Gallant ™ Super

Herbizid

Zulassung
034286-00

Wirkstoff:

104 g/l Haloxyfop-P (Haloxyfop-R) (als P-Methylester 108 g/l); (10,5 Gew.-% als Haloxyfop-R-Methylester)

Formulierung:

Emulsionskonzentrat (EC)
ArtikelnummerPackungsgrößen
1080490154x5 l Umkarton

Piktogramm:

GHS07 , GHS09

Signalwort:

Achtung

GALLANT SUPER ist ein selektives Gräserherbizid in Zucker- und Futterrüben, Ackerbohnen, Futtererbsen, Sonnenblumen, Speisezwiebeln, Möhren, Ziergehölzen, Baumschulgehölzpflanzen (Nachauflauf - Frühjahr) sowie in Winterraps (Nachauflauf - Herbst).

Hochwirksames Gräserherbizid.
Nicht in Getreide oder Mais einsetzen!


Zur Vermeidung von Nachteilen ist die genaue Beachtung der Gebrauchsanleitung wichtig.
Sicherheitsdatenblatt

Wirkungsweise

Das Herbizid GALLANT SUPER wirkt über die Blätter bereits aufgelaufener Ungräser. Der systemische Wirkstoff Haloxyfop dringt schnell in die Pflanzen ein und führt in der Folge zu einer Hemmung der Zellteilung in allen Pflanzenteilen, auch in Wurzeln und Rhizomen. Der Einsatz von GALLANT SUPER verursacht einen Wachstumsstop und eine Verfärbung der Blätter. Der Wirkungsprozess ist nach 3 Wochen weitestgehend abgeschlossen. An äußerlich noch gesund erscheinenden Pflanzen kann der Bekämpfungserfolg noch vor dem Erscheinen der Wirkungssymptome schnell dadurch überprüft werden, dass sich die Endtriebe leicht aus den Blattscheiden ziehen lassen.


Wirkungsmechanismus (HRAC-Gruppe) Haloxyfop-P (Haloxyfop-R): A

Wirkungsspektrum

Von der Zulassungsbehörde festgesetzte Anwendungsgebiete

Pflanzen/ObjekteSchadorganismen/Zweckbestimmung
AckerbohneEinjährige einkeimblättrige Unkräuter (ausgenommen: Einjähriges Rispengras)
BaumschulgehölzpflanzenEinjährige einkeimblättrige Unkräuter (ausgenommen: Einjähriges Rispengras)
FuttererbseEinjährige einkeimblättrige Unkräuter (ausgenommen: Einjähriges Rispengras)
MöhreEinjährige einkeimblättrige Unkräuter (ausgenommen: Einjähriges Rispengras)
SonnenblumeEinjährige einkeimblättrige Unkräuter (ausgenommen: Einjähriges Rispengras)
SpeisezwiebelEinjährige einkeimblättrige Unkräuter (ausgenommen: Einjähriges Rispengras)
WinterrapsAcker-Fuchsschwanz, Ausfallgetreide
ZiergehölzeEinjährige einkeimblättrige Unkräuter (ausgenommen: Einjähriges Rispengras)
Zuckerrübe, FutterrübeEinjährige einkeimblättrige Unkräuter (ausgenommen: Einjähriges Rispengras)

Wirkungsspektrum


(WH9161)




sehr gut bis gut bekämpfbar

Ackerfuchsschwanz, Ausfallgetreide, Hirse-Arten, Flughafer, Windhalm, Weidelgras- und Trespen-Arten.




nicht bekämpfbare Arten

Rotschwingel, Liliengewächse, Zweikeimblättrige Unkräuter, Ausfallraps.




Anwendung

Hinweise zur Sachgerechten Anwendung

Allgemeine Hinweise
GALLANT SUPER spritzen. Entscheidend für den Bekämpfungserfolg ist, dass die Gräser zum Zeitpunkt der Behandlung aufgelaufen sind. Die gute Kulturverträglichkeit von GALLANT SUPER ermöglicht es, den Anwendungszeitpunkt allein auf das Entwicklungsstadium der Ungräser abzustimmen, jedoch ist der frühe Einsatzzeitpunkt zu bevorzugen, um die Ungraskonkurrenz zeitig auszuschalten. Optimale Bekämpfungserfolge werden bis zum Bestockungsbeginn der Ungräser erreicht. Nur trockene Bestände behandeln. Nach dem Antrocknen des Spritzbelages ist GALLANT SUPER regenfest (ca. 1 Std.). Wirkung und Kulturverträglichkeit werden durch Witterungseinflüsse nach der Anwendung wie z. B. Frost, Trockenheit oder längere kühle bzw. feuchte Witterungsperioden nicht beeinflusst. Wüchsiges Wetter beschleunigt die Wirkung. Abtrift vermeiden.

