 7. Februar 2002 (Bundesanzeiger Nr. 70a vom 13. April 2002) in der jeweils geltenden Fassung, als Agrarlandschaft mit einem ausreichenden Anteil an Kleinstrukturen ausgewiesen worden ist.


Für die Anwendungsgebiete Einkeimblättrige Unkräuter und Vogel-Sternmiere in Stachelbeere, weiße, schwarze und rote Johannisbeere, Pflaume, Kernobst, Sauer- und Süßkirsche, Ziergehölze, Schalenobst, Aprikose, Pfirsich sowie Weinrebe gilt: (NW705) Zwischen behandelten Flächen mit einer Hangneigung von über 2 % und Oberflächengewässern - ausgenommen nur gelegentlich wasserführender, aber einschließlich periodisch wasserführender - muss ein mit einer geschlossenen Pflanzendecke bewachsener Randstreifen vorhanden sein. Dessen Schutzfunktion darf durch den Einsatz von Arbeitsgeräten nicht beeinträchtigt werden. Er muss eine Mindestbreite von 5 m haben. Dieser Randstreifen ist nicht erforderlich, wenn: - ausreichende Auffangsysteme für das abgeschwemmte Wasser bzw. den abgeschwemmten Boden vorhanden sind, die nicht in ein Oberflächengewässer münden, bzw. mit der Kanalisation verbunden sind oder - die Anwendung im Mulch- oder Direktsaatverfahren erfolgt.

Erste Hilfe

Erste Hilfe Maßnahmen

Allgemeine Hinweise:
Bei Gefahr der Bewusstlosigkeit, Lagerung und Transport in stabiler Seitenlage. Kontaminierte Kleidung und Schuhe sofort ausziehen und vor Wiederverwendung gründlich reinigen.
Nach Einatmen
Betroffene Person aus der Gefahrenzone bringen. Für Frischluft sorgen.
Nach Hautkontakt
Sofort und lange mit viel Wasser abwaschen. Ärztlicher Behandlung zuführen.
Nach Augenkontakt
Kontaktlinsen entfernen. Auge unter Schutz des unverletzten Auges 10 - 15 Minuten unter fließendem Wasser bei weitgespreizten Lidern spülen. Ärztlicher Behandlung zuführen.
Nach Verschlucken
Sofort ärztlichen Rat einholen und Verpackung oder Etikett vorzeigen. Bewusstlosen Personen darf nichts eingeflößt werden. Kein Erbrechen einleiten.

Lagerung/Entsorgung/Hinweise

Lagerung

Nicht zusammen mit Oxidationsmittel lagern.
Behälter dicht geschlossen halten und einem kühlen, gut gelüfteten Ort aufbewahren.

Entsorgung

Leere Verpackungen nicht weiterverwenden. Leere und sorgfältig gespülte Verpackungen mit der Marke PAMIRA® sind an den autorisierten Sammelstellen des Entsorgungssystems PAMIRA® mit separiertem Verschluss abzugeben. Informationen zu Zeitpunkt und Ort der Sammlungen erhalten Sie von Ihrem Händler, aus der regionalen Presse oder im Internet unter www.pamira.de.
Produktreste nicht in den Hausmüll geben, sondern in Originalverpackungen bei der Sondermüllentsorgung Ihres Wohnortes anliefern.
Weitere Auskünfte erhalten Sie bei Ihrer Stadt- oder Kreisverwaltung.

Kennzeichnung gemäß CLP

Piktogramm:

GHS08 , GHS09

Signalwort:

Achtung

Gefahrenbestimmende Komponente:

Propyzamid

Gefahrenhinweise:

H351 Kann vermutlich Krebs erzeugen.
H410 Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.

Sicherheitshinweise:

P202 Vor Gebrauch alle Sicherheitshinweise lesen und verstehen.
P280 Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen.
P308+P311 BEI Exposition oder falls betroffen: GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen.
P391 Verschüttete Mengen aufnehmen.
P501 Inhalt/Behälter der Problemabfallentsorgung zuführen.

Ergänzende Kennzeichnungselemente:

EUH 208 Enthält 1,2-Benzisothiazol-3(2H)-on. Kann allergische Reaktionen hervorrufen.
EUH 401 Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt die Gebrauchsanleitung einhalten.
SP1 Mittel und/oder dessen Behälter nicht in Gewässer gelangen lassen. (Ausbringungsgeräte nicht in unmittelbarer Nähe von Oberflächengewässern reinigen / indirekte Einträge über Hof- und Straßenabläufe verhindern).
Leere Verpackungen nicht weiterverwenden.

Haftung

Haftung

Da die Anwendung des Mittels und die während der Anwendung herrschenden Gegebenheiten, z. B. das Wetter, außerhalb unseres Einflusses liegen, übernehmen wir nur eine Haftung für gleichbleibende Beschaffenheit.

Registrierte Marke

Kerb TM: reg. WZ Dow AgroSciences LLC
PAMIRA®: reg. IVA (Industrieverband Agrar)
Zulassungsinhaber: Dow AgroSciences GmbH Truderinger Straße 15D 81677 MünchenTelefon (089) 455 330 Telefax Notrufnummer 0 72 27 / 91 22 00

Vertriebspartner: Certis Europe B.V. Frankenstraße 18 b D 20097 HamburgTelefon + 49 40 60772640-0 Telefax Beratungsnummer 0800 8300 301

Wichtiger Hinweis für Pflanzenschutzmittel, Biozide und andere Produkte
Für Pflanzenschutzmittel: „Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. Vor Verwendung stets Etikett und Produktinformationen lesen“
Für Biozide: „Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.“
Für andere Produkte: „Dünger, Zusatzstoffe, u.a. vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.“