Kontaktadresse in Notfällen:
Notfallzentrale Dow, 77836 Rheinmünster
Telefon 0 72 27 / 91 22 00, 24-Stunden-Dienst

Anwendung

ACKERBAU

Pflanzenerzeugnisse:Winterraps
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Acker-Fuchsschwanz, Ausfallgetreide
Anwendungsbereich: Freiland
Anwendungszeitpunkt: im Herbst, nach dem Auflaufen der Kultur
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 1
Anwendungstechnik: Spritzen
Aufwandmenge: 0,5 l/ha
Wasseraufwandmenge: 200 bis 400 l/ha
Wartezeit: Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z.B. Ernte) verbleibt bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich (F).

Pflanzenerzeugnisse:Zuckerrübe, Futterrübe
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Einjährige einkeimblättrige Unkräuter (ausgenommen: Einjähriges Rispengras)
Anwendungsbereich: Freiland
Anwendungszeitpunkt: im Frühjahr, nach dem Auflaufen der Kultur
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 1
Anwendungstechnik: Spritzen
Aufwandmenge: 0,5 l/ha
Wasseraufwandmenge: 200 bis 400 l/ha
Wartezeit: 90 Tage

Pflanzenerzeugnisse:Ackerbohne
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Einjährige einkeimblättrige Unkräuter (ausgenommen: Einjähriges Rispengras)
Anwendungsbereich: Freiland
Anwendungszeitpunkt: im Frühjahr nach dem Auflaufen der Kultur
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 1
Anwendungstechnik: Spritzen
Aufwandmenge: 0,5 l/ha
Wasseraufwandmenge: 200 bis 400 l/ha
Wartezeit: Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z.B. Ernte) verbleibt bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich (F).

Pflanzenerzeugnisse:Futtererbse
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Einjährige einkeimblättrige Unkräuter (ausgenommen: Einjähriges Rispengras)
Anwendungsbereich: Freiland
Anwendungszeitpunkt: im Frühjahr, nach dem Auflaufen der Kultur
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 1
Anwendungstechnik: Spritzen
Aufwandmenge: 0,5 l/ha
Wasseraufwandmenge: 200 bis 400 l/ha
Wartezeit: Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z.B. Ernte) verbleibt bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich (F).

Pflanzenerzeugnisse:Sonnenblume
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Einjährige einkeimblättrige Unkräuter (ausgenommen: Einjähriges Rispengras)
Anwendungsbereich: Freiland
Anwendungszeitpunkt: im Frühjahr, nach dem Auflaufen der Kultur
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 1
Anwendungstechnik: Spritzen
Aufwandmenge: 0,5 l/ha
Wasseraufwandmenge: 200 bis 400 l/ha
Wartezeit: 100 Tage

GEMÜSEBAU

Pflanzenerzeugnisse:Möhre
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Einjährige einkeimblättrige Unkräuter (ausgenommen: Einjähriges Rispengras)
Anwendungsbereich: Freiland
Anwendungszeitpunkt: im Frühjahr, nach dem Auflaufen der Kultur
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 1
Anwendungstechnik: Spritzen
Aufwandmenge: 0,5 l/ha
Wasseraufwandmenge: 200 bis 400 l/ha
Wartezeit: 56 Tage

Pflanzenerzeugnisse:Speisezwiebel
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Einjährige einkeimblättrige Unkräuter (ausgenommen: Einjähriges Rispengras)
Anwendungsbereich: Freiland
Anwendungszeitpunkt: nach dem Auflaufen der Kultur
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 1
Anwendungstechnik: Spritzen
Aufwandmenge: 0,5 l/ha
Wasseraufwandmenge: 200 bis 400 l/ha
Wartezeit: 28 Tage

ZIERPFLANZENBAU

Pflanzenerzeugnisse:Baumschulgehölzpflanzen
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Einjährige einkeimblättrige Unkräuter (ausgenommen: Einjähriges Rispengras)
Anwendungsbereich: Freiland
Anwendungszeitpunkt: nach dem Auflaufen der Unkräuter
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 1
Anwendungstechnik: Spritzen
Aufwandmenge: 0,5 l/ha
Wasseraufwandmenge: 200 bis 400 l/ha
Wartezeit: Die Festsetzung einer Wartezeit ist ohne Bedeutung (N).

Pflanzenerzeugnisse:Ziergehölze
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Einjährige einkeimblättrige Unkräuter (ausgenommen: Einjähriges Rispengras)
Anwendungsbereich: Freiland
Anwendungszeitpunkt: nach dem Auflaufen der Unkräuter
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 1
Anwendungstechnik: Spritzen
Aufwandmenge: 0,5 l/ha
Wasseraufwandmenge: 200 bis 400 l/ha
Wartezeit: Die Festsetzung einer Wartezeit ist ohne Bedeutung (N).

Mischbarkeit/Technik

Mischbarkeit

Gallant Super ist mischbar mit gängigen Herbiziden, Insektiziden, AHL (Markenprodukt - nur in Mischung mit Wasser) oder Blattdüngern. Die Gebrauchsanleitungen der Mischpartner sind zu beachten. Für eventuelle negative Auswirkungen von Tankmischungen mit von uns nicht als mischbar eingestuften Produkten haften wir nicht.

Ansetzen der Spritzbrühe

GALLANT SUPER vor Gebrauch gut schütteln. Spritztank mit der Hälfte der erforderlichen Wassermenge füllen, Rührwerk einschalten. GALLANT SUPER zugeben und unter Umrühren fehlende Wassermenge auffüllen. Spritzbrühereste vermeiden. Nie mehr Spritzbrühe ansetzen, als unbedingt gebraucht wird.

Reinigung

Vor dem Einsatz von GALLANT SUPER muss sichergestellt sein, dass das Spritzgerät gründlich gereinigt wurde, entsprechend den Empfehlungen der Firma des vorher ausgebrachten Pflanzenschutzmittels. Um Schäden bei nachfolgender Behandlung von Halmfrüchten zu vermeiden, Spritztank, -schläuche und -gestänge sofort nach der Anwendung gründlich reinigen. Anfallende Spülflüssigkeit nach der Gerätereinigung auf der zuvor behandelten Fläche ausbringen. Nur mit ausgeliterten Spritzgeräten arbeiten. Spritzgeräte regelmäßig auf dem Prüfstand kontrollieren und einstellen lassen.

Nachbau

Im Rahmen der normalen Fruchtfolge kann jede Kultur nachgebaut werden. Bei vorzeitigem Umbruch kann jede zweikeimblättrige Kultur nachgebaut werden. Getreide und Mais können nach vorheriger Bodenbearbeitung ca. vier Wochen nach der Anwendung ausgesät werden.

Verträglichkeit

Kulturen außer Ziergehölzen/Baumschulgehölzpflanzen: Sortenunverträglichkeiten sind nicht bekannt.

Ziergehölze/Baumschulgehölzpflanzen: Aufgrund der wechselnden Kulturbedingungen und der Vielzahl von Gehölzarten und -sorten empfehlen wir Vorversuche an einigen Pflanzen zur Abklärung der Verträglichkeit, bevor der gesamte Bestand behandelt wird. Detaillierte Informationen zur Kulturverträglichkeit von GALLANT SUPER in Baumschul- und Ziergehölzen können über die Beratung angefordert werden.
Mit der vorgeschlagenen Aufwandmenge ist GALLANT SUPER nach eigenen Erfahrungen bei einer Anwendung im Frühjahr bis Frühsommer nach dem Austrieb in folgenden Kulturen verträglich:
Abies alba (A. pectinata), Abies balsamea, Abies concolor, Abies grandis, Abies koreana, Abies nobilis (A. procera), Abies nordmanniana, Aesculus hippocastanum, Alnus glutinosa, Amelanchier lamarckii, Castanea sativa, Colutea arborescens, Cotoneaster horizontalis, Cotoneaster praecox, Elaeagnus angustifolia, Euonymus europaeus, Juglans regia, Philadelphus inodorus 'Grandiflorus', Philadelphus virginales, Ribes alpinum, Ribes aureum, Ribes sanguineum ‘Pulborough Scarlet’, Robinia pseudoacacia, Rosa canina, Rosa carolina (virgiana), Rosa glauca (R. rubrifolia), Rosa multiflora, Rosa pimpinellifolia, Rosa rubiginosa, Rosa rugosa, Rosa rugotida, Salix caprea, Syringa vulgaris, Tamarix ramosissima (T. odessana), Tilia cordata, Ulmuas laevis, Ulmus, Ulmus glabra (= U. Campestris), Viburnum lantana, Viburnum opulus, Weigela x Newport Red, Weigela x Red Prince, Weigela florida, Weigela florida ‘Purpurea’, Weigela styriaca.

Für folgende Kulturen wurden Unverträglichkeiten nachgewiesen: Acer capillipes, Acer rubrum, Acer rufinerve, Acer pensylvanicum, Amelanchier ovalis, Deutzia scabra, Fagus sylvatica ‘Atropunicea’, Fagus sylvatica ‘Purpurea’, Ilex aquifolium, Ilex aquifolium ‘Alaska’, Juniperus horizontalis, Juniperus media, Juniperus virginiana ‘Grey Owl’, Juniperus virginiana ‘Skyrocket’, Narcissus, Pachysandra terminalis, Pelargonium, Rosa ‘Lilly Marlene’, Rosa ‘Mad Mayland’, Rosa ‘Marieken’.

Resistenzmanagement


(WH951) GALLANT SUPER enthält den Wirkstoff Haloxyfop-P aus der Gruppe der ACCase Hemmer (HRAC-Gruppe: A). Werden Herbizide aus dieser Gruppe über mehrere Jahre auf demselben Feld eingesetzt, ist eine Selektion schwer bekämpfbarer Biotypen möglich. Daher ist in Einzelfällen eine verminderte Wirksamkeit von GALLANT SUPER gegen Ungräser, vor allem Ackerfuchsschwanz, nicht auszuschließen. Bei Maßnahmen zur Bekämpfung von Ungräsern in derselben Kultur oder in der gesamten Fruchtfolge wird der regelmäßige Wechsel von Produkten mit unterschiedlichen Wirkungsmechanismen empfohlen.

Umweltverhalten

Nutzorganismen

NB6641 Das Mittel wird bis zu der höchsten durch die Zulassung festgelegten Aufwandmenge oder Anwendungskonzentration, falls eine Aufwandmenge nicht vorgesehen ist, als nicht bienengefährlich eingestuft (B4). NN160 Das Mittel wird als nichtschädigend für Populationen der Art Aleochara bilineata (Kurzflügelkäfer) eingestuft.
NN165 Das Mittel wird als nichtschädigend für Populationen der Art Poecilus cupreus (Laufkäfer) eingestuft.
NN170 Das Mittel wird als nichtschädigend für Populationen der Art Chrysoperla carnea (Florfliege) eingestuft.
NN191 Das Mittel wird als nichtschädigend für Populationen der Art Episyrphus balteatus (Schwebfliege) eingestuft.

Wasserorganismen

NW265 Das Mittel ist giftig für höhere Wasserpflanzen. NW264 Das Mittel ist giftig für Fische und Fischnährtiere.

Gewässerschutz

NW642-1 Die Anwendung des Mittels in oder unmittelbar an oberirdischen Gewässern oder Küstengewässern ist nicht zulässig. Unabhängig davon ist der gemäß Länderrecht verbindlich vorgegebene Mindestabstand zu Oberflächengewässern einzuhalten. Zuwiderhandlungen können mit einem Bußgeld bis zu einer Höhe von 50.000 Euro geahndet werden.

Anwenderschutz


Hinweise für den sicheren Umgang

SB001 Jeden unnötigen Kontakt mit dem Mittel vermeiden. Missbrauch kann zu Gesundheitsschäden führen.
SB110 Die Richtlinie für die Anforderungen an die persönliche Schutzausrüstung im Pflanzenschutz "Persönliche Schutzausrüstung beim Umgang mit Pflanzenschutzmitteln" des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit ist zu beachten.
SE110 Dicht abschließende Schutzbrille tragen beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel.
SF1891 Das Wiederbetreten der behandelten Flächen/Kulturen ist am Tage der Applikation nur mit der persönlichen Schutzausrüstung möglich, die für das Ausbringen des Mittels vorgegeben ist. Nachfolgearbeiten auf/in behandelten Flächen/Kulturen dürfen grundsätzlich erst 24 Stunden nach der Ausbringung des Mittels durchgeführt werden. Innerhalb 48 Stunden sind dabei der Schutzanzug gegen Pflanzenschutzmittel und Universal-Schutzhandschuhe (Pflanzenschutz) zu tragen.
SS110 Universal-Schutzhandschuhe (Pflanzenschutz) tragen beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel.
SS2101 Schutzanzug gegen Pflanzenschutzmittel und festes Schuhwerk (z.B. Gummistiefel) tragen beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel.
SS2202 Schutzanzug gegen Pflanzenschutzmittel und festes Schuhwerk (z.B. Gummistiefel) tragen bei der Ausbringung/Handhabung des anwendungsfertigen Mittels.
SS610 Gummischürze tragen beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel. Sollten durch unsachgemäße Handhabung oder Missbrauch Vergiftungserscheinungen auftreten, sofort den Arzt rufen!

Anwendungsbestimmung

Von der Zulassungsbehörde festgesetzte Anwendungsbestimmungen

(NW468) Anwendungsflüssigkeiten und deren Reste, Mittel und dessen Reste, entleerte Behältnisse oder Packungen sowie Reinigungs- und Spülflüssigkeiten nicht in Gewässer gelangen lassen. Dies gilt auch für indirekte Einträge über die Kanalisation, Hof- und Straßenabläufe sowie Regen- und Abwasserkanäle.


(NG345-3) In einem Dreijahreszeitraum (der das aktuelle Jahr und die vorausgegangenen 2 Kalenderjahre umfasst) darf in der Summe eine Gesamtaufwandmenge von 0,052 kg Haloxyfop-P (Haloxyfop-R) pro Hektar nicht überschritten werden.

Erste Hilfe

Erste Hilfe Maßnahmen

Allgemeine Hinweise
Bei anhaltenden Beschwerden Arzt hinzuziehen. Kontaminierte Kleidung und Schuhe sofort ausziehen und vor Wiederverwendung gründlich reinigen. Bei Gefahr der Bewusstlosigkeit, Lagerung und Transport in stabiler Seitenlage. Bei allergischen Erscheinungen, insbesondere im Atembereiche, sofort einen Arzt hinzuziehen.
Nach Einatmen
Betroffene Person aus der Gefahrenzone bringen. Für Frischluft sorgen. Bei Bewusstlosigkeit in stabile Seitenlage bringen und ärztlichen Rat einholen. Bei unregelmäßiger Atmung/Atemstillstand: künstliche Beatmung.
Nach Hautkontakt
Sofort und lange mit viel Wasser abwaschen. Bei andauernder Hautreizung Arzt aufsuchen.
Nach Augenkontakt
Kontaktlinsen entfernen. Auge unter Schutz des unverletzten Auges 10 - 15 Minuten unter fließendem Wasser bei weitgespreizten Lidern spülen. Augenärztliche Behandlung.
Nach Verschlucken
Sofort ärtzlichen Rat einholen. Kein Erbrechen einleiten. Mund gründlich mit Wasser spülen. Bewusstlosen Personen darf nichts eingeflößt werden.
Symptome und Wirkungen
Gefahr von Atemstörungen.

Hinweise für den Arzt:

Sofortmaßnahmen: Elementarhilfe, Dekontamination, Symptomatische Behandlung und Antidotgabe.

Lagerung/Entsorgung/Hinweise

Lagerung

Produkt nicht unter -5°C lagern. Zündquellen fernhalten - nicht rauchen!

Entsorgung

Leere Verpackungen nicht weiterverwenden. Leere und sorgfältig gespülte Verpackungen mit der Marke PAMIRA® sind an den autorisierten Sammelstellen des Entsorgungssystems PAMIRA® mit separiertem Verschluss abzugeben. Informationen zu Zeitpunkt und Ort der Sammlungen erhalten Sie von Ihrem Händler, aus der regionalen Presse oder im Internet unter www.pamira.de.
Produktreste nicht in den Hausmüll geben, sondern in Originalverpackungen bei der Sondermüllentsorgung Ihres Wohnortes anliefern.
Weitere Auskünfte erhalten Sie bei Ihrer Stadt- oder Kreisverwaltung.
Spritzbrühereste vermeiden! Nie mehr Spritzbrühe ansetzen, als unbedingt gebraucht wird.

Kennzeichnung gemäß CLP

Piktogramm:

GHS07 , GHS09

Signalwort:

Achtung

Gefahrenbestimmende Komponente:

Kohlenwasserstoffe, C10, Aromaten, <1% Naphthalin

Gefahrenhinweise:

H317 Kann allergische Hautreaktionen verursachen.
H319 Verursacht schwere Augenreizung.
H336 Kann Schläfrigkeit und Benommenheit verursachen.
H410 Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.

Sicherheitshinweise:

P280 Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen.
P302+P352 BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT: Mit viel Wasser waschen.
P304+P340 BEI EINATMEN: Die Person an die frische Luft bringen und für ungehinderte Atmung sorgen.
P305+P351+P338 BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen.
P501 Inhalt/Behälter gemäß lokalen und nationalen Vorschriften der Entsorgung zuführen.

Ergänzende Kennzeichnungselemente:

EUH 066 Wiederholter Kontakt kann zu spröder oder rissiger Haut führen.
EUH401 Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt die Gebrauchsanleitung einhalten.
SP1 Mittel und/oder dessen Behälter nicht in Gewässer gelangen lassen. (Ausbringungsgeräte nicht in unmittelbarer Nähe von Oberflächengewässern reinigen / indirekte Einträge über Hof- und Straßenabläufe verhindern).
Leere Verpackungen nicht weiterverwenden.

Sicherheitsdatenblatt auf Anfrage für berufsmäßige Verwender erhältlich.

Haftung

Haftung

Bei Einhaltung der Gebrauchsanleitung ist unser Produkt für die empfohlenen Zwecke geeignet. Wir gewährleisten, dass die Zusammensetzung unseres Produkts in den verschlossenen Originalpackungen den auf den Etiketten gemachten Angaben zum Zeitpunkt der Lieferung entspricht. Da Lagerhaltung und Anwendung außerhalb unseres Einflusses liegen und wir nicht alle diesbezüglichen Gegebenheiten voraussehen können, schließen wir jegliche Haftung für direkte oder indirekte Folgen aus unsachgemäßer oder vorschriftswidriger Lagerung oder unsachgemäßer oder vorschriftswidriger Anwendung unseres Produkts aus. Vielfältige, insbesondere auch örtlich oder regional bedingte Einflussfaktoren können die Wirkung des Produkts beeinflussen. Hierzu gehören z.B. Witterungs- und Bodenverhältnisse, Kulturpflanzensorten, Fruchtfolge, Behandlungstermine, Applikationstechnik, Aufwandmengen, Mischungen mit anderen Produkten, Auftreten wirkstoffresistenter Organismen (wie z.B. Pilzstämme, Pflanzen, Insekten), etc. Deshalb kann eine Veränderung in der Wirksamkeit des Produkts oder eine Schädigung an den behandelten Kulturpflanzen nicht ausgeschlossen werden. Für solche Folgen können wir keine Haftung übernehmen. Das damit verbundene Risiko geht zu Lasten des Anwenders. Für negative Auswirkungen von uns nicht empfohlener Tankmischungen haften wir nicht.

Registrierte Marke

GALLANT TM: reg. WZ Dow AgroSciences LLC
PAMIRA®: reg. IVA (Industrieverband Agrar)
Zulassungsinhaber: Dow AgroSciences GmbH Truderinger Straße 15D 81677 MünchenTelefon (089) 455 330 Telefax Notrufnummer 0 72 27 / 91 22 00

Vertriebspartner: Certis Europe B.V. Frankenstraße 18 b D 20097 HamburgTelefon + 49 40 60772640-0 Telefax Beratungsnummer 0800 8300 301

Wichtiger Hinweis für Pflanzenschutzmittel, Biozide und andere Produkte
Für Pflanzenschutzmittel: „Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. Vor Verwendung stets Etikett und Produktinformationen lesen“
Für Biozide: „Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.“
Für andere Produkte: „Dünger, Zusatzstoffe, u.a. vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.